Ergebnis 10.021 bis 10.040 von 16336

Thema: Politik und Geschichte

  1. #10021
    Ausnahmekönner
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    Standard AW: Politik und Geschichte

    Zitat Zitat von Ritschie Beitrag anzeigen
    "Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein. Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen." - Parerga und Paralipomena, Aphorismen zur Lebensweisheit, Von dem was einer vorstellt. pp. 360 Arthur Schopenhauer
    Dankeschön! So herrlich treffend...
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  2. #10022
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    Standard AW: Politik und Geschichte

    Zitat Zitat von djrene Beitrag anzeigen
    Na ja, da man ja damit rechnen muß, daß eine der 3 Herrschaften das Kanzleramt bekommt (den Habeck habe ich ja nur genannt, weil ich sehen wollte, wer zuerst aus der Deckung springt - an eine echte Chance glaube ich nicht), muß man da glaube ich schon ein wenig differenzieren. Da ist einerseits einer, der seit seinem 22 Lebensjahr nur von Politik lebt und Harth IV nicht als arm sieht. Man darf gerne darüber diskutieren ob Hartz IV zu viel, zu wenig oder ausreichend ist - aber Hartz IV IST arm. Wer was anderes behauptet ist völlig realitätsfremd. Und der andere sieht Multimillionäre in der Mittelschicht und hat ausländischen Anlegern geholfen Millionen um Millionen am Deutschen Fiskus vorbeizuschleusen. Egal ob das rechtens oder illegal war, damit hat er sich in meinen Augen für ein Staatsamt disqualifiziert. Und zwar für jegliches und für immer. Jemand der den Staat und die Bevölkerung zuerst bewußt schädigt und dann vorgibt dessen und deren Bestes zu wollen. Nö.
    Zu Friedrich Merz möchte ich da hinzufügen,das ihm damals der Hartz IV Satz schon zu hoch war. Dagegen klingt die Aussage von Jens Spahn ,Hartz IV sei keine Armut ,ja noch human.
    Und ich kann mir nicht vorstellen,das Merz in den letzten Jahren in der Wirtschaft sein Herz für Soziales neu gefunden hat.
    Auch für Rentner und Arbeitnehmer hatte er nicht gerade arbeitnehmerfreundliche Positionen.
    Und als Besitzer zweier Flugzeuge wird man von Ihm in Sachen Umweltschutz,Klimaschutz wohl auch nicht viel erwarten.

    Aber vielleicht hat von Krolock Recht. Einer der beiden Männer könnte der SPD dazu verhelfen,wieder Ihre eigene Identität zu finden.Personell ist die SPD wie ja auch die CDU halt sehr verkrustet,als dass da frischer Wind reinkommt. 1-2 hoffnungsvolle junge Leute sehe ich da schon für Erneuerungen. Nur dürften die Grünen wohl die jungen engagierten Wähler die soziale und ökologische Politik haben wollen, erst mal für sich abgeschöpft haben.
    Geändert von Omaschupser (16.11.2018 um 10:49 Uhr)
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  3. #10023
    Stammspieler
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    Standard AW: Politik und Geschichte

    Zitat Zitat von Michi Beitrag anzeigen
    Dankeschön! So herrlich treffend...
    Der Umkehrschluss wäre dann wer nichts zu einer Sache beiträgt kann auch auf nichts Stolz sein ?

    Wenn einer also nichts mit der Bundsrepublik anfangen kann wasfür eine Intention hat er dann.
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  4. #10024
    Hockeygott
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    Standard AW: Politik und Geschichte

    Zitat Zitat von vogibeule Beitrag anzeigen
    Der Umkehrschluss wäre dann wer nichts zu einer Sache beiträgt kann auch auf nichts Stolz sein ?
    Einfach nochmal lesen... nachdenken... und verstehen.

    Zitat Zitat von Ritschie Beitrag anzeigen
    Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein. Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen." - Parerga und Paralipomena, Aphorismen zur Lebensweisheit, Von dem was einer vorstellt. pp. 360 Arthur Schopenhauer
    Wenns nicht klappt,
    Einfach nochmal lesen... nachdenken... und verstehen.


    Zitat Zitat von vogibeule Beitrag anzeigen
    Wenn einer also nichts mit der Bundsrepublik anfangen kann
    Ist das so, nur weil ich keinen Nationalstolz habe?
    Zitat Zitat von vogibeule Beitrag anzeigen
    was für eine Intention hat er dann.
    Sein Leben zu leben?!
    Geändert von schmidl66 (16.11.2018 um 11:50 Uhr)
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  5. #10025
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    Standard AW: Politik und Geschichte

    Zitat Zitat von vogibeule Beitrag anzeigen
    wasfür eine Intention hat er dann.
    ... in einem rosa Tutu durch den Lech zu schwimmen?

    ... einen Kopfstand zu machen?

    ... ein Lied zu singen?

    Was denn nur???
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  6. #10026
    Hockeygott
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    Standard AW: Politik und Geschichte

    Und damit das Tutu auch nass wird setzt er sich für Klimaschutz ein.

    Btw. kostet der Liter Treibstoff in Frankreich mittlerweile fast 2 Euro - und bei denen sind die Grünen lang nicht so groß wie hier.

    Auch in D ist Benzin suf Rekordhoch, das liegt aber am Klimawandel (Rhein-Tiefstand), Trump (Iranembargo) und die Katastrophe in Vohburg.
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  7. #10027
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    Standard AW: Politik und Geschichte

    Zitat Zitat von Ritschie Beitrag anzeigen
    ... in einem rosa Tutu durch den Lech zu schwimmen?

    ... einen Kopfstand zu machen?

    ... ein Lied zu singen?

    Was denn nur???
    Kann der Habeck gerne machen.
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  8. #10028
    Ausnahmekönner
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    Standard AW: Politik und Geschichte

    Zitat Zitat von Michi Beitrag anzeigen
    Dankeschön! So herrlich treffend...
    Absolut perfekt.
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  9. #10029
    Hockeygott
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    Standard AW: Politik und Geschichte

    Auf was ich stolz bin? Auf das, was ich mir mit eigener Hände Arbeit erschaffen habe. Daß ich mich selbst aus der Scheiße gezogen habe. Daß ich in meinen Augen ein guter Mensch bin, gerne auch als Gutmensch beschimpft. Daß meine Großeltern erkannt haben und es dann jedem erzählten, daß sie einem fatalen Irrglauben aufgesessen sind. Von ihnen habe ich nie den Satz "wir haben das ja nicht gewusst" gehört, sondern immer, daß man sehrwohl wusste was mit Juden und Andersdenkenden passierte (zumindest in Ansätzen) und daß man sich Vorteile erhoffte, indem man andere herabwürdigt. Und daß sie sich dann zeitlebens für eine offene und tolerante Gesellschaft eingesetzt haben. Aber das ist ihr Werk - auch darauf kann eigentlich ich nicht stolz sein. Aber das war ab einem gewissen Alter dann ein geben und nehmen - darauf wiederum kann ich stolz sein. Ich bin mit Sicherheit nicht stolz darauf in einem Land geboren worden zu sein, in dem es Menschen gab, die nix mit mir zu tun haben und die Faust, Die Glocke oder den Kategorischen Imperativ geschrieben haben. Ich freue mich, daß das hier möglich war - aber worauf bitte gründet da STOLZ? Stolz sein kann man, wenn man Kinder erzieht gute Menschen zu sein. Darauf wohl noch mehr als auf alles selbst erreichte. Niemals sollte man auf einen Geburtsort stolz sein, denn das sind dann Leistungen ANDERER Menschen zu ANDEREN Zeiten, die man vorschiebt. Und natürlich bin ich nicht verantwortlich dafür was zwischen 33 und 45 passierte, aber ich bin mit dafür verantwortlich daß es nicht wieder passiert. Und dafür braucht es eine lebendige und vor allem sorgfältige Aufarbeitung und Erinnerung. Politische Bildung darf sich nicht nur mit Gegenwart beschäftigen, sondern muß auch klar machen was in der Vergangenheit passierte. Nur mit Blick auf Gestern ist Morgen zu stemmen.
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  10. #10030
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    Beitrag AW: Politik und Geschichte

    Was für eine lächerliche Diskussion. Man sollte jedem selbst überlassen auf was er stolz ist oder nicht. Das kann und sollte man nun wirklich keinem vorschreiben.
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  11. #10031
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    Standard AW: Politik und Geschichte

    Begonnen hat es damit, daß man Habeck vorwirft keinen Nationalstolz zu haben. Man darf es also auch ihm selbst überlassen? Toll - dann sind wir einen Schritt weiter.
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  12. #10032
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    Standard AW: Politik und Geschichte

    Stolz oder Vaterlandsliebe sind in meinem Fall auch nicht das Passende. Heimatliebe trifft es eher.Ich lebe hier gerne und alles ist mir vertraut. Ich bin eher dankbar, hier geboren zu sein,denn hier hatte und habe ich überhaupt die Möglichkeit,das zu werden,was ich bin. In den meisten Ländern hätte ich sowohl beruflich,als auch menschlich gar nicht diese Entwicklungsmöglichkeiten gehabt.Stolz bin ich aber auch nicht auf meine eigene Leistung,denn auch diese wäre in großen Teilen der Welt gar nicht möglich gewesen.Als guten Menschen würde ich mich schon gar nicht bezeichnen,denn was macht denn einen guten Menschen genau aus? Ich kann mich bemühen,jeden Tag zu versuchen Gutes zu tun, ohne darauf stolz zu sein,mehr aber auch nicht.
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  13. #10033
    Ausnahmekönner
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    Standard AW: Politik und Geschichte

    Ich bin auf gar nix stolz. Und schon gar nicht auf irgendein scheiß konservatives Drecksland, das sich einen dreck um um soziale Gerechtigkeit schert und eigentlich nur noch durch Floskeln repräsentiert wird.

    Und weil hier die Großeltern mit reingezogen werden:

    Mein Opa (V) war von Frankreich an Grenadier in der 167. IV, ist bis Tula gelaufen und hat sich da das Unterkiefer wegballern lassen. Im zweiten Teil ging es dann um Süden Richtung Kuban. Im November 44 wurde er vom Uffz zum OG degradiert weil er alles scheiße fand. Gerannt isser trotzdem um seinen Arsch zu retten in einem Weltenbrand, angezettelt von "Menschen" die Worte wie "Vaterland" vergewaltigten.

    Opa (m) wurde mit 17 1944 Melder im Westen, hat sich nach 2 Monaten nachdem er "wahrscheinlich ein paar Ami erschossen hat" weil der MG Schütze "ausgefallen" ist und er ran musste, entschlossen mit dem Krad heim zu fahren. Die letzten 2 Wochen hat er sich nur Nachts mit einem anderen Fahnenflüchtigen durch die Wälder bewegt, damit sie nicht von der Gendarmerie aufgegriffen werden, die für "Recht und Ordnung" sorgten. Und das nur um festzustellen das in Hof seiner Freundin (spätere Oma U) die Ami ihren Gefechtstand eingerichtet hatten. Die nächsten 6 Monate saß er unter freiem Himmel in Frankreich im Schweinepferch und war froh das er für die SS zu klein war.eigentlich wollte er da hin, nachdem er den Versprechungen der Brandstifter im Waisenhaus erlegen war. Zumindest war er geleutert und musste sich seinem Oberarm nicht verstümmeln. Richtig essen konnte er bis zum Ende vor 6 Jahren trotzdem nicht mehr.

    Oma 1) aß im Keller heimlich 3 Kartoffeln und bangte um ihr Leben falls Reste gefunden wurden und Oma 2) musste in München brennende Brandbomben im Dienst des Bundes Deutscher (da ist ews wieder) Mädchen mit Asbesthandschuhen aus den Fenstern schmeißen.

    Ganz ehrlich: mir kommen die Tränen, wenn ich mir vorstellen muss, was diese armen Seelen aufgrund unseres achso tollen Vaterlandes durchmachen mussten.

    Deutschland gehörte meiner Meinung nach 45 komplett abgeschafft. Aber dann wurden die Trottel heute wohl weiß blaue Fahnen schwenken, wenn sie wieder meinen, sie kommen zu kurz, weil hilfsbedürftige Hilfe brauchen.

    Ich weiß nicht einen Grund warum man auf sein Vaterland stolz sein soll. Vor allem eben nicht wenn man Deutscher ist. Gerade nicht wenn man Deutscher ist. Jeder sollte mal das Gefühl fühlen das man hat, wenn man in Kalatsch am Don grillen will und man anstatt Brennholz Unterschenkelknochen aus dem Gehölz holt. Ist mir 2002 passiert. Gut, dafür könnte man mit der gefundenen Munition vorzüglich dem Feuer auf die Sprünge helfen. Geschämt hat man sich da teilweise, deutscher zu sein.

    Am ehesten würde mir da noch mein Sohn einfallen. Der muss sich aber erst noch beweisen. Aktuell hat er Phasen wo man von einem guten Weg sprechen kann.
    Geändert von Cassy O'Peia (16.11.2018 um 19:54 Uhr)
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  14. #10034
    Hockeygott
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    Warum warst Du Zler?
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  15. #10035
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    Standard AW: Politik und Geschichte

    Ich? Ztler?
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  16. #10036
    Hockeygott
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    Zitat Zitat von Cassy O'Peia Beitrag anzeigen
    Ich? Ztler?
    Warst Du nicht? Dann hab ich was falsch abgespeichert. Sorry.
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  17. #10037
    Ausnahmekönner
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    Standard AW: Politik und Geschichte

    Gott bewahre.

    Ich versuche meinem Sohnemann eigentlich die Weichen mittels andauernder Manipulation nur grob zu stellen.

    Werde auf keinen Fall ein

    - Soldat
    - Pfaffe
    - Nazi
    - Tierquäler

    Ich denke das wenn er das umsetzt wir schon mal auf nem ganz guten Weg sind.
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  18. #10038
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    Standard AW: Politik und Geschichte

    Zitat Zitat von djrene Beitrag anzeigen
    Auf was ich stolz bin? Auf das, was ich mir mit eigener Hände Arbeit erschaffen habe. Daß ich mich selbst aus der Scheiße gezogen habe. Daß ich in meinen Augen ein guter Mensch bin, gerne auch als Gutmensch beschimpft. Daß meine Großeltern erkannt haben und es dann jedem erzählten, daß sie einem fatalen Irrglauben aufgesessen sind. Von ihnen habe ich nie den Satz "wir haben das ja nicht gewusst" gehört, sondern immer, daß man sehrwohl wusste was mit Juden und Andersdenkenden passierte (zumindest in Ansätzen) und daß man sich Vorteile erhoffte, indem man andere herabwürdigt. Und daß sie sich dann zeitlebens für eine offene und tolerante Gesellschaft eingesetzt haben. Aber das ist ihr Werk - auch darauf kann eigentlich ich nicht stolz sein. Aber das war ab einem gewissen Alter dann ein geben und nehmen - darauf wiederum kann ich stolz sein. Ich bin mit Sicherheit nicht stolz darauf in einem Land geboren worden zu sein, in dem es Menschen gab, die nix mit mir zu tun haben und die Faust, Die Glocke oder den Kategorischen Imperativ geschrieben haben. Ich freue mich, daß das hier möglich war - aber worauf bitte gründet da STOLZ? Stolz sein kann man, wenn man Kinder erzieht gute Menschen zu sein. Darauf wohl noch mehr als auf alles selbst erreichte. Niemals sollte man auf einen Geburtsort stolz sein, denn das sind dann Leistungen ANDERER Menschen zu ANDEREN Zeiten, die man vorschiebt. Und natürlich bin ich nicht verantwortlich dafür was zwischen 33 und 45 passierte, aber ich bin mit dafür verantwortlich daß es nicht wieder passiert. Und dafür braucht es eine lebendige und vor allem sorgfältige Aufarbeitung und Erinnerung. Politische Bildung darf sich nicht nur mit Gegenwart beschäftigen, sondern muß auch klar machen was in der Vergangenheit passierte. Nur mit Blick auf Gestern ist Morgen zu stemmen.

    Ich finde das eine sehr schöne Zusammenfassung.

    zu Habeck der nichts mit der Bundesrepublik Deutschland anfangen kann, von so jemand möchte ich nicht vertreten werden.

    Zum Gestern und Morgen halte ich den Spruch des Dalai Lama sehr passend : Es gibt nur zwei Tage im Jahr an denen man nichts tun kann und zwar Gestern und Morgen.
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  19. #10039
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    Standard AW: Politik und Geschichte

    Man kann auch auf etwas stolz sein, an dem man nicht selbst beteiligt war oder ist. In traditionell linken Kreisen ist man häufig zum Beispiel stolz in die "Arbeiterklasse" geboren worden zu sein. Manch einer ist stolz, wenn ein Bekannter aus einem persönlichen Teufelskreis ausbricht und ins Leben zurückfindet. Viele hier sind auch stolz auf den AEV, seine Geschichte, den FC Bayern, Borussia Dortmund, die Heimatstadt/ das Heimatdorf, aus dem Ort stammende berühmte Persönlichkeiten usw.. Ich wäre auch stolz auf die Menschheit, wenn es morgen Weltfrieden gäbe, auch wenn ich nichts dafür könnte. Das sind alles Beispiele, wo der Stolze nichts dafür kann, aber ihm wohl kaum jemand vorhalten würde, ein Mensch ohne Begabungen und Fähigkeiten zu sein.
    Stolz wird nur dann gefährlich, wenn er verwendet wird, den Anderen abzuwerten.

    Dem Menschen sind neben der individuellen Identität auch verschiedene kollektive Identitäten wichtig. Dazu gehören dann beispielsweise die Familie, die Region, die Fangemeinde eines Stars oder eines Sportvereins oder eben auch das Land.

    Das Problem, das ich mit den Positionen von Habeck,den Grünen und vielen Neulinken habe, ist nicht, dass sie ihrerseits vielleicht keine kollektive Identität als Deutsche wollen. Es ist vielmehr der Aspekt, dass sie es als Tugend sehen, das Eigene abzuwerten und anderen diese Form der identität schlechtzureden. Diese Positionen wünsche ich mir nicht an der Macht, da sie die Gesellschaft spalten, ohne dass sich die Vertreter einer bösen Absicht bewusst sind.
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  20. #10040
    Hockeygott
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    Standard AW: Politik und Geschichte

    Zitat Zitat von vogibeule Beitrag anzeigen

    zu Habeck der nichts mit der Bundesrepublik Deutschland anfangen kann, von so jemand möchte ich nicht vertreten werden.
    .
    Okay
    von Mutti willst ja ansich auch nicht vertreten werden, von Nahles eher auch nicht.
    Wer würde denn passen, Der Gauland ist ja m. M. nach auch ne Pfeife, vom Schweiger/Mitläufer plötzlich zum Großsprecher gewandelt
    Lindner ?
    lieber noch die Wagenknecht...

    Achja mir gefällt Habeck sehr gut, der gibt den Grünen mal wieder Profil
    Geändert von Manne (17.11.2018 um 17:56 Uhr)
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