Dibbl Inch hat geschrieben: Gestern 22:41
Im CFS ist es wirklich egal und ich bin auch ein bereitwilliger digitaler Zahler. Und zwar in jeder Lebenslage. Aber die Punkte sind real und ich finde es super blauäugig da irgendwelche Aluhut Kommentare rauszuholen. Jedenfalls bin ich davon überzeugt, dass das organisierte Verbrechen andere Wege finden wird sein Geld zu waschen, wenn hier aber irgendein Donald/Viktor das Ruder übernimmt, dann bin ich mir sicher, das gewisse Daten verwendet werden um unliebsame Konkurrenten zu schädigen. Bares hat schon seine Berechtigung und ich nehms keinem übel, der daran hängt.
Mit dem CFS hat das mal weniger bis gar nichts zu tun.
Guter Kommentar. Auch ich mag das bargeldlose Bezahlen. Gerade das ist aber nicht der Punkt, sondern viel mehr die o.g. Dinge. Das sind Themen, die von Volkswirten, Juristen, Datenschützern etc. unabhängig ihrer politischen Ausrichtung vorgebracht werden und ich kann nicht verstehen, wie man das mit "Aluhut"-Kommentaren abtun kann.
Ergänzend noch ein anderes Thema, das vielleicht den ein oder anderen links der Mitte zum Nachdenken bringt: In Norwegen (einem Land mit hoher "Bargeldlosquote") hat man eine Annahmepflicht für Bargeld beschlossen, weil man festgestellt hat, dass rund 8 Prozent sog. "digitale Analphabeten" sind. Darunter verbergen sich alte Menschen, sozial schwache, Leute, die mit Digitalisierung nichts anfangen können. Hinzu kommen natürlich Kinder. Möchte man diese Personen wirklich von der gesellschaftlichen Teilhabe ausschließen, die man sich sonst so gerne auf die Fahnen schreibt? Darüber hinaus gibt es, auch wenn man es sich im Wohlstandsdeutschland nicht vorstellen kann, tatsächlich Notlagen. Es gibt einen Verteidigungsfall und es gibt Naturkatastrophen. Will man sich hier wirklich künstlich eine Achillessehne schaffen?
Was hat das mit den Panthern zu tun? Hier ist der einzige Punkt, wo ich dir zumindest teilweise widersprechen möchte. Stefan Hardt (Leiter des Generaldirektorats Bargeld bei der Bundesbank) hat in der Vergangenheit betont, dass Bargeld nur eine Legitimation hat, wenn die Nachfrage nach dieser Zahlungsmethode groß genug ist, dass es den Aufwand für die Bereitstellung der Infrastruktur rechtfertigt. Je eher die Wirtschaftsteilnehmer also auf Bargeld verzichten, desto niedriger für die Politik die Hemmschwelle das Bargeld abzuschaffen. Und damit sind wir wieder bei Schinskos Ausgangsposting, der richtigerweise sagte, dass wir uns nicht wundern brauchen, wenn Bargeld irgendwann abgeschafft wird, wenn wir es nicht mehr verwenden.
Ich persönlich bin ja ein Freund davon, Politik und Sport zu trennen und sehe die Panther hier auch nicht in der Pflicht ihre betriebswirtschaftlich sinnvollen Anliegen auf ihre politischen Auswirkungen zu überprüfen. Ich möchte aber sensibilisieren, dass alles zwei Seiten hat und man nicht jede Kritik sofort ins Lächerliche ziehen sollte, nur weil diese vielleicht auch von Personen mit anderen politischen Einstellungen geteilt wird.