Straubing Tigers

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Golden Brett
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Re: Straubing Tigers

Beitrag von Golden Brett »

Mr. Shut-out hat geschrieben: Ob Casparsson wirklich eine Verstärkung ist?

Diese Frage würde ich eher bei Norgren stellen. Casparsson bringt zumindest die nötigen läuferischen Qualitäten mit, um sich in der DEL zu behaupten. Wenn ich mich nicht täusche, wurde er in der abgelaufenen Saison zum besten Verteidiger der italienischen Liga gewählt. Das muß zwar noch nichts heißen, aber es zeigt zumindest, daß er kein ganz Schlechter ist. Er hat zwar Schwächen in der Defensive, aber im Vorwärtsgang würde ich ihn auf jeden Fall als DEL-tauglich einschätzen, auch wenn er vielleicht nur Durchschnitt ist. An den finanziellen Möglichkeiten der Straubinger gemessen, würde ich mal behaupten, daß das eine solide Verpflichtung ist. Für mehr Offensivkraft in der Verteidigung wird's wohl nicht reichen.
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Tom
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Re: Straubing Tigers

Beitrag von Tom »

[quote="Golden Brett "]

Diese Frage würde ich eher bei Norgren stellen. Casparsson bringt zumindest die nötigen läuferischen Qualitäten mit, um sich in der DEL zu behaupten. Wenn ich mich nicht täusche, wurde er in der abgelaufenen Saison zum besten Verteidiger der italienischen Liga gewählt. Das muß zwar noch nichts heißen, aber es zeigt zumindest, daß er kein ganz Schlechter ist. Er hat zwar Schwächen in der Defensive, aber im Vorwärtsgang würde ich ihn auf jeden Fall als DEL-tauglich einschätzen, auch wenn er vielleicht nur Durchschnitt ist. An den finanziellen Möglichkeiten der Straubinger gemessen, würde ich mal behaupten, daß das eine solide Verpflichtung ist. Für mehr Offensivkraft in der Verteidigung wird&#39]

Ich kann mich da an einen Top-Verteidiger der italienischen Liga erinnern, der in der DEL ziemlich abgeloost hat.... Wie hies der gleich noch? ;-)
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Rigo Domenator
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Re: Straubing Tigers

Beitrag von Rigo Domenator »

[quote="Tom "]
Ich kann mich da an einen Top-Verteidiger der italienischen Liga erinnern, der in der DEL ziemlich abgeloost hat.... Wie hies der gleich noch? ]

Vostrikov oder?? :lol: :icon_twisted: ;-)
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CanadianOllie
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Re: Straubing Tigers

Beitrag von CanadianOllie »

Am Ende war der Krebs stärker
Gerhard Seiberl ist tot: Mit ihm geht ein Stück Straubinger Eishockey Geschichte für immer
Der Mann auf der Eismaschine war in den 60er und 70er Jahren als Spieler als „der eiserne Besen" gefürchtet
Er war wie aus Granit gemeißelt. Hart, unerschrocken, unnachgiebig. Gerhard Seiberl war nicht zu verbiegen. Nie und nimmer. Dagegen wehrte er sich. Mit allen Mitteln. Bis zum Schluss. Am vergangenen Samstag war für Gerhard Seiberl Schluss. Krebs.
Zuerst Operation, dann Bestrahlung. Bis sich der Tod schließlich nicht länger hinhalten ließ. In den letzten Wochen ging es rapide bergab. Am Donnerstag nächster Woche wird der Seiberl zu Grabe getragen. Und mit ihm ein Stück des Straubinger Eishockeys.
Die jüngeren Zuschauer im Eisstadion am Pulverturm kennen ihn nur als den Mann mit den grauen Haaren, der in den Drittelpausen auf seinem Zamboni die Runden zog. Sie wissen nichts mehr von dieser 1,86 Meter großen, 90 Kilogramm schweren Kampfmaschine, die in den 60er und 70er Jahren als „der eiserne Besen" gefürchtet war, weit über die Grenzen Straubings hinaus.

Seine Checks waren berühmt
Der Gerd war Verteidiger und er verteidigte mit allem, mit allem, was er hatte. Und das beste, das er hatte, das war sein Körper, den er furchtlos, fast wie eine Waffe einsetzte. Seine Checks waren berühmt. Aus dem Lehrbuch. Oder an der Grenze zur Körperverletzung - je nachdem, auf welcher Seite man stand. Da kam es schon einmal vor, dass einem Gegenspieler - es war im Match gegen Deilinghofen - an der Bande der Helm zu Bruch ging. Oder im Spiel gegen Rosenheim, als Seiberl bei einem Zweikampf über die Bande kippte und sich zwei Rippen brach. Wenn's nur die Rippen gewesen wären... „Das wäre ja noch gegangen, aber ich habe mir dabei auch noch die Kufe an meinem rechten Schlittschuh gebrochen", erzählte der Seiberl gerne mit einem Lachen.
Irgendwie stand der Seiberl lange als Inbegriff des Straubinger Eishockeys. Groß, kräftig, nicht besonders talentiert und technisch und taktisch, mit dem ausgestattet, was man halt braucht. All das, was hier fehlte, musste man wettmachen mit Einsatz, Kampfkraft und Willen. So wurde in Straubing Eishockey gespielt. Dafür liebten die Zuschauer ihre Mannschaft im Eisstadion am Pulverturm, dafür liebten sie ihren Seiberl.

Haselnuss-Stecken und zerdrückte Bärenmilch-Büchsen
Am 6. Juli 1945 wurde der Gerhard in Straubing geboren. Groß wurde er ohne Vater. Der musste in den letzten Kriegswochen noch sein Leben lassen. In der Regensburger Straße wuchs der Bub auf, der Eisweiher war nicht weit. Mit Haselnuss-Stecken und zerdrückten Bärenmilch-Büchsen begann das Spiel. Mit 13 Jahren wurde er schließlich Mitglied der TSV-Eissportabteilung. Der Gerhard machte eine Lehre als Maschinenschlosser bei der Firma Hempel, die Dampfformtische für die Textilindustrie herstellte.
Beruf und Eishockey - das ließ sich damals oft nicht unter einen Hut bringen. „Ich habe mir bei der Arbeit mal einen Daumen gebrochen, bekam Gips und konnte nicht arbeiten", erinnerte sich der Seiberl. „Aber am Wochenende war ein Spiel. Ich musste dabei sein. Da habe ich mir mit einer Schere den Gips runter geschnitten und einen Socken drüber gezogen. Irgendwie ging das schon." Ja, beinahe wäre es in die Hose gegangen. Der Chef hat seinen Lehrbub erwischt und es gab mächtig Ärger.
Aber den nahm er gerne in Kauf. Ärger ging der Seiberl sowieso nicht aus dem Weg. Und der wartete damals regelmäßig, vor allem in Auswärtsspielen. „Wenn wir irgendwo dort oben in Köln oder Düsseldorf gespielt haben, gab es meistens Schlägereien", erzählte der Haudegen. „Die haben uns immer als Sauerkrautfresser beschimpft oder ihr Lied gesungen. Das ging irgendwie so: 'Ihr Bayern auf die Bande. Das Eis wird gefegt.' Tja. Und das hat uns richtig närrisch gemacht." Dann genügte ein Funke und die Bombe ging hoch. In Köln spielte damals ein Kanadier namens Biron. Und der demolierte bei einem Bully Straubings Spielmacher Jiri Wabnegger die Nase. „Da hab' ich mir den Kerl halt geschnappt." Wie die Keilerei ausgegangen ist, das ist nicht überliefert. Aber noch heute wird in Köln geflunkert über jenen Straubinger Spieler, der nach einer Schlägerei auf dem Eis auch in der Dusche und dann beim Umziehen in der Kabine noch nicht genug hatte.

Wasserski-Seilbahn in Texas
Dabei sind bis heute fast schon 40 Jahre vergangen. 77/78 beendet Seiberl seine aktive Karriere und ging für zwei Jahre nach Houston, Texas, wo er eine Wasserski-Seilbahn installierte. Mit den Kenntnissen, die er sich dort erwarb, war er auch maßgeblich am Aufbau der Wasserski-Bahn am Friedenhainsee beteiligt, die in all den Jahren seine große Leidenschaft war. Dass Gerhard Seiberl damals nach Amerika gehen konnte, hatte er seinem Arbeitgeber, dem TSV Straubing zu verdanken. Der hatte ihn schon seit 1968 als Eismeister für das Eisstadion beschäftigt und später für zwei Jahre frei gestellt.
1981 wurde Seiberl mit dem Eisstadion von der Stadt übernommen. Er gehörte dort unten am Pulverturm längst zum Inventar. Keiner kannte die Kältemaschine so gut wie er, konnte aus ihr das eine oder andere Prozent mehr an Leistung heraus kitzeln. Das war allerdings nötig, denn beim Bau der Piste und später bei der Überdachung lief nicht alles optimal. „Die Eisfläche ist nach unten nicht isoliert. Darum muss die Maschine gerade im Sommer oft mit doppelter Leistung fahren", wusste der Gerd. Noch schlimmer aber war der Fehler bei der Überdachung. Beim Bau der schweren Querträger wurde ein Gerüst auf der Piste aufgestellt, die sich daraufhin in der Mitte um neun Zentimeter absenkte. Die Folge: Beim Eis machen läuft das Wasser von außen nach innen. An den Banden ist das Eis dünn, im Mittelkreis zu dick.
Die Verhältnisse im Eisstadion am Pulverturm sind schwierig. Besonders für die Eismeister. Die alte Maschine, die Piste, das Kondenswasser, die Temperaturschwankungen - das alles erforderte viel Einsatz, oft nächtelang, damit am Wochenende gespielt werden konnte. Im Laufe der Jahre wurden die Anforderungen immer höher, Verein Spieler, Zuschauer immer unzufriedener mit ihrem Eis. Die oft laute Kritik hat tief drinnen im Seiberl ihre Spuren hinterlassen, hat an ihm genagt. In den letzten Jahren sah man den grauhaarigen Mann auf seinem Zamboni oft mit Gesichtszügen wie festgefroren eine der unzähligen Runden drehen. Auf einer von ihnen muss er den Spaß, die Freude an seinem Eishockey verloren haben...
Der Seiberl ist nur 60 Jahre alt geworden. Die Krankheit war am Ende stärker. Es war kein langer Kampf. Der Seiberl wusste, spürte bald, dass es mit ihm zu Ende ging. Aber gekämpft hat er trotzdem. Bis zum Schluss.

Quelle: http://www.straubing-tigers.de
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Re: Straubing Tigers

Beitrag von dino´s best fan! »

Straubing verpflichtet Kinch, Retzer und Saggau

Die Straubing Tigers haben die letzte Stelle in der Verteidigung mit dem 26-jährigen Matt Kinch besetzt. Am Freitagmittag unterschrieb der ehemalige Ingolstädter einen Ein-Jahres-Vertrag bei den Tigers. Kinch kam in der vergangenen Saison in 23 Spielen für die Ingolstädter auf ein Tor, bereitete zwei vor und hatte 20 Strafminuten. Zuvor war er beim Schweizer NLA-Klub SC Langnau unter Vertrag, erzielte in 25 Spielen ein Tor, gab vier Vorlagen und saß 14 Minuten auf der Strafbank. "Er ist hinten stabil, spielt nicht gerade sehr körperbetont aber sehr clever und ist gut an der Scheibe", sagt Ingolstadts Manager Stefan Wagner über den Linksschützen.

Darüber hinaus haben die Tigers ihre Planungen auf dem U25-Sektor vorerst abgeschlossen. Christian Retzer von den Nürnberg Ice Tigers erhält einen Ein-Jahres-Vertrag, Patrick Saggau vom Oberligisten Hannover Indians einen Probevertrag bis Dezember.

Christian Retzer, geboren am 7. Januar 1982, verbrachte drei Jahre bei den Kassel Huskies bevor er in der vergangenen Saison nach Nürnberg wechselte. In insgesamt 194 DEL-Spielen kam er auf neun Tore, 15 Vorlagen und lediglich 14 Strafminuten. "Christian Retzer ist ein Spieler, der großes Potenzial hat ? größeres, als er bisher gezeigt hat. Man muss ihm die Chance geben, dieses Potenzial auch abzurufen", sagt Trainer Erich Kühnhackl über den Neuzugang.

Patrick Saggau, geboren am 26.11.1983, verbrachte die letzten drei Jahre beim Oberligisten Hannover Indians. In 56 Spielen für die Indians kam er auf 14 Tore und acht Vorlagen bei 50 Strafminuten.

http://www.eishockeynews.de
Geboren in 1981,
das Herz vergeben seit 1901...


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Tom
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Re: Straubing Tigers

Beitrag von Tom »

Straubing darf sich "Tigers" nennen

Auf seiner gestrigen Sitzung hat der Aufsichtsrat der Deutschen Eishockey Liga (DEL) mit dem Einverständnis der Nürnberg Ice Tigers der Straubing Tigers GmbH erlaubt, den Namenszusatz „Tigers“ im Spielbetrieb der DEL zu verwenden.

Laut DEL-Lizenzordnung § 12 (3) ist die Verwendung von bereits existierenden Namenszusätzen zustimmungspflichtig.

Quelle: del.org
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CanadianOllie
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Re: Straubing Tigers

Beitrag von CanadianOllie »

Na Gott sei Dank, ich dachte schon ich muß zum Nürnberghasser werden.
;-)
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Matt Kirby
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Re: Straubing Tigers

Beitrag von Matt Kirby »

[quote="CanadianOllie "]
Na Gott sei Dank, ich dachte schon ich muß zum Nürnberghasser werden.
]

Ja Gott sei Dank, sonst wärst du hier ganz allein gestanden ;-)

Don Cherry: "Draft Canadians, they are the best people in the world!"


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Mr. Shut-out
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Re: Straubing Tigers

Beitrag von Mr. Shut-out »

Stefan Mann ist wieder ein Thema.

:thumbup: Dennis Endras, unser MVP :thumbup:
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CanadianOllie
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Re: Straubing Tigers

Beitrag von CanadianOllie »

ja angeblich sogar für die erste Reihe ;-)
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CanadianOllie
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Re: Straubing Tigers

Beitrag von CanadianOllie »

WM-erprobte Video-Technik wird eingebaut
Modernisierung im Eisstadion läuft auf Hochtouren

Schon kommene Woche wird die neue Bande geliefert – Trainingslager ist in der ersten August-Woche geplant
(wel) Der sportliche Aufstieg war für die Straubing Tigers schwer genug, aber die infrastrukturellen Bedingungen für die DEL zu erfüllen, ist für das Umfeld des Aufsteigers mindestens ebenso anstrengend und ungemein arbeits- und zeitaufwendig.
Aber die Arbeiten schreiten planmäßig voran, am gestrigen Freitag wurden der DEL fristgerecht die Finanzierungs- und Vergabenachweise der Umbauarbeiten vorgelegt. Bis 01.09. oder spätestens zum Saisonstart muss alles erledigt sein.
Derzeit werden die Stehplätze erweitert. An der Ostseite (Gaststätte) werden vier neue Stehplatzreihen eingezogen, an der Westseite drei. Dafür wird anstelle der zwei geplanten Sitzplatz-Stahlrohrtribünen nur eine gebaut. Durch die Erhöhung der Gesamtkapazität auf 5940 Plätze wird der 9000-Punkte-Plan auch weiterhin erfüllt. Insgesamt kommt man auf 9060 Punkte. Rechtsanwalt Rainer Kossa hält den ständigen Kontakt zur DEL und hat die Liga auch rechtzeitig über die Änderungen informiert. „Es ist alles abgesprochen, da gibt es keine Probleme.“ Neben den baulichen Veränderungen an den Tribünen zeichnet Architekt Martin Wackerbauer auch für die Umgestaltung der bisherigen Gaststätte in einen VIP-Raum und das Entstehen eines Gastrohauses vor dem Stadion als Gaststätten-Ersatz verantwortlich.
Video-Dummys hängen bereits
An den zwei Eckseiten des Stadions hängen sogar bereits zwei Video-Leinwand-Dummys. „An diesen Stellen werden später auch die richtigen Leinwände hängen“, so Axel Koch von der Firma Ingram Macro, der gemeinsam mit Tigers-Gesellschaftr Franz Hilmer von der Firma Formtech mit dieser Thematik befasst ist. „Sie werden dann nur anders befestigt sein, das muss mit den Statikern noch endgültig abgeklärt werden“, erklärt Koch. Bis 1. Oktober haben die Tigers Zeit, die Videotechnik zu realisieren. Ein Zeitplan, den Koch als „leicht möglich“ beschreibt.
Wie bereits berichtet, wird es sich bei der Videotechnik am Pulverturm nicht um einen Videowürfel, sondern um zwei Video-Leinwände handeln. Die Assoziation mit dem derzeit beliebten Public Viewing kommt da nicht von ungefähr, denn die Tigers werden aller Voraussicht nach zwei Video-Leinwände bekommen, die derzeit in Gießen als Public Viewing-Leinwände im Einsatz sind. „Die sind extra vor der Fußball-WM erst gebaut worden, sind also erst frisch in Gebrauch“, so Koch. „Das hat sowohl zeitliche wie auch finanzielle Vorteile.“ Und das ist nicht ganz unwichtig, denn alleine die Verkabelung der gesamten Medientechnik schlägt mit 90000 Euro zu Buche. Die Leinwände werden eine Größe von 4x3 Metern haben und mit LED-Technik ausgestattet sein. „SMD-Technik bietet zwar ein besseres Bild, aber nur bei einer nahen Entfernung. Bei der Entfernung wie sie im Eisstadion vorliegt, ist es egal. Dafür ist LED wesentlich weniger lichtempfindlich, kann also auch bei Tageslicht verwendet werden“, erklärt Koch. Um die Leinwände herum kommt eine etwa einen halben bis einen Meter breite Abschirmung, die als Werbefläche genutzt werden kann und soll.
Die Videotechnik wird dann jedenfalls voll die Vorgaben der DEL erfüllen. „Ich arbeite eng mit dem bei der DEL dafür zuständigen Herren zusammen und alle Schritte sind mit ihm abgesprochen“, kann Axel Koch in diesem infrastrukturellen Punkt beruhigen.
Eis ab 7. August
Doch Videotechnik und Tribünen sind längst nicht die einzige Baustellen - im wahrsten Sinne des Wortes - am Pulverturm. Als erstes fertig sein wird nämlich die neue Bande. „Sie wird am kommenden Dienstag geliefert“, so Sportamtsleiter Hans Czieslik. Eine finnische Firma ist damit betraut und wenn alles glatt läuft soll schon eine Woche später die Umrandung stehen.
Auch die vorgeschriebenen Kickleisten von Liga-Sponsor „Gelbe Seiten“ werden dann bereits geliefert und eingebaut. Und am 24./25. Juli soll dann bereits mit der Eisaufbereitung begonnen werden. „Man muss aber im Sommer bei der warmen Witterung schon von rund zwei Wochen ausgehen, bis die Eisfläche benutzbar ist“, so der Sportamtsleiter. „Ab 7. August sollte dann das Eis fertig sein.“ Für die frühe Eisbereitung werden übrigens auch die Tigers wieder die Stadt unterstützen und die Energiekosten in den ersten vier Wochen übernehmen.
Tschechien oder Schweiz
Trainer Erich Kühnhackl möchte freilich in der Vorbereitung nichts dem Zufall überlassen und deshalb schon vor dem 7. August aufs Eis gehen. Deshalb müssen alle Spieler auch bis 28. Juli (allerletzter Termin ist einen Tag später) in Straubing eintreffen. An den ersten beiden Tagen wird es dann medizinische Tests geben, anschließend möchte der Coach in der ersten August-Woche gerne einige Tage ins Trainingslager fahren, bis in Straubing das Eis benutzbar ist.
Zu diesem Zweck hat Kühnhackl bereits Kontakte in die Schweiz und nach Tschechien geknüpft, da in Deutschland keine Kapazitäten mehr zu bekommen sind. Eine endgültige Entscheidung ist aber noch nicht gefallen.
Keine Frage: König Fuball regiert derzeit die Welt, aber in Straubing klopft das Eishockey schon wieder ganz gewaltig an die Tür. Und spätestens nach dem Ende der WM wird dann die Vorfreude auf die erste DEL-Saison im Gäuboden ganz gewaltig ansteigen.


Medienarbeit steht im Mittelpunkt
Stadt Straubing und Tigers GmbH wollen optimale Bedingungen schaffen
(ps) Montag abend geht es im Eisstadion rund. Nein, es ist keine WM-Fan-Party angesagt, sondern die Großbaustelle am Pulverturm erhält Zuwachs, denn neben der neuen Bande „wird auch die neue Leitstelle angeliefert“, wie Michael Schröder, Sachbearbeiter Sport der Stadt Straubing auf Anfrage bestätigt. „Ab Dienstag früh werden die Teile dann montiert, bis zum nächsten Wochenende könnte der Bereich fertig sein.“ Ein spezielles Augenmerk wird auf die Leitstelle gelegt, denn auch hier hat die DEL für den offiziell, „Punktrichter- und Zeitnahmetisch“ genannte Stelle einige besondere Vorschriften. Nicht nur die Platzfrage ist reglementiert, schließlich müssen Zeitnehmer, Punktrichter mit Assistenten, Video-Offizieller und Stadionsprecher ausreichend Platz finden, - manchmal sitzt auch noch ein Ersatz-Schiedsricher mit drin - sondern auch die technische Austattung mit dem Steuergerät für die Uhrenanlage, Mikrofonanschlüssen, DSL-Telefonanschlussmöglichkeiten, mehreren Stromdeckdosen und ausreichend Stellplatz für ein Rack mit Monitor und zwei Videorecordern ist vorgegeben. „Platz wird jetzt genügend vorhanden sein", so Schröder, „denn der Leitstellenbereich wird in der Tiefe bis zur Tribünenstufe erweitert und weist eine Länge von mindestens fünf Metern auf.
Es wird alles getan, um den Richtlinien der IIHF (Internationaler Eishockey Verband, Anm. d. Red.) zu entsprechen.“ Darüber hinaus werden auch die Strafbänke entsprechend erweitert.
Sportamtsleiter Hans Czieslik hat sich auch einem weiteren Problem mit der Spieluhr angenommen. Denn in der DEL werden in jedem Spiel Torrichter ihre Arbeit aufnehmen und die Signallampen hinter den Toren müssen mit der Spieluhr gekoppelt sein. „Wir brauchen für unsere Uhr deshalb ein Zusatzmodul und haben schon die Betreiberfirma in Regensburg darüber schriftlich informiert“, hat Hans Czieslik bereits die notwendigen Schritte eingeleitet und er legt sich mit seinen Mitarbeitern auch für die anderen Maßnahmen im Stadion mächtig ins Zeug.
Im Medienzeitalter werden bei der Statistikerfassung zusätzliche Anforderungen gestellt. Im TV-Equipment der DEL wird neben den Übertorkameras unter anderem auch ein Laptop dabeisein, ausgestattet mit einem besonderen Statistikprogramm. Denn es werden nicht nur Tore und Strafen erfasst, sondern auch Bully-Statistik, Schüsse aufs Tor, Einzelschüsse pro Spieler und, ganz wichtig, die Plus/Minus-Wertung. Dazu benötigt die Leitstellen-Crew noch zwei sogenannte Scouts, die diese besondere Statistik erfassen können. Beiden Scouts werden nach DEL-Reglement zwei kostenlose Sitzplätze mit optimalen Sichtverhältnissen angeboten, in den Drittelpausen werden die erfassten Stats dann in der Leitstelle von der Punktrichterin eingegeben. Wer Interesse hat, diese verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen, kann sich in der Geschäftsstelle der Tigers (Tel: 09421-569569, Fax: 09421/543770) melden.
Zudem benötigt der Club für den gesamten Medienbereich auch nach Vorgabe der DEL einen Medienverantwortlichen, der u.a. Ansprechpartner der Medien für die Akkreditierungen und Pressekonferenzen ist sowie für Interviewpartner in den Mixed Zonen sorgt.
Hinter der Leitstelle werden insgesamt 36 Presseplätze verfügbar sein, wobei der Schreibtisch für 20 Journalisten erweitert wird. Auch für die technische Ausstattung mit DSL-Leitungen und Hotspot-Nutzung wird gesorgt.
Ein besonderer Aufgabenbereich fällt auch dem Video-Offiziellen zu, der von Tigers-Sponsorpartner Donau TV gestellt wird. Er sorgt im speziell vorgesehenen Videoraum für entsprechende Einspielungen auf den Video-Wänden (z.B. Torwiederholungen, Spielerporträts) und wird auch den Schiedsrichtern die Bilder der Übertorkameras am Rack der Leitstelle für ihre Entscheidungen zur Verfügung stellen. Man sieht, der Personal-, Arbeits- und Organisationsaufwand ist in der „neuen Welt“ DEL deutlich größer geworden und die Tigers können jede Unterstützung brauchen.
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CanadianOllie
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Re: Straubing Tigers

Beitrag von CanadianOllie »

„ Es läuft tatsächlich alles planmäßig“
Archtiekt Wackerbauer über den Stand der Umbaumaßnahmen im Eisstadion
(wk) Architekt Martin Wackerbauer wurde von der Tigers GmbH mit den eigen-finanzierten Umbauarbeiten im Eisstadion betraut. Derzeit sind im Stadion am Pulverturm selbst noch keine großartigen Fortschritte zu sehen, dennoch gibt sich der Straubinger Architekt im Interview mit unserer Zeitung optimistisch, dass alle Arbeiten plan- und fristgemäß abgeschlossen werden können.
Ein kleiner Bagger und kaum Arbeiter sind derzeit im Stadion am Pulverturm zu sehen. Mal ehrlich, Herr Wackerbauer, muss man sich im Hinblick auf die fristgerechte Fertigstellung der geplanten Umbaumaßnahmen Sorgen machen?
Martin Wackerbauer: „Nein, keineswegs. Man muss schließlich auch alles vorplanen und diverse Genehmigungen einholen. All dies und vieles mehr ist schon geschehen. Es läuft tatsächlich alles - auch dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit der Stadt Straubing - planmäßig. Dass manche Fans beunruhigt sind, kann ich verstehen. Aber leider wissen viele nicht, welche behördlichen Dinge im Vorfeld einer Baumaßnahme erst erledigt werden müssen.“
Es war auch zu hören, dass bis zum gestrigen Freitag (30. Juni) bei der Deutschen Eishockey Liga alle geplanten Maßnahmen sowie deren Finanzierung dargelegt werden mussten. Ist denn das geschehen?
Wackerbauer: „Das ist alles so weit erledigt, wobei wir durchaus noch Nachfristen für gewisse Dinge erhalten haben. Die Zusammenarbeit mit der Liga ist hervorragend, schließlich haben die Tigers erst vor vier Wochen die Zulassung erhalten. Da kann man auch aus Sicht der Liga nicht erwarten, dass von heute auf morgen alle Nachweise erbracht werden. So hat zum Beispiel allein die Statik-Berechnung für die neue Stahlrohrtribüne gut 14 Tage in Anspruch genommen. Die Sicherheit der Zuschauer im Stadion hat schließlich absolut Vorrang. Aber die Prüfstatik haben wir jetzt vorliegen.“
„Und wie geht es nun konkret mit den Maßnahmen weiter?
Wackerbauer:Wie Sie ja schon erwähnt haben, laufen die Arbeiten für die Erweiterungen der Stehplätze bereits. Im Stadion werden sowohl an der West- als auch an der Ostseite weitere Stehstufen eingebaut. Dadurch können wir das Fassungsvermögen auf 5940 Plätze erhöhen. Entgegen unserer ursprünglichen Planungen wird nur eine, zusätzliche Stahlrohrtribüne installiert. Die wird an der Südseite aufgebaut und bietet Platz für 326 Sitzplätze.“
Und wann wird diese Tribüne fertig sein?
Wackerbauer: „Das wird noch dauern, weil erst jetzt die Pläne fertig gestellt worden sind und der Auftrag an die Firma Prölss vergeben wurde. Die Tribüne wird allerdings in einer Halle vormontiert und dann Ende Juli/Anfang August im Stadion montiert. Wenn zu diesem Zeitpunkt schon Eis aufgespritzt worden ist, muss der Kran eben aufs Eis.“
Und wie schaut es mit dem Umbau der Gaststätte aus?
Wackerbauer: „Das ist das geringste Problem, da müssen wir nur geringfügige Änderungen vornehmen. Der Raum wird nach Fertigstellung Platz für gut 400 Personen bieten und als so genannter VIP-Raum ausgewiesen.“
Bleiben noch die Umbaumaßnahmen außerhalb des Stadions.
Wackerbauer: „Auch in diesem Punkt sind alle Vorplanungen erledigt. Die Erstellung zweier neuer Notausgänge ist bereits genehmigt, auch die Zufahrtswege hinter dem Stadion müssen geteert werden. Und vor dem Eisstadion entsteht ja ein so genanntes Gastrohaus, in dem rund 300 Fans Platz finden werden. Das wird bestimmt eine tolle Sache.“ Laut den Vorgaben der Deutschen Eishockey Liga sollten alle Umbaumaßnahmen bis zum 1. September abgeschlossen sein.
Denken Sie, dass dieser Termin eingehalten werden kann?
Wackerbauer: „Wie schon erwähnt, das Wichtigste waren jetzt die Vorplanungen, die Genehmigungen und die Behördengänge. Alles andere wird jetzt Schritt für Schritt erledigt, die Aufträge sind erteilt. Und auch wenn am Bau in einer der beiden Volksfest-Wochen wohl nichts gearbeitet wird, gehe ich davon aus, dass wir spätestens bis zum Saisonstart am 8. September alles erledigt haben. Ich denke, mit diesem Fertigstellungstermin können alle leben.“
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Re: Straubing Tigers

Beitrag von CanadianOllie »

Zwei weitere Vertragsverlängerungen für die Tigers Stefan Mann und Andreas Gegenfurtner gehören zum DEL-Team
Die Straubing Tigers haben mit Stefan Mann und Andreas Gegenfurtner zwei weitere Spieler aus der Meistermannschaft übernehmen können und den DEL-Kader damit auf 23 Spieler erweitert Der 31-jährige Stürmer Mann zählte zu den Schlüsselspielern der Tigers in den vergangenen zwei Jahren und war maßgeblich am Aufstieg der Straubinger beteiligt. In den Play-offs der Saison 05/06 war Stefan Mann der drittbeste Scorer des Bundesliga-Meisters und DEL-Aufsteigers.
Insgesamt bestritt Stefan Mann bislang 122 Spiele für die Tigers (37 Tore, 72 Assists, 109 Punkte, 267 Strafminuten). Auch in der DEL ist Stefan Mann kein Unbekannter. 286 DEL-Spiele für Köln, Frankfurt und Nürnberg stehen für ihn zu Buche, in denen er 31 Tore erzielte und 43 Assists gab. Die Krönung war sicherlich der deutsche Meistertitel 1995 mit den Kölner Haien.
Zur kommenden Saison angesprochen meint der bullige Stürmer: “Wir stehen nicht so unter Druck wie als Top-Team der 2. Bundesliga. Aber ein Ziel ist auch klar: Wir wollen nicht Letzter werden. Ich habe das auch zu Jürgen und Herrn Kühnhackl gesagt. Ich unterschreibe bei keinem Team, das nur Kanonenfutter ist. Wir werden alles tun, um die Top-Teams Deutschlands erfolgreich ärgern zu können."


Ein Straubinger Eigengewächs ist der 22-jährige Torhüter Andreas Gegenfurtner, der seit 2002 in die Rolle des Back-ups geschlüpft ist und im DEL-Team die Nummer drei sein wird. In der abgelaufenen Saison kam Gegenfurtner auf sechs Spieleinsätze, in denen er 282 Minuten das Tor der Tigers hütete. Elf Gegentreffer bedeuteten dabei einen Gegentorschnitt von 2,34.
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Mr. Shut-out
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Re: Straubing Tigers

Beitrag von Mr. Shut-out »

Die neuen Gesichter der Tigers
Ein charakterstarker Familienmensch
Warum Straubings Center Tobias Abstreiter in seine Heimat zurückkehrt
(wel) Man hat in den letzten Jahren viele große Spieler in Straubing kommen und gehen sehen, Spieler von denen man vor ein paar Jahren allenfalls zu träumen gewagt hat. Und mit dem Aufstieg in die DEL kommen nun Spieler zu den Tigers, die man bisher nur am Fernseher bewundern durfte. Einer davon ist Tobias Abstreiter.
Der 36-jährige Landshuter spielt seit nunmehr fast 20 Jahren - mit nur einjähriger Unterbrechung - in der höchsten deutschen Eishockey-Liga und kommt alleine in der 1994 als Nachfolger der 1. Bundesliga gegründeten DEL auf 619 Spiele mit 111 Toren.
In den letzten Jahren galt Abstreiter als einer der renommiertesten deutschen Eishockey-Spieler, geformt von seinem großen Mentor Hans Zach in Köln und Kassel. „Tobi ist körperlich topfit und ein guter Teamspieler. Ganz stark ist sein Bully-Spiel, manchmal brauchte der charakterstarke Familienmensch aber noch etwas mehr Temperament", so der ehemalige Nationalcoach und jetzige Trainer der Hannover Scorpions.
Gleichwohl ist Abstreiter ein Vorbild auf und neben dem Eis, war zuletzt bei den Kassel Huskies auch Kapitän. „Ich denke, dass hat der Sepp Lehner in Straubing auch sehr gut gemacht", sagt der Neuzugang. „Ich stelle da jedenfalls keine Ansprüche." Dass er mit seiner Erfahrung freilich eine der Leitfiguren auch in Straubing wird, damit ist schon zu rechnen. „Wenn mir etwas auffällt,
werde ich das natürlich auch ansprechen. Aber erst einmal muss ich hier alles kennen lernen: Mannschaft, Trainer, Umfeld."
Bis 2004 war Abstreiter auch eine feste Größe im Nationalteam, bestritt 111 Länderspiele für Deutschland und war fünfmaliger Telnehmer bei Weltmeisterschaften und den Olympischen Spielen 1998 und 2002.
Dabei gilt der Center nicht als der große Torschütze und Vollstrecker, sondern vielmehr als Vorbereiter und harter Arbeiter, dessen große Stärke gerade das Bully-Spiel ist. Axel Kammerer, ehemaliger Co-Trainer unter Hans Zach, der auch Abstreiter unter seinen Fittichen hatte sagt: „Er hat ein ausgezeichnetes Passspiel, eine hervorragende Technik und ist sehr stark beim Bully." Letzteres wird auch durch Statistiken und Auszeichnungen deutlich. So lag seine Bully-Quote in der DEL immer bei rund 60 Prozent und er wurde auch zum besten Bully-Spieler der Eliteliga gewählt.

Neuer Lebensabschnitt
Nach acht Jahren in Kassel beginnt für Abstreiter nun ein ganz neuer Lebensabschnitt. Einer, der erst einmal stressig beginnt: „Wir sind zur Zeit mit dem Umzug beschäftigt. Dass ist bei diesem Wetter kein Spaß." Wenn das vorbei ist, liegt sein Lebensmittelpunkt (endlich) wieder in Niederbayern - ein wichtiger Grund für den Wechsel zu den Tigers. „Klar, was kann man sich schöneres wünschen als in der Heimat in der höchsten Liga seinem Beruf nachgehen zu können. Ich hatte schon auch Kontakte zu anderen Clubs, aber als mit Straubing und der DEL alles fix war, war für mich klar, dass ich nach Straubing wechseln werde."
Der Beginn dieses neuen Lebensabschnittes ist gleichzeitig auch verbunden mit dem schmerzhaften Ende in Kassel: Abstieg, Ärger mit Geschäftsführer Rainer Lippe, die Entlassung von Trainer Bernie Englbrecht. Das letzte Jahr nach vielen Erfolgen war bitter. „Das steckt natürlich auch im Frühjahr und Sommer noch in einem drin, so einfach ist das nicht. Aber irgendwann ist dieser Abschnitt einfach vorbei. Und wir stehen jetzt mit Straubing vor einer neuen, schweren Herausforderung, da brauche ich alle Kraft und Konzentration."
Und damit das so ist, steckt Abstreiter natürlich auch schon mittendrin in der Vorbereitung auf die neue Spielzeit. „Ich mache das gleiche Programm wie in den Jahren zuvor auch. Da geht es
jetzt viel um Ausdauer, da wird die Basis für die Eiszeit gelegt." Der Feinschliff beginnt ab Ende Juli, wenn sich die Mannschaft der Tigers ins Trainingslager aufmacht. „Gerade bei so vielen neuen Spielern ist das absolut sinnvoll, gerade auch für den Teamgeist", sieht der 36-Jährige diese bei Spielern nicht immer beliebte Maßnahme als höchst sinnvoll an.

„ So ähnlich wie in Kassel"
Als langjähriger DEL-Akteur ist Abstreiter die Eliteliga natürlich bestens bekannt und er weiß, dass die Aufgabe für die Tigers in der neuen Saison nicht einfach werden wird. „Wenn wir am Ende zwei Mannschaften hinter uns lassen würden, dann wäre das ein Erfolg. Im Prinzip ist das so ähnlich wie in Kassel vor der vergangenen Saison", weiß Abstreiter - mit einem Unterschied. „Es geht darum, sich in der Liga zu etablieren. Durch den Wegfall des Abstiegs ist das sicherlich einfacher. Wir müssen jedes Jahr versuchen, einen Schritt nach oben zu machen."
Und dabei wird Abstreiter noch länger mithelfen können, schließlich hat er einen Vertrag bis 2008 unterschrieben. Und für den Landshuter lässt sich Erfolg nicht nur über den Tabellenplatz definieren: „Es wäre schön, wenn die Euphorie in Straubing über den Winter hin genauso anhalten würde, wie sie in diesem Frühjahr war. Dann glaube ich könnten wir mit unseren Leistungen zufrieden sein."



„ Wichtiger Baustein für unser neues Team“
Jürgen Pfundtner über Stefan Mann und die Suche nach zwei torgefährlichen Ausländern
(wk) Was lange währt, wird endlich gut. Am Freitag hat mit Stefan Mann siehe auch nebenstehendes Interview) der elfte Spieler aus der Aufstiegsmannschaft der Tigers seine Unterschrift unter einen neuen Vertrag gesetzt. „Das ist ein wichtiger Baustein für unser neues Team, denn ich traue Stefan durchaus die Rolle als defensiver Außen im ersten Block zu. Ich weiß aus vielen Gesprächen mit Akteuren auswärtiger Mannschaften, dass alle gegen Mann sehr, sehr ungern spielen. Deshalb bin ich froh", so Tigers-Geschäftsführer Jürgen Pfundtner, „dass er auch nächste Saison unserem Team spielt".
Damit ist in punkto Personalplanung auch klar, dass die Tigers das Abenteuer DEL vorerst mit nur zehn Ausländern angehen werden. „In Absprache mit Trainer Erich Kühnhackl wollen wir uns zwei Optionen offen halten. Viele Beispiele aus der Vergangenheit zeigen, dass durch Verletzungen, Krankheiten oder andere Dinge immer irgendwelche Unwägbarkeiten lauern. Und dann ist man froh, wenn man noch eine Kontingent-Stelle offen hat", so Pfundtner. Zur Komplettierung des Kaders fehlen den Straubingern demnach noch zwei Stürmer.
Und auch in dieser Hinsicht gibt es neue Nachrichten. „In den Markt ist Bewegung gekommen, es sind derzeit einige interessante Kanidaten zu haben", erzählt Pfundtner. Die Schwierigkeit dabei: Die Verantwortlichen der Tigers beschreiten auch auf diesem Gebiet Neuland. Dazu der Sportliche Leiter: „Es geht in erster Linie darum, neben den von Agenten gelieferten Angaben wie zum Beispiel Statistiken und Beschreibungen zur Person andere Informationen einzuholen. Wir wollen schließlich nicht die Katze im Sack kaufen, sondern uns eingehend Material über den Kandidaten beschaffen." Das erfordert viel Zeit und Mühe und deshalb erwartet Pfundtner auch keine schnelle Entscheidung.
Zu berücksichtigen gilt es auch den finanziellen Aspekt. „Jetzt bedienen sich erst einmal die großen Clubs aus der DEL und dem benachbarten Ausland, dann erst kommen wir dran." Dem Duo Kühnhackl und Pfundtner ist allerdings bewusst, dass man bei dem zu verpflichtenden Duo für die erste Sturmreihe nicht nur ans Sparen denken darf. „Wir haben schon genug Fragezeichen in unserer Mannschaft und wissen, dass der Center und der Außen für den Paradeblock - unseren Verhältnissen angemessen - zwei überdurchschnittlich gute Leute sein sollten." Um diesen Job ist Pfundtner nicht zu beneiden, trotzdem gibt er sich zuversichtlich: „Wir werden unser Bestmögliches tun, Wunderstürmer können wir allerdings auch nicht herbeizaubern."

Nordamerikanische Linie
Klar ist indes die Marschrichtung für die sportliche Leitung. „Wir suchen Kandidaten aus Nordamerika. Nur wenn alle Stricke reißen, denken wir auch über ein Duo aus Osteuropa nach", sagt Jürgen Pfundtner. Im Blickpunkt des Sportlichen Leiters stehen „ungefähr eine Hand voll Angreifer aus der American Hockey League". Gezielt gesucht wird ein spiel- und laufstarker Center und ein robuster Rechtsaußen. Wenn möglich sollen beide Kontingent-Stürmer natürlich auch über Scorer-Qualitäten verfügen. „In der Theorie wissen wir schon, was wir brauchen. Doch erst die Zukunft wird zeigen, ob wir unsere Pläne auch in die Tat umsetzen können", so der Geschäftsführer der Tigers.
Verworfen hat man vorerst den Plan, erst im Trainingslager während eines so genannten Try-out-Camps die letzten beiden Stellen im Kader zu besetzen. „Auf dieses Spielchen wollen wir uns aus den verschiedensten Gründen nicht unbedingt einlassen. Wir werden jetzt alles daran setzen, die beiden Angreifer noch vor dem 1. August unter Vertrag zu nehmen. Trainer Kühnhackl will nach Möglichkeit zum Trainingsauftakt den Kader komplett haben", sagt Pfundtner.
Stichwort Auftakt: Alle Spieler müssen bekanntlich bis zum 28. Juli in Straubing eingetroffen sein, dann stehen neben der Einkleidung sofort die medizinischen Tests auf dem Plan. Schon drei Tage später geht es ab ins Trainingslager nach Tschechien. In Sokolov wird sich Chefcoach Erich Kühnhackl dann vom 31. Juli an einen ersten Überblick über den Fitness-Zustand seiner Akteure auf dem Eis machen können. Am 6. August kehrt die Mannschaft nach Straubing zurück, wo ab 7. August Eis im Stadion am Pulverturm zur Verfügung stehen soll.




DAS AKTUELLE INTERVIEW
Die DEL ist neugierig auf uns"
Stefan Mann, Stürmer der Straubing Tigers
Mit Stefan Mann hat der elfte Spieler der Meistermannschaft bei den Tigers seinen Vertrag verlängert. Nach den Stationen Köln, Frankfurt und Nürnberg zwischen 1994 und 2001 kehrt einer der Schlüsselspieler im Tigers-Team in die DEL zurück. Warum sich der 31-Jährige noch einmal der Herausforderung in der höchsten Spielklasse stellt, verriet er im Gespräch mit dem Straubinger Tagblatt.
Stefan, die Vertragsverlängerung ist perfekt. Was gab letztendlich den Ausschlag für Straubing?
Stefan Mann: „Die gute Perspektive. Nach Vizemeisterschaft und Meisterschaft spielen wir jetzt in der DEL, können uns mit den besten Mannschaften in Deutschland messen. In Mannschaft und Verein hat bislang alles gepasst, auch wirtschaftlich. Es wurden hier gute Voraussetzungen geschaffen und noch einmal in der höchsten Klasse spielen zu können, war für mich ausschlaggebend, mich aus sportlichen Gründen für Straubing zu entscheiden."
Nach Köln ist Straubing der erste Club in Ihrer Karriere, bei dem Sie drei Spielzeiten hintereinander spielen werden. Was ist denn so besonders an Straubing?
Mann: „In Köln war ich ähnlich erfolgreich wie in Straubing, nur in umgekehrter Reihenfolge. Dort habe ich im ersten Jahr die deutsche Meisterschaft gefeiert, im zweiten wurden wir Vizemeister, im dritten schieden wir allerdings frühzeitig in den Playoffs aus. Wichtig ist, dass es in der Mannschaft stimmt. Entscheidend sind für mich die Voraussetzungen um Eishockey zu spielen, ich verbringe hier ja schließlich keinen Urlaub. Wenn ich mich entscheide, acht Monate bei einem Club zu bleiben, dann muss auch das Umfeld in Ordnung sein."
Was erwartet die Tigers in der DEL und welche persönliche Erwartungen haben Sie in der neuen Spielzeit?
Mann: „Straubing wird in der DEL Neugierde wecken. Bei den Zuschauern und den Spielern der anderen Clubs. Wer kommt da, wer ist das? Wir selbst haben es in diesem Jahr leichter, weil wir nichts zu verlieren haben und auch nicht absteigen können. Wir stehen nicht so unter Druck wie als Top-Team der 2. Bundesliga. Aber ein Ziel ist auch klar: Wir wollen nicht Letzter werden. Ich habe das auch zu Jürgen (Pfundtner, Anm. d. Red.) und Herrn Kühnhackl gesagt, Ich unterschreibe bei keinem Team, das nur Kanonenfutter ist. Wir werden alles tun, um die Top-Teams Deutschlands erfolgreich ärgern zu können. Für mich ist es zudem eine Herausforderung zu beweisen, nochmals in der höchsten Klasse mithalten zu können. Für Straubing ist der Aufstieg ein Fortschritt, das sieht man auch an der ganzen Modernisierung des Stadions. Und ich bin sicher, wir wecken auch die Neugierde unserer Zuschauer auf die DEL."
Jetzt hat es ja im Gegensatz zum Vorjahr ziemlich lange gedauert, bis Sie in Straubing unterschrieben haben. Es gab Gerüchte, dass Sie sich nicht mit Trainer Erich Kühnhackl verstehen? Alles nur Gerüchte oder ist da was dran?
Mann: „Das sind alles nur Gerüchte. Ich kenne Herrn Kühnhackl seit meiner Zeit bei der Junioren-Nationalmannschaft. In der U20 war er drei Jahre lang mein Trainer. Das ist jetzt elf, zwölf Jahre her, jeder hat sich weiterentwickelt und ist seinen Weg gegangen. Sie dürfen sicher sein, wenn es von Seiten Erich Kühnhackls eine Antipathie mir gegenüber geben würde, dann hätte er mich nicht im Team haben wollen und andererseits, wenn ich Probleme mit Herrn Kühnhackl hätte, dann hätte ich keine Lust gehabt, mir das hier anzutun."

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Spanier
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Re: Straubing Tigers

Beitrag von Spanier »

DEL-Aufsteiger Straubing Tigers engagiert AHL-Stürmer Cam Severson

DEL-Aufsteiger Straubing hat die vorletzte Position im Kader besetzt: Vom AHL-Club Syracuse Crunch kommt der Außenangreifer Cam Severson. Der 27-jährige Kanadier spielte in der abgelaufenen Saison für die AHL-Teams Omaha und Syracuse sowie für die Columbus Blue Jackets in der NHL. In insgesamt 68 AHL-Spielen gelangen ihm 17 Tore. „Cam ist zwar kein überragender Scorer, aber er ist groß, kräftig und gilt als sehr defensiv-stark“, so Straubings Sportlicher Leiter Jürgen Pfundtner.

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Mr. Shut-out
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Re: Straubing Tigers

Beitrag von Mr. Shut-out »

Cam Severson Center
Born Aug 15 1978 -- Canora, SASK
Height 6.02 -- Weight 222 -- Shoots L
Selected by San Jose Sharks round 8 #192 overall 1997 NHL Entry Draft



Regular Season Playoffs
Season Team Lge GP G A Pts PIM GP G A Pts PIM
1993-94 Kamloops Blazers WHL 2 0 0 0 0 -- -- -- -- --
1994-95 Kamloops Blazers WHL 30 4 1 5 40 -- -- -- -- --
1994-95 Swift Current Broncos WHL 15 2 1 3 16 6 0 0 0 2
1995-96 Swift Current Broncos WHL 32 6 4 10 40 -- -- -- -- --
1995-96 Lethbridge Hurricanes WHL 27 2 4 6 45 4 2 0 2 8
1996-97 Lethbridge Hurricanes WHL 45 12 13 25 169 -- -- -- -- --
1996-97 Prince Albert Raiders WHL 16 5 13 18 54 4 4 0 4 8
1997-98 Prince Albert Raiders WHL 41 23 25 48 129 -- -- -- -- --
1997-98 Spokane Chiefs WHL 23 9 11 20 88 18 11 4 15 51
1998-99 Spokane Chiefs WHL 46 16 17 33 190 -- -- -- -- --
1998-99 Oklahoma City Blazers CHL 5 6 3 9 4 10 4 0 4 26
1999-00 Louisiana IceGators ECHL 7 0 2 2 22 -- -- -- -- --
1999-00 Peoria Rivermen ECHL 56 19 8 27 138 18 3 4 7 41
2000-01 Quad City Mallards UHL 46 22 26 48 129 -- -- -- -- --
2000-01 Portland Pirates AHL 8 0 0 0 11 -- -- -- -- --
2000-01 Cincinnati Mighty Ducks AHL 20 4 7 11 60 3 1 1 2 0
2001-02 Hartford Wolf Pack AHL 65 11 10 21 116 5 0 0 0 7
2002-03 Cincinnati Mighty Ducks AHL 71 12 9 21 156 -- -- -- -- --
2002-03 Anaheim Mighty Ducks NHL 2 0 0 0 8 1 0 0 0 0
2003-04 Cincinnati Mighty Ducks AHL 38 7 7 14 145 -- -- -- -- --
2003-04 Anaheim Mighty Ducks NHL 31 3 0 3 50 -- -- -- -- --
2004-05 Milwaukee Admirals AHL 63 6 8 14 255 4 0 0 0 12
2005-06 Omaha Ak-Sar-Ben Knights AHL 54 13 7 20 146 -- -- -- -- --
2005-06 Columbus Blue Jackets NHL 4 0 0 0 5 -- -- -- -- --
2005-06 Syracuse Crunch AHL 12 4 3 7 28 3 0 0 0 21
NHL Totals 37 3 0 3 63 1 0 0 0 0


Die vielen Strafzeiten könnten ein Problem werden.

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Mr. Shut-out
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Re: Straubing Tigers

Beitrag von Mr. Shut-out »

Der Spieler für die gröberen Angelegenheiten ist gefunden
Cam Severson: Ein Mann wie ein Baum

Kanadische Kraftpaket mit NHL-Erfahrung stürmt in neuer Saison für die Tigers
(wk) Manchmal kann man aus der Not eine Tugend machen: Mangels bezahlbarer Alternativen auf der Center-Position haben sich die Straubing Tigers bei der Besetzung der vorletzten Ausländer-Position für einen Außenstürmer der besonderen Art entschieden: Cam Severson, 1.88 Meter großes und knapp 100 Kilo schweres Kraftpaket aus Kanada, soll in der ersten DEL-Saison die gröberen Angelegenheiten beim Aufsteiger übernehmen.
Und dafür scheint der 27-jährige Außenangreifer, der zuletzt in der Amercian Hockey League für Omaha und Syracuse aktiv war, prädestiniert. In den letzten Jahren sammelte der bullige Stürmer, der im übrigen auch Center spielen kann, nämlich immer pro Saison rund 150 Strafminuten im Schnitt. „Cam ist kein Kind von Traurigkeit.
Er ist ein Brecher-Typ, der hart arbeitet und für die anderen den Weg frei macht“, so Tigers-Geschäftsführer Jürgen Pfundtner. Beim Blick auf den aktuellen Kader ist dem Sportlichen Leiter in den letzten Tagen eines aufgefallen: „Wir sind speziell im Angriff zum einen im Schnitt etwas zu klein und zum anderen zu brav. Darum haben wir uns jetzt für Severson entschieden, der zwar kein überragender Scorer, aber dafür ein eminent defensiv-starker Stürmer ist.“ Und mit Blick auf die größtenteils excellent besetzten Paradereihen der künftigen Gegner der Tigers erscheint es durchaus sinnvoll, verstärkt das Augenmerk auf die Defensive zu richten. „Unsere erste Reihe wird mehr, als ihr lieb ist, mit Aufgaben in der Rückwärtsbewegung beschäftigt sein. Die eigene Offensiv-Power wird da zwangsläufig nicht die große Rolle spielen“, sagt Pfundtner. Damit wird auch der Eishockey-Philosophie von Trainer Erich Kühnhackl Rechnung getragen, der größten Wert auf die Arbeit in der eigenen Zone legt. „Für mich war wichtig, dass er als Teamplayer bekannt ist“, sagt Erich Kühnhackl, „denn wir als Aufsteiger können in der Liga einzig und allein als Team bestehen“.
Freilich, auch Cam Severson kann Tore machen. Das hat er zuletzt in der AHL bewiesen. In insgesamt 68 Spielen für Omaha und Syracuse gelangen ihm 17 Treffer. Darüber hinaus wurde er für vier Spiele ins NHL-Team der Columbus Blue Jackets berufen. In der Spielzeit 2003/04, also im Jahr vor dem Lockout, waren es sogar 31 (!) Einsätze in der besten Liga der Welt bei den Anaheim Mighty Ducks. Wahrlich beachtliche Referenzen. Dazu Jürgen Pfundtner: „Ganz ehrlich, ich hätte vor einigen Wochen nicht gedacht, dass wir so einen Spieler im besten Alter und mit unseren finanziellen Möglichkeiten nach Straubing holen können.“
Allerdings: Wunderdinge sollte man von Severson nicht erwarten. Es ist fraglich, ob er aufgrund seiner Körpergröße und seines Gewichts auf der großen Eisfläche in Europa zurechtkommt. Das weiß auch der Sportliche Leiter. „Natürlich gibt es einige Fragezeichen, aber dieses Risiko hat man bei jedem Neuen aus Übersee. Wir haben nicht die große Kohle und die super Auswahl, deshalb sollten wir uns freuen, so einen Mann wie Severson bekommen zu haben.“
Ü brigens: Severson wird bereits am Montag ins Flugzeug steigen, am Dienstag in Straubing ankommen und dann sofort ins Trainingslager der Tigers nach Sokolov fahren. Ein anderer wird in Tschechien allerdings noch nicht dabei sein, nämlich der (vorerst) letzte Neuzugang der Straubinger. „Wir sind weiter am Verhandeln und versuchen alles, was möglich ist. Aber die Situation auf dem Markt ist sehr schwierig, das sieht man zum Beispiel auch an so einer Verpflichtung wie sie die Kölner Haie mit Sean Tallaire aus Ingolstadt getätigt haben“, sagt Jürgen Pfundtner. Nach jetzigem Stand der Dinge werden die Tigers noch einen klassischen Rechtsaußen holen. Stellt sich nur die Frage, wer dann Center im ersten Block spielen soll? „Mit Stefan Mann, Aron Fox und Cam Severson haben wir jetzt drei Leute, die Mittelstürmer und Linksaußen spielen können. Da sehe ich kein Problem“, so Straubings Sportlicher Leiter.





Eishockey im Kopf, die Berge im Herzen
Mit Markus Jocher kommt ein Allrounder, der in DEL nur für Spitzenclubs aktiv war
(lü) Markus Jocher hat etwas geschafft, was bisher nur wenigen Eishockey-Spielern in Deutschland gelungen ist: dreimal deutscher Meister mit drei verschiedenen Vereinen zu werden. Und dabei ist er erst 27. Zudem kann der 1,76 Meter kleine und 75 Kilogramm leichte Verteidiger auch im Sturm eingesetzt werden. Und er ist Rechtsschütze – solche Spieler sind gefragt. Spätestens jetzt wird man hellhörig: drei Titel, die letzten fünf Jahre in Köln und Frankfurt bei Top-Teams unter Vertrag, hinten und vorne einsetzbar, mit 27 Jahren auf dem Höhepunkt seiner Karriere – was will so ein Spieler in Straubing, bei einem Aufsteiger? Die Antwort ist ganz einfach: „Ich wollte einfach wieder nach Bayern, einfach näher an zu Hause sein.“ Näher an zu Hause sein... Markus Jocher ist in Garmisch-Partenkirchen zu Hause, unter der Zugspitze. Wer hier aufgewachsen ist, der kommt nicht los von diesem Flecken Erde. Den zieht es immer wieder zurück. Zu den Wiesen, in die Wälder, in die Berge. „Ja, ich habe meine Wurzeln in Garmisch“, sagt er. „Für mich war von Anfang an klar, dass ich nach meiner Karriere wieder nach Hause zurück komme.“ Wie so vieles im Leben von Markus Jocher ganz klar ist: Er ist zwar noch nicht verheiratet, aber sein Herz hat er längst verschenkt. Und er weiß schon lange, dass er einmal das Nähmaschinen-Geschäft führen wird, das seine Eltern aufgebaut haben. Das Rüstzeug dafür hat er sich in jungen Jahren mit Lehren als Einzelhandelskaufmann und Mechaniker erworben. Und nebenbei an seiner Eishockey-Karriere gearbeitet. In der Saison 97/98 gab er sein Debüt in der ersten Mannschaft, in der Verteidigung des SC Riessersee, an der Seite von Sepp Lehner. „Ja, wir kennen uns ganz gut“, sagt Jocher mit einem Schmunzeln. Klar, zwei Garmischer, zwei Naturburschen, zwei Verteidiger. Seit vier Wochen sind die beiden im Olympiaeisstadion regelmäßig auf Eis. „Für mich ist das ganz wichtig“, sagt Jocher.
„ Ich habe mich letzte Saison schon nach elf Spielen schwer an der Schulter verletzt. Danach war die Saison für mich fast gelaufen. Ich kam nur noch dreimal zum Einsatz.“ Dafür gab es für ihn heuer keine Sommerpause. „Ich habe durchtrainiert.“ Keine Frage, Markus Jocher ist fit. Eine Grundvoraussetzung für einen Spieler wie ihn. Er muss kämpfen, in jedem Spiel von der ersten bis zur letzten Minute alles geben. Das einfache, klare Spiel ist seine Stärke. Technisch, spielerisch sind seine Fähigkeiten begrenzt, auch mit seinem Torriecher ist es nicht weit her. Fünf Tore in sieben DEL-Jahren sagen alles. Trotzdem ist Jocher ein gefragter Mann, gerade bei Spitzenteams. Er ist universell einsetzbar, er ist sich für keine Drecksarbeit zu schade und – ganz wichtig – er ist keiner, der sich beklagt. „Egal, wo mich der Trainer hinstellt, ich tue mein Bestes, ich gebe einfach alles, alles was ich habe. Mehr geht nicht.“ Darum ist ihm auch vor seiner neuen Aufgabe in Straubing nicht bange. „Angst kenne ich gar nicht. Das gibt es nicht für mich. Nicht auf dem Eis.“ Dass es aber eine neue Situation für ihn sein wird, ist ihm schon klar. Damals in Landshut und München oder zuletzt in Köln und Frankfurt sprach man in der Kabine vom Titelgewinn, war Jocher ein Ergänzungsspieler. Dort gaben Spieler wie McLlwain, Norris oder Lebeau den Ton an. In Straubing wird das anders sein, hier heißen die Führungsspieler Abstreiter und Oswald. Was für Jocher aber kein Nachteil ist: „Das sind absolute Charakterspieler. Die sind mit dem Herzen dabei. Die wissen, dass man Blut schwitzen muss, um in der DEL etwas zu reißen.“ Und solche Spieler braucht das Team, braucht Trainer Erich Kühnhackl. Mit dem hat Jocher schon 20010/2001 in Erding zusammen gearbeitet. „Ein guter Trainer. Sehr hart, aber immer fair.“ Der Trainer ist für Jocher kein Problem. Schlimmer wäre es, wenn er in seiner neuen Wohnung nur Straßen um sich hätte, viele Autos und jede Menge Beton. Die gibt es in Straubing nicht. Er wohnt in der Eichendorffstraße, hat viele Bäume um sich und nicht weit bis auf die Felder hinaus nach Alburg oder Aiterhofen. „Die Wohnung ist optimal“, freut sich Markus Jocher. „Hier kann man’s aushalten.“ Zumindest für neun Monate. Dann geht's wieder nach Hause. Unter die Zugspitze. In die Berge.

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Re: Straubing Tigers

Beitrag von Mr. Shut-out »

Straubing Tigers holen mit Stürmer Per Eklund schwedischen Routinier

DEL-Aufsteiger Straubing Tigers hat die vorerst letzte Kontingentstelle im Angriff besetzt: Vom schwedischen Elitserien-Club Djurgardens Stockholm kommt Routinier Per Eklund. Der inzwischen 36-jährige Rechstaußen schoss in der abgelaufenen Spielzeit 17 Tore für Djurgardens und zählte damit zu den Top-Torschützen der gesamten Liga. „Wir sind davon überzeugt, dass Eklund aufgrund seiner großen Erfahrung und seiner Spiel-Intelligenz uns als Aufsteiger helfen kann“, so Straubings Sportlicher Leiter Jürgen Pfundtner.



Per Eklund Right Wing
Born Jul 9 1970 -- Sollentuna, Sweden
Height 5.11 -- Weight 194 -- Shoots R
Selected by Detroit Red Wings round 7 #182 overall 1995 NHL Entry Draft



Regular Season Playoffs
Season Team Lge GP G A Pts PIM GP G A Pts PIM
1994-95 Djurgardens IF Stockholm SEL 40 19 10 29 20 3 1 1 2 4
1995-96 Djurgardens IF Stockholm SEL 39 17 10 27 18 1 0 0 0 0
1996-97 Djurgardens IF Stockholm SEL 50 20 16 36 14 4 1 0 1 0
1997-98 Adirondack Red Wings AHL 73 21 29 50 12 3 0 0 0 0
1998-99 Djurgardens IF Stockholm SEL 48 14 9 23 49 4 0 0 0 0
1999-00 Djurgardens IF Stockholm SEL 50 20 13 33 38
2000-01 Krefeld Penguins DEL 60 14 12 26 8
2001-02 Linkoping HC SEL 50 16 18 34 16
2002-03 Linkoping HC SEL 50 7 27 34 56
2003-04 Linkoping HC SEL 50 15 17 32 24 5 1 3 4 0
2004-05 Linkoping HC SEL 49 6 9 15 18 6 0 0 0 2
2005-06 Djurgardens IF Stockholm SEL 50 17 8 25 24


Zwar schon 36, aber für Straubing eine sehr gute Verpflichtung. Glückwunsch. :-P

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schmidl66
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Re: Straubing Tigers

Beitrag von schmidl66 »

Wahrscheinlich genau der, den die Panther letztes Jahr wollten... haben sich dann im Namen vertan: Per... Christian... Ach den Eklund halt :icon_mrgreen:
Wer mit dem Finger auf Andere zeigt, sollte bedenken, dass dabei drei Finger auf sich selbst gerichtet sind!
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Der Rentner
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Re: Straubing Tigers

Beitrag von Der Rentner »

Beim Namen Eklund habe ich erst mal gezuckt. Aber Spass bei Seite, denke, dass es für Straubing eine gute Verpflichtung ist, wenn der Herr das Tempo und die Spielweise mitgehen kann. In der AHL konnte er es ja schon einmal sehr anständig, auch in der DEL. Ist halt nur schon ein paar Jährchen her.
Gruß,
Der Rentner
Nur weil ich paranoid bin, heißt das nicht, dass sie nicht hinter mir her sind!
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