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Thema: Ernährungsformen - Allesfresser, Vegetarier, Veganer, oder ganz was anderes.

  1. #1
    Hockeygott
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    Standard Ernährungsformen - Allesfresser, Vegetarier, Veganer, oder ganz was anderes.

    So, Ich erstelle mal schnell das Thema, ohne groß was dazu zu schreiben. Das hole ich im Laufe des Tages nach. Das könnte etwas länger werden und ich muß jetzt erstmal arbeiten gehen. Wer dazu was zu sagen hat, kann natürlich ohne meine Einleitung loslegen.

    Zur Einordnung: Ich bin Allesfresser, allerdings seit mehreren Jahren mit der Tendenz deutlich weniger Fleisch zu verzehren und generell beim Einkauf darauf zu achten, was man da kauft und wo es her kommt. Frisch kochen ist zu 95% sowieso ein Muss und ist eigentlich für jeden darstellbar, egal wie wenig Zeit man vermeintlich hat. Und ich finde Veganer-, bzw. Vegetarier-Bashing unfassbar dumm.
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  2. #2
    All-Star
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    Standard AW: Ernährungsformen - Allesfresser, Vegetarier, Veganer, oder ganz was anderes.

    Zitat Zitat von djrene Beitrag anzeigen
    Zur Einordnung: Ich bin Allesfresser, allerdings seit mehreren Jahren mit der Tendenz deutlich weniger Fleisch zu verzehren und generell beim Einkauf darauf zu achten, was man da kauft und wo es her kommt. Frisch kochen ist zu 95% sowieso ein Muss und ist eigentlich für jeden darstellbar, egal wie wenig Zeit man vermeintlich hat.
    Ditho, ditho, ditho

    TKP ab und an mal, aber dann die vom Gustavo (die ist wirklich sensationell für eine TKP). Ansonsten zu 95 % frisch gekocht, auch ohne Thermomix. Einfach nur mit Pfanne und Herd und verschiedenen Gewürzdosen (keine Mischungen )

    Ich bin echt immer wieder verwundert, mit was die verschiedenen Leute alles ankommen, wenn man mal zusammen grillt. Echt irre. Und die reden dann auch noch davon dass die fertigen SpareRibs vom Aldi itat "echt super lecker sind"
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  3. #3
    All-Star
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    Standard AW: Ernährungsformen - Allesfresser, Vegetarier, Veganer, oder ganz was anderes.

    Zitat Zitat von Cassy O'Peia Beitrag anzeigen


    auch ohne Thermomix.

    Was soll an einem Thermomix negativ sein, weil du es so betonst "frisch gekocht, ohne Thermomix"?
    Kann ich mit Thermomix nicht frisch und gesund kochen? Oder versteh ich dich grundlegend falsch?
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  4. #4
    All-Star
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    Standard AW: Ernährungsformen - Allesfresser, Vegetarier, Veganer, oder ganz was anderes.

    Nein, kannst du natürlich, jedoch fehlt mir da die handwerkliche Betätigung.
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  5. #5
    All-Star
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    Standard AW: Ernährungsformen - Allesfresser, Vegetarier, Veganer, oder ganz was anderes.

    Zitat Zitat von djrene Beitrag anzeigen
    Frisch kochen ist zu 95% sowieso ein Muss und ist eigentlich für jeden darstellbar, egal wie wenig Zeit man vermeintlich hat.

    Gut geht auch ohne Thermomix aber praktisch soll es durchaus sein. Nicht umsonst geht in der gehobenen Gastro hier nur noch wenig ohne... wie auch immer, gibt genug handwerkliche Betätigung in einer Küche auch mit Thermomix im Einsatz. Aber war jetzt kein Kritikpunkt, nur Interesse an deiner Aussage, was hier letztlich dahinterstecken mag.

    Edit an Rene: Ich hatte schon Leute in meinem Freundeskreis die schon Probleme beim Nudel kochen haben ^^
    Es ist grundsätzlich für jeden möglich, klar aber ohne die richtige Muse und Equipment nicht immer der Burner. Ich hab schon ein paar Gastroküchen gesehen und teils geht dir eben das Herz auf und teils sträuben sich die Haare auf.

    Highlights ist für mich mittlerweile grillen, nachdem sich meine Familie einen richtig geilen Steingrill gebaut hat
    Ja so etwas hätte ich auch gerne persönlich, fehlt nur der eigene Garten
    Geändert von el_bart0 (31.01.2022 um 11:15 Uhr)
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  6. #6
    Hockeygott
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    Standard AW: Ernährungsformen - Allesfresser, Vegetarier, Veganer, oder ganz was anderes.

    Nur kurz: Der Thermomix wird in der Profiküche gänzlich anders verwendet als in den meisten Haushaltsküchen. Mir ist mein Geld für sowas zu schade. Ich brauch keinen und ich will keinen und was ich wirklich will kann er eh nicht.
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  7. #7
    All-Star
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    Standard AW: Ernährungsformen - Allesfresser, Vegetarier, Veganer, oder ganz was anderes.

    Ich hab meinen Fleisch und Fisch Konsum auch drastisch reduziert. Wer selber die Pfanne schwingt kann auch ohne totes Tier leckere Gerichte zaubern.
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  8. #8
    All-Star
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    Standard AW: Ernährungsformen - Allesfresser, Vegetarier, Veganer, oder ganz was anderes.

    Zitat Zitat von djrene Beitrag anzeigen
    Nur kurz: Der Thermomix wird in der Profiküche gänzlich anders verwendet als in den meisten Haushaltsküchen. Mir ist mein Geld für sowas zu schade. Ich brauch keinen und ich will keinen und was ich wirklich will kann er eh nicht.
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  9. #9
    All-Star
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    Standard AW: Ernährungsformen - Allesfresser, Vegetarier, Veganer, oder ganz was anderes.

    Also auch kein Sous Vide garen? Kombidämpfer?
    Ja unglaublich teuer und sicher kriegt man das auch anders hin. Man braucht es nicht unbedingt aber so ein Kombidämpfer ist halt schon sehr praktisch.
    Klar könnte ich Geld scheißen würde ich mir das auch in die eigene Küche stellen.
    Oder privat sich selbst Dry Aged Beef zu produzieren, alles durchaus geil.
    Aber was rede ich, bei mir reichts ja nicht einmal für nen anständigen Gaming PC

    Bin übrigens Allesfresser und denke da schon lange drüber nach wie unvernünftig mein übermäßiger Fleischgenuss eigentlich ist. Ist fast wie mit dem Rauchen, man wird sich der Sachlage dessen irgendwann bewusst, tut sich aber schwer effektiv etwas dran zu ändern. Eine ausgewogene Ernährung ist schon wirklich nicht zu unterschätzen und natürlich enorm wichtig für den Körper. Es aber nicht nur zu wissen, sondern auch richtig umgesetzt zu bekommen, ja guter Thread.
    Geändert von el_bart0 (31.01.2022 um 12:55 Uhr)
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  10. #10
    All-Star
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    Standard AW: Ernährungsformen - Allesfresser, Vegetarier, Veganer, oder ganz was anderes.

    Zitat Zitat von djrene Beitrag anzeigen
    Und ich finde Veganer-, bzw. Vegetarier-Bashing unfassbar dumm.

    Wobei es auch hier einen ungesunden Ernährungsweg gibt und wenn diese User dann mit dem Finger auf andere zeigen, so kommt eins zum anderen. Gewisse Fette braucht der Körper einfach und manche Menschen übertreiben hier richtig hart. Klar kann vieles auf pflanzlicher Basis zugeführt werden aber ein guter Mittelweg aus Fleisch/Fisch 1-2x per Week ist nicht so schlecht. Wenn es per se um die Massentierhaltung geht, vollste Zustimmung das hier einige Veganer/Vegetarier werden. Erst letztens den Bericht über Tönnies gesehen, da wirds dir ganz anders und der ist ja nur einer unter vielen Produzenten.
    Es sollte grundsätzlich aber möglich sein auch im Einklang mit dem Tierwohl Fleisch zu konsumieren, um nur einen Punkt zu nennen.
    Geändert von el_bart0 (31.01.2022 um 13:12 Uhr)
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  11. #11
    All-Star
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    Standard AW: Ernährungsformen - Allesfresser, Vegetarier, Veganer, oder ganz was anderes.

    Wobei man bei Fisch schon aufpassen sollte. Allein der Beifang der elendig verrecken muss sollte einen daran hindern aus dem Meer gefangenen Fisch zu konsumieren. Das die Fische aus dem Meer auch giftig sind (gerade die Räuber) sollte man auch nicht vergessen. Thunfisch und so.
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  12. #12
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    Standard AW: Ernährungsformen - Allesfresser, Vegetarier, Veganer, oder ganz was anderes.

    Zitat Zitat von djrene Beitrag anzeigen
    Nur kurz: Der Thermomix wird in der Profiküche gänzlich anders verwendet als in den meisten Haushaltsküchen. Mir ist mein Geld für sowas zu schade. Ich brauch keinen und ich will keinen und was ich wirklich will kann er eh nicht.
    so dachte ich auch immer. Inzwischen würde ich ihn nicht mehr hergeben wollen. Und wie du schon geschrieben hast, ich nehme ihn oft als Unterstützung zum normalen kochen. gerade Suppen, Soßen oder auch Aufstriche obsolut top. Gerade auch zum grillen dazu.

    Ansonsten ist meine Frau Vegetarierin, wodurch ich oft ihr Gericht auch mitesse. Aber sie macht auch Gerichte, bei denen ich dann Fleisch dazu esse. Fleisch regional, wie z.B. vom Schäfer vor der Haustür. Insgesamt könnte ich darauf aber verzichten, auf Fisch aber nicht. Und da ist er am besten selbst gefangen.
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  13. #13
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    Standard AW: Ernährungsformen - Allesfresser, Vegetarier, Veganer, oder ganz was anderes.

    Zitat Zitat von djrene Beitrag anzeigen
    Ich brauch keinen und ich will keinen und was ich wirklich will kann er eh nicht.
    Naja, ne halbe Sau und ne Schubkarre voll Pommes passt ja so gut wie nirgends rein


    Aber ernsthaft: ich hab auch keinen, aber habe bei einigen schon gesehen, dass der durchaus mehr als nützlich sein kann.
    Frisch ist natürlich auch bei uns oberste Maxime.
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  14. #14
    Hockeygott
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    Standard AW: Ernährungsformen - Allesfresser, Vegetarier, Veganer, oder ganz was anderes.

    Also, nun mal meine Sicht der Dinge:

    Es sollte jedem klar sein, daß analog zu unserer Energierzeugung via Verbrennung, ein weiter so, fatale Folgen haben wird. Fleischerzeugung ist wesentlich Energie- und Schadstoffintensiver als die Erzeugung Pflanzlicher Nährstoffe. Das ist so und muß nicht extra diskutiert werden. Die Frage ist in meinen Augen, wie man damit umgeht, denn anders als bei der Energie, wo letztendlich Wärme einfach Wärme als Endprodukt ist, haben wir es hier mit etwas zu tun, das wir unserem Körper direkt zuführen. Auch deswegen ist hier sicherlich überzeugen auf die sanfte Art, sinnvoller als mit dem Holzhammer. Wie erwähnt, ich esse auch Fleisch und tue das gerne, aber eben deutlich seltener als früher. All you can eat Buffets oder diese XXL-Gasthäuser, bei denen letztendlich riesige Mengen an Lebensmitteln weggeworfen werden - das ist nicht lustig. Es ist schon wenig zielführend, pflanzliche Lebensmittel wegzuwerfen, bei Fleisch hört der Spaß halt komplett auf. Da ist ein Lebewesen dafür gestorben, daß es nachher von irgendeinem Depp auf den Teller geladen wird, der die Portion dann nicht schafft, oder der sich den Teller mit etwas vollgebeugt hat, das ihm nicht schmeckt und es dann weg wirft. Da krieg ich echt nen Hals. Wir versuchen hier alles zu verwerten und wirklich wenig wegzuwerfen. Notfalls ne Brühe ziehen, oder nen Eintopf (sorry, One Pot) draus machen geht immer. Kaum Arbeit und man hat was, das man meistens einfrieren und mal auftauen kann, wenn man keine Zeit hat. Und bei aller Liebe - wer nicht kochen kann - LERNT ES. Niemand muß das mit der Euphorie und der Leidenschaft machen, mit der ich das tue, aber ein wenig mehr als Nudeln ins Wasser werfen oder ein Spiegelei in die Pfanne klopfen, kann ich wohl von einem erwachsenen Menschen verlangen. Da wäre vielleicht auch ein Schulfach hilfreich. Religion könnte man ja dafür endlich als Wahlfach anbieten.

    Ich persönlich lehne für mich eine rein vegane Ernährung ab, würde aber keine dummen Sprüche über jemand machen, der das tut. "Zu dumm zum jagen" oder ähnliches. Da muß ich mich dann fragen, ob das Niveau völlig im Keller ist und solche Leute bekommen von mir auch meist das passende gesagt. Was ich persönlich bedenklich finde (ob das wissenschaftlicher Überprüfung stand halten würde, weiß ich nicht, aber ich komme halt mehr aus der Geschichte, denn aus der Medizin), ist Kinder in der Entwicklungsphase vegan zu ernähren. Es hat vermutlich Gründe, warum Geistesleistungen in der Menschheitsgeschichte schwächer ausgeprägt waren in Phasen in denen es wenig, oder gar kein tierisches Eiweiß in der Nahrung gab. Ein Mediziner in meinen Bekanntenbereich sieht das ähnlich. Für mich kommt diese Ernährungsform schon deshalb nicht in Frage, weil ich es nicht so mit manigfaltigen Zusatzstoffen aus der Fabrik habe, die dann gerne noch ebenso weite Wege hinter sich haben, wie das Steak aus Argentinien. Hier sei exemplarisch mal der Beyond Meat Burger genannt, den ich zudem geschmacklich für ziemlich übel ansehe. Völlig überwürzt. Da würde ich einen selbst zusammengemischten Gemüsebratling deutlich bevorzugen, auch wenn der natürlich nicht nach Fleisch schmeckt, oder danach aussieht. Allerdings mache ich problemlos eine vegane "Braten"sauce, bei der keiner merkt, daß die nie ein Stückchen Fleisch gesehen hat. Umami ist das Zauberwort und das kriegt man halt auch mit Champignons und anderen Sachen in die Sauce rein. Der Hund hat diese Sauce geliebt, wenn er mal ein wenig davon abbekommen hat. Der war sicher auch der Meinung die schmeckt nach Fleisch. Ganz wild war er drauf.

    Mal zwei Dinge, die man immer wieder liest und hört und mein Senf dazu:
    1. Für das ganze Soja, das die Veganer und Vegetarier verbrauchen um Fleischersatzprodukte herzustellen, wird Regenwald abgeholt.
    FALSCH. Weit über 90% des weltweit verbrauchten Sojas wird in der Tiermast verbraucht und da sind auch die Gründe für die Abholzung zu suchen. Europa importiert nahezu gar kein Soja für den menschlichen Genuss

    2. Warum bauen sich Veganer/Vegetarier Fleisch nach, wenn sie es denn ablehnen.
    Die allermeisten Vegetarier/Veganer, die ich kenne, essen nicht deswegen kein Fleisch, weil es ihnen nicht schmecken würde. Sie tun es aus ethischen Gründen und mögen den Geschmack eines Schnitzels oder einer Bratwurst durchaus gerne. Lasst die machen - ihr müsst es nicht essen. Wem es schmeckt, der soll es tun - ich mag's ja nicht. Habe vor längerer Zeit mal ein veganes Fix für Bolognese versucht und muß dann sagen: Mehr zum kotzen als bei anderen Fix-Pulvern war mir auch nicht zumute. Unterschied dazu war kaum festzustellen. Da kann man dann auch bedenkenlos zum veganen Produkt greifen, wenn man sonst auch eine übel schmeckende Variante wählt. Ich bitte Euch. Fix für Spaghetti Napoli oder Bolognese. Da hört es doch echt auf. Warum steckt man Nestlé und Konsorten das Geld in den Rachen? Demnächst: Maggi Fix für Nudelwasser.

    Mein Motto: Abwechslung macht's. Hier gibt es nicht Fleisch zum sattfressen und nen kleinen Salat als Alibi. Beilagen sind wichtig. Für die Sättigung und für die Nährwerte. Salat ist eigentlich immer bei der Hauptspeise dabei, zumeist, wenn es Fleisch gibt (ich liebe Rouladen), auch eine oder zwei Beilagen (Side Orders). Traut euch mutig würzen, niemand mag Schonkost à la Krankenhaus. Jeden scheiß guckt man sich auf Youtube an - schaut mal, was man tolles kochen kann. Ich hatte neulich Buchweizen-Galettes mit Camembert und Preisselbeeren und Kresse. Sensationell und pippieinfach. Und macht satt ohne Ende (Balsatstoffe). Auf sowas kommt man halt nur durch Anregungen. Kocht mit Freunden, mit der Frau, mit den Kindern. Gerade Kinder. Führt die an mehr als Pommes und Nudeln mit Ketchup ran. Die mögen Gemüse. Natürlich mögen sie kein Gemüse, wenn sie von morgens bis abends vom Papa hören, daß Gemüse bäh ist und nur Fleisch gut. Vorleben und mitnehmen lautet hier die Devise. Das schließt ja nicht aus, daß es mal Nudeln mit Ketchup gibt, weil es geil ist, oder andere Dinge die nicht gerade gesund und nachhaltig sind. Wie bei so vielen Dingen macht es die Mischung. Und wer weniger industriell verarbeitete Lebensmittel zu sich nimmt, der wird auch feststellen, daß Lebensmittelallergien zurück gehen.

    Ich liebe die mediterrane Küche und die südost-asiatische Küche. Hier werden Lebensmittel wert geschätzt. Es wird relativ wenig Fleisch verwendet (auch wenn es in die Restaurants hierzulande dann meist die Fleischvarianten schaffen), weil es ausreichend Beilagen oder andere Zutaten gibt und weil mutig gewürzt wird. Mit Kräutern, exotischen Pülverchen und Sößchen. Ganz wunderbar ist das. Leider kommt gerade aus Asien auch die Neigung, alles zu verspeisen, das nicht bei 3 auf dem Baum ist. Und was droben ist, wird runter geschüttelt. Da muß dringend ein Umdenken stattfinden - Corona zeigt uns überdeutlich warum.

    From Nose to Tail. Wenn ein Tier für meinen Genuss sein Leben lässt, dann doch bitte möglichst alles verwerten. Würde man Separatorenfleisch (3mm Fleisch) nicht aus reiner Gewinngier verarbeiten, man könnte dem was abgewinnen, wenn es eben entsprechend behandelt werden würde. Knochen und weniger schöne Fleischteile und - abschnitte für Suppen und Saucen, das Steak muß nicht das Filet sein und bindegewebsreiche Stücke sind ganz wunderbar, wenn man sie schmort. Und ich freue mich über jeden, der Innereien isst, denn leider kann ich meinen persönlichen Ekel davor nicht überwinden, so gerne ich es täte. Wobei es natürlich immer Möglichkeiten gibt da kleinere Mengen zu verarbeiten, auch wenn man nichtan Innereien ran kann. Die schon erwähnte Bolognese ist so etwas.

    Und nun zum Schluß meines ersten Statements (ich habe sicherlich vieles vergessen), ein paar dogmatische Küchenregeln meinerseits (der Tommy-Fan sagt immer, ich wäre bei manchen Dingen Dogmatiker in der Küche, ich würde es ja eher als ... ach lassen wir das )

    - Carbonara ist keine Sahnesauce
    - Keine Ananas auf Pizza, ausser für Kinder
    - Bolognese ist eine Fleisch- keine Tomatensauce
    - Hefe ist vegan. Hefe ist ein Pilz und macht Stoffwechsel. Lasst euch von Hardcore-Veganern nix einreden. Nur im Herstellungsprozess kann es nichtvegan werden - aber da kann man sich ja informieren. Die allermeiste Hefe hierzulande ist vegan. Punkt!
    - Standardkräuter (Petersilie, Koriander, Basilikum, Liebstöckel, Dill, Schnittlauch, Kresse usw.) wachsen auch auf dem Fensterbrett. Macht das. Und verwendet sie auch. Ist ganz wunderbar.


    P.S.: Uffi, TK Pizza halte ich ja eh für ein Verbrechen an der Menschheit - ich komme mit der Dr. Oetker Traditionale halbwegs klar, auch wenn das ebenso mit Pizza wenig zu tun hat. Die Gusto schmeckt mir nicht wirklich, aber da isses halt echt die persönliche Einschätzung, was einen an den verschiedenen Fladen am wenigsten stört) Ich habe bestimmt seit 2 Jahren keine TK Pizza mehr gegessen und so auf Vorrat in der Gefriere hatte ich die in meinem ganzen Leben noch nie. Wenn dann immer Spontanentscheidung im Supermarkt und gleich rein in den Ofen.

    P.P.S.: Hört mal auf eure Freunde, wenn die euch von einem tollen Rezept vorschwärmen. Ich mag eigentlich diese ganzen anis-lastigen Sachen nicht so sonderlich. Angefangen beim Pernod, über Fenchel bis hin zu Estragon. Eine Freundin hatte in ihrem Lokal letzte Woche als Suppe der Woche eine Fenchelsuppe mit Curry-Croutons. Ich habe abgelehnt - weil Fenchel. Ich wurde zu einer kleinen Probierportion gezwungen und siehe da - sensationell. Eine der besten Suppen die ich je gegessen habe. 80% Fenchel, 20% Kartoffeln, Gemüsebrühe und Gewürze. Mehr war nicht drin. So sollte in meinen Augen vegane Küche sein - und nicht Beyond Meat.


    Auf artgerechte Haltung bin ich jetzt mal nicht eingegangen. Ich hoffe, dass wir uns da einig sind, daß es so nicht weitergehen darf, wie wir unsere Nutztiere teilweise behandeln, nur ob des Preises wegen. Niemand MUSS Fleisch essen. Es ist ein Genußmittel. Und auch der Arbeiter bei VW würde ohne Wurst auskommen. Er will es halt nicht und sowas akzeptiere ich auch. Ich liebe ja auch gute Wurst. Nur, Energie liefert Pasta erheblich besser - womit ein Totschlagargument der Fleischlobby vom Tisch wäre.
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  15. #15
    Hockeygott
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    Standard AW: Ernährungsformen - Allesfresser, Vegetarier, Veganer, oder ganz was anderes.

    Ach ja, weil Sous Vide Garer erwähnt wurde: Schönes Spielzeug, als Gerät aber eher überflüssig in meinen Augen. Wasser, Topf, Thermometer und Folienbeutel, schon hast deinen Sous Vide Garer. Notfalls ein Gerät zum anklemmen an den Topf, das die Temperatur genauer hält als ein Herd. Gibt's für unter 100 Euro und nimmt kaum Platz weg.
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  16. #16
    All-Star
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    Standard AW: Ernährungsformen - Allesfresser, Vegetarier, Veganer, oder ganz was anderes.

    Fisch kann man auch pochieren (würde ich z.B. favorisieren, da du ja selbst gerne Fisch machst) war nur so ne Idee, wenn sich hier schon so viele outen gerne und scheinbar viel selbst zu kochen. Ja für ein Filet oder Rückenstück Rind, Reh ect. sicherlich ganz cool... aber wie du sagst, deine Lösung ist klar die bessere- da günstiger für zuhause. Wenn man das halt oft in Gastro- Küchen sieht, einfach super praktisch.
    Geändert von el_bart0 (31.01.2022 um 14:18 Uhr)
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  17. #17
    All-Star
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    Standard AW: Ernährungsformen - Allesfresser, Vegetarier, Veganer, oder ganz was anderes.

    Bezüglich Kräuter ist auch der Kräutergarten am Roten Tor zu empfehlen.

    Ich hab letztens ein Chili con Carne ohne Carne aber dafür auf Sojabasis gemacht. Da war mit den passenden Gewürzen und Tricks kein geschmacklicher Unterschied mehr festzustellen.
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  18. #18
    All-Star
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    Standard AW: Ernährungsformen - Allesfresser, Vegetarier, Veganer, oder ganz was anderes.

    1. Für das ganze Soja, das die Veganer und Vegetarier verbrauchen um Fleischersatzprodukte herzustellen, wird Regenwald abgeholt.
    FALSCH. Weit über 90% des weltweit verbrauchten Sojas wird in der Tiermast verbraucht und da sind auch die Gründe für die Abholzung zu suchen. Europa importiert nahezu gar kein Soja für den menschlichen Genuss
    Sicherlich aber wie hoch ist der Anteil Vegetarier/Veganer hier aktuell? Würde plötzlich alle umsteigen könnten wir den Bedarf immer noch abdecken? Aber das Problem ist richtig heftig, weil da einfach illegal wegen der schnellen Kohle immer mehr gerodet wird in den letzten Jahren und hier schnell was passieren muss. Wird sich kaum allein durch die Umstellung der Ernährung so schnell ändern lassen.

    Das schließt ja nicht aus, daß es mal Nudeln mit Ketchup gibt, weil es geil ist
    Wo ist das geil? In Kinderköpfen? Wer setzt seinem Kind das ernsthaft vor?

    Und ich freue mich über jeden, der Innereien isst, denn leider kann ich meinen persönlichen Ekel davor nicht überwinden, so gerne ich es täte. Wobei es natürlich immer Möglichkeiten gibt da kleinere Mengen zu verarbeiten, auch wenn man nichtan Innereien ran kann.

    Blindverkostung Rinderherz oder Zunge und ich denke du würdest nicht unbedingt drauf kommen das wir hier über Innerein sprechen, wenn gut gemacht. Rinderherz eher wie ein Steak kurz angebraten und die Zunge eben gekocht und fein aufgeschnitten mit einem Dressing zu Salat oder was auch immer... richtig nice und ich mag eigentlich auch keine Innereien, wie Lunge, Leber ect. aber das solltest du mal probieren sofern du dich überwinden kannst.
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  19. #19
    Hockeygott
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    Standard AW: Ernährungsformen - Allesfresser, Vegetarier, Veganer, oder ganz was anderes.

    Dünn aufgeschnittene Zunge, geräuchert oder gepökelt ist okay. Finde ich gar nicht schlecht. Meine Abneigung kommt ein wenig daher, daß es bei uns früher mal paniertes Kuheuter gab, das uns meine Oma als Wiener Schnitzel verkaufte. Anfang der 70er.

    Zunge hatte halt schon jemand im Mund

    Nudeln mit Ketchup - frag mal die Eltern hier. Und wo ist der Unterschied zu Pommes mit Ketchup? Da sind die Nudeln vermutlich die gesündere Variante. Pommes mache ich übrigens auch gerne selber. Nicht immer, die TK-Stäbchen sind auch okay, aber selbst gemachte Pommes aus Kartoffeln sind einfach der Hammer.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Saku Koivu Beitrag anzeigen
    Bezüglich Kräuter ist auch der Kräutergarten am Roten Tor zu empfehlen.
    Stimmt. Den hat lange Jahre ein guter Freund von mir als Gärtner betreut. Claus Koch.
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  20. #20
    All-Star
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    Standard AW: Ernährungsformen - Allesfresser, Vegetarier, Veganer, oder ganz was anderes.

    Nudeln gerne nur mit Quark und Croutons ect aber bitte nicht einfach blank mit Ketchup.

    Den wichtigsten Punkt hab ich natürlich vergessen, da ich dachte es ging nur noch um Uffi

    Auf artgerechte Haltung bin ich jetzt mal nicht eingegangen. Ich hoffe, dass wir uns da einig sind, daß es so nicht weitergehen darf, wie wir unsere Nutztiere teilweise behandeln, nur ob des Preises wegen. Niemand MUSS Fleisch essen. Es ist ein Genußmittel. Und auch der Arbeiter bei VW würde ohne Wurst auskommen. Er will es halt nicht und sowas akzeptiere ich auch. Ich liebe ja auch gute Wurst. Nur, Energie liefert Pasta erheblich besser - womit ein Totschlagargument der Fleischlobby vom Tisch wäre.
    Ja und hier muss ich mich selbst kritisieren, ist eben ähnlich wie mit dem Rauchen. Im Kopf ist es angekommen aber das Fleisch (mein eigenes) ist eben noch viel zu schwach. Find ich aber gut das du es nochmals thematisierst, weil es einfach ein viel zu wichtiges Thema ist.
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