Zunächst einmal bekommt der Gelbe Prognoseverbot wenn es pro AEV ist

. Er liegt meistens falsch.
Zum Spiel.
Spannendes Spiel und ein Arbeitssieg von der besseren Sorte. Der alte Satz aus dem Football, "offense wins games, but defense wins championships", stimmt heute nur in seinem ersten Teil. Denn Meister werden die Frankfurter sicher nicht. Sie sind aber schwer zu bespielen, weil sie einen überragenden Torwart haben und in der defensiven Zweikampfführung fast alles richtig machen. Sie sind - typisch für Teams von Pokel - eng am Mann, setzen den Stock geschickt ein und machen defensiv auch wenig Fehler. Also Vorsicht mit der Absteigerprognose

. Offensiv sind sie aber zu limitiert, weil auch die neuen AL teilweise überhaupt nicht zünden. Biro wurde sogar draussen gelassen, von Wagner kam fast gar nichts. Somit sieht man das aus Straubing bekannt gefährliche Rotationsspiel von Pokel (mit Mittelstürmer hochstehend) nur in Ansätzen.
Im ersten Drittel legen wir los wie die Feuerwehr, begünstigt durch ein Powerplay, um mit der ersten gefährlichen Aktion der Löwen den Gegentreffer zu kassieren. Von da an waren die Löwen besser und drücken uns über weite Strecken ihr Spiel auf. Im zweiten Drittel waren die Panther deutlich überlegen, trotz der 5 Minuten Strafe, und versäumen es das Spiel komplett zu drehen. Dieses NIveau konnten wir im Schlussabschnitt nicht halten. Der Sieg ist verdient, man hätte ihn eigentlich nach 60 Minuten eintüten müssen. Drehen wir im zweiten Drittel das Spiel komplett, kommen die nicht wieder. Und nach dem späten Führungstreffer von Parkes darf man gerne bei gezogenem Goalie des Gegners besser verteidigen und sich nicht noch eins einschenken lassen.
+ Tobias Ancicka. Auch wenn er nicht so im Mittelpunkt stand wie sein Gegenüber, das war eine abgeklärte, fehlerfreie Leistung.
+ Alexander Blank. Derzeit die Seele des Angriffsspiels
+ Christian Hanke. Ausser Glötzl fielen die Stürmer der vierten Reihe nicht ab. Hanke mit viel Einsatz und Eiszeit bis zum Ende (auch im PK). Das Plus bekommt er auch, weil auf ihm viel herumgehackt wird. Vielleicht wird es doch noch was.
+ Das Penalty Killing. Das war heute richtig gut. Alle Situationen teilweise souverän gekillt, auch die fünfminütige Unterzahl.
- Maximilian Glötzl. Für die Aktion gegen Abeltshauser, welche zurecht mit 5+SD bestraft wurde. Das war keine Absicht, einfach dumm oder überfordert.
- Jimmy Lambert. Das war heute eines seiner schwächeren Spiele. Wenig auffällig.
Zwischen Genie und Wahnsinn.
Kyle Wood. Einige bockstarke Aktionen, wo er auch seinen Körper richtig einsetzte, gerade im PK und zwei Assists stehen einige falsche Entscheidungen und ein Fehlpassfestival im Schlussdrittel gegenüber.
Tim Wohlgemuth. Immer bemüht und harmoniert auch besser mit Blank. Aber 64 Minuten lang ein Chancentod und in der 65. Minute das GWG.
Bester Spieler auf dem Eis. Adam Scheel, der Frankfurter Torhüter. Pechvogel. Felix Maegaard Scheel. Zweimal Pfosten.
Schiris souverän. Gute Leistung, Nur warum sie sich beim dritten Treffer von den vielen Frankfurtern zum Videobeweis überreden ließen, erschließt sich nicht.
EInsatz hat wieder gepasst.
Man kann auch mit einem Notaufgebot gewinnen.
Und gute Besserung an den "Koni".