3. Spieltag 2026/27; Iserlohn Roosters - Augsburger Panther

Hier könnt ihr eure Tipps und Meinungen zu den Spielen der Panther abgeben und beim Eishockey-Tippspiel mitmachen.
hockeyfeb
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Re: 3. Spieltag 2026/27; Iserlohn Roosters - Augsburger Panther

Beitrag von hockeyfeb »

Mein Fehler. Ohne wenn und aber: bitte um Entschuldigung
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Miami
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Re: 3. Spieltag 2026/27; Iserlohn Roosters - Augsburger Panther

Beitrag von Miami »

Spiele gegen Iserlohn sind doch schon seit 1878 ein Hochgenuss.
Halfdan
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Re: 3. Spieltag 2026/27; Iserlohn Roosters - Augsburger Panther

Beitrag von Halfdan »

Alles richtig, aber wenn ich durchschnittliche Ausländer verpflichten muss, um die Kontingentstellen zu füllen, dann versuche ich es auf der einen oder anderen Planstelle lieber mit einem entwicklungsfähigen deutschen Spieler. Kurzfristig möglicherweise eine Verschlechterung, langfristig vielleicht ein Gewinn. Die Meinung muss niemand mit mir teilen, aber die gegenteilige Meinung ist auch keine zwingende Erfolgsformel.
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Whiskyman
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Re: 3. Spieltag 2026/27; Iserlohn Roosters - Augsburger Panther

Beitrag von Whiskyman »

Nachdem die Regeln jetzt erklärt sind und die Niveaudskussion geführt ist, jetzt zu den Punkten weiter oben, die diskutierten Teammitglieder.

Die Torhüter: Das Wechselspiel scheint vernünftig. Alle, die glauben es stärkt Ancicka, wenn man ihn möglichst viel spielen lässt: War Ancicka jemals ein Vielspieler? Peters scheint viel von Jones zu halten.

Hoefenmayer: Da muss mehr kommen. Er ist der Führungsverteidiger. Aber, wie bei allen Spielern - gerade bei den Neuzugängen - ist Geduld gefragt. Da kann der Knopf auch mal plötzlich aufgehen. Derzeit ist Mayhew unser bester Verteidiger.

Die beiden Gelenkbusse: Wood hat es bis jetzt recht gut gemacht, kein Vergleich zu seiner desaströsen Vorbereitung. Er passt auch gut als Partner zu Mayhew. McCrea, trotz seiner beiden Tore, durchwachsen. Manchmal weiß er nicht, was er mit dem Puck anstellen soll.

Malone: Sollte unser bester Stürmer sein und dafür ist es noch zu wenig, trotz seiner Fähigkeiten am Anspielpunkt. Bis jetzt hat er seine Qualitäten nur angedeutet. Aber, er hatte kaum Vorbereitung und deshalb bitte noch Geduld. Auch bei Busdeker fehlt aus dem gleichen Grund noch die Spritzigkeit

Blank: Der braucht mal wieder ein Erfolgserlebnis, dann spielt er wieder befreiter. Der Vergleich mit Grenier ist unzutreffend. Was vielleicht ein Problem ist. Der Vertrag läuft aus. Am besten deutschen Scorer der Vorsaison baggert sicher die halbe Liga und, da deutsche Leistungsträger oft sehr früh verpflichtet werden, vielleicht schon seit der Endphase der letzten Spielzeit. Das beschäftigt einen, der seinen nächsten Karriereschritt gehen will.

Wright: Der Pechvogel der Vorbereitung und man hat in den ersten Testspielen gesehen, wie wichtig dieser Spielertyp für uns ist. Nur auch von ihm nicht gleich Wunderdinge erwarten, er wird nach der Verletzung auch etwas Zeit benötigen.

Wohlgemuth: Der wird sicher nicht die vierte Reihe centern, wie hier einer vorgeschlagen hat. Peters hält sehr viel von ihm.

Die vierte Reihe: Sie ist als Checking-Line einfach nicht optimal zusammengestellt. Sie lassen sich eigentlich von jeder Reihe, sogar von Koryphäen wie dem Iserlohner Neumann, hinten reindrücken. Offensiv sind sie mit Scheel und Hanke zu schwach. Hanke wird immer ein Rollenspieler für die hinteren Linien sein. Hingegen hat Elias dort nichts verloren, er ist dort verloren und sollte ein oder zwei Linien "hochrutschen".
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Whiskyman
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Re: 3. Spieltag 2026/27; Iserlohn Roosters - Augsburger Panther

Beitrag von Whiskyman »

Halfdan hat geschrieben: 25.09.2026 18:32 Alles richtig, aber wenn ich durchschnittliche Ausländer verpflichten muss, um die Kontingentstellen zu füllen, dann versuche ich es auf der einen oder anderen Planstelle lieber mit einem entwicklungsfähigen deutschen Spieler. Kurzfristig möglicherweise eine Verschlechterung, langfristig vielleicht ein Gewinn. Die Meinung muss niemand mit mir teilen, aber die gegenteilige Meinung ist auch keine zwingende Erfolgsformel.
Deine Beiträge stoßen wichtige Diskussionen an, deswegen will ich gerne antworten.

Zunächst zu der Niveaufrage: Gestern, das war kein Leckerbissen, brauchen wir gar nicht diskutieren. Das beste war das Ergebnis. Oberligaspiele können auch Spaß machen, Regionalligaspiele können das auch und manche DEL-Spiele machen das nicht. Letztes Jahr habe ich mir in der Olympiapause ein wenig DEL2 vor Ort angeschaut und auch Oberliga, Höchstadt vs Bad Tölz. Hat Spaß gemacht. War spannend. Höchstadt hat am Ende gewonnen, was gut für die Stimmung war. Es war kein schlechtes Eishockey, aber meilenweit weg vom schlimmsten und langweiligsten DEL-Spiel.

Jetzt zum anderen Punkt. Nein, da liegst Du, was die kleineren Teams in der DEL angeht, falsch, weil Du die wirklich entwicklungsfähigen Deutschen in der Regel nicht bekommst und wenn, dann werden sie Dir weggekauft, obwohl Larry auf diesem Sektor wirklich einen guten Job macht. Wir haben doch selbst die Erfahrung. In der Saison 23/24 unter dem unsäglichen Herrn Kreutzer. Der hat es mit acht Kontis probiert, weil er ach so tolle Deutsche verpflichtet hat, wo die Ausländer erst mal besser sein müssen. Das ist nicht von mir, das hat der Herr Trainager vor der Fast-Abstiegssaison selbst gesagt. Dann kam sowas heraus wie Schüle. Da wäre jeder drittklassige ECHL-Verteidiger besser gewesen. Fritzmeier macht jetzt den gleichen Fehler, er hat wenigstens hinten Ugbekile und vorne ein paar wirklich ordentliche Ausländer. Ok, es ist ein einzelnes Spiel, aber gesetzt den Fall, die Hühner wären mit einem sechsten AL im Angriff gestartet und sie hätten auf Borzecki oder Neumann verzichtet. Es hätte vielleicht für den Iserlohner Sieg gereicht.

Eher würde ich dann auf einen älteren Deutschen in einer hinteren Reihe verzichten und dafür ein entwicklungsfähiges Talent holen, was im Sturm leichter ist als in der Abwehr. Noah Samanski statt Felix Scheel wäre ein mutiger, aber zielführender Versuch gewesen.

Ich freue mich auf Deine Antwort.
der wächter
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Re: 3. Spieltag 2026/27; Iserlohn Roosters - Augsburger Panther

Beitrag von der wächter »

Es hätte wirklich gut und gerne 3 zu 0 stehen können, war es aber nicht. Kommt in jedem zweiten Spiel vor. Deshalb macht ja ein Torhüter mindestens 50 Prozent aus. Somit nicht unverdient einen Punkt geholt. Der zweite ist Lotterie.
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el_bart0
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Re: 3. Spieltag 2026/27; Iserlohn Roosters - Augsburger Panther

Beitrag von el_bart0 »

Whiskyman hat geschrieben: 25.09.2026 18:32

Blank: Der braucht mal wieder ein Erfolgserlebnis, dann spielt er wieder befreiter. Der Vergleich mit Grenier ist unzutreffend. Was vielleicht ein Problem ist. Der Vertrag läuft aus. Am besten deutschen Scorer der Vorsaison baggert sicher die halbe Liga und, da deutsche Leistungsträger oft sehr früh verpflichtet werden, vielleicht schon seit der Endphase der letzten Spielzeit. Das beschäftigt einen, der seinen nächsten Karriereschritt gehen will.

Hier kann man Thesen in alle möglichen Richtungen verfassen. Manche Spieler legen zum Vertragsende dann auch nochmal ne Schippe drauf in der Leistung, bei der Qualität bzw. halten die Leistung des Vorjahres im Minimum, eben um den dickest möglichen Vertrag zu bekommen. Auch wenn da viele Anfragen bei Blank vorhanden sein dürften, ob es für die ganz großen Klubs um München, Berlin und Mannheim auch nachhaltig reicht?

Nicht falsch verstehen, ich bin von den Qualitäten eines Blanks überzeugt. Ich bin aber auch der Meinung das er letzte Saison neben Grenier und Louis überperformt hat. Ändert vermutlich dennoch wenig dran das er auch bei einer relativ soliden Saison weg sein dürfte, was sehr schmerzhaft für uns sein wird.
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Re: 3. Spieltag 2026/27; Iserlohn Roosters - Augsburger Panther

Beitrag von Halfdan »

@Whiskyman

Deine Sichtweise ist aus jahrlanger Erfahrung verständlich, aber eben auch typisch deutsch. Statt die über veränderliche Parameter und über eine langfristigen Plan nachzudenken, wird erst einmal breit erklärt, warum etwas nicht geht. Mit den erwähnten Namen punktest du ebenso sachlich, wie rückwärtsgewandt. Die Vergangenheit bleibt vergangen, der Ist-Zustand ist zu händeln, die Zukunft lässt sich gestalten.

Die Ausgangslage:
Die Erweiterung der AHL bleibt ein wiederkehrender Diskussionspunkt. Die ECHL wurde auf 30 Teams erweitert und wird demnächst 32 Teams haben. Salary Cup und Mindestgehalt wurden angehoben. Nicht in Sphären, die den Zufluss von Spielern aus diesen Ligen in das deutsche Eishockey ganz stoppen, aber der Weg zeichnet sich langfristig ab und die Auswirkungen sind bereits auf dem Markt spürbar. Das Angebot wird kleiner, die Preis höher und der Markt für Spieler in Schlüsselpositionen schwieriger. Das ist aber nur ein Teil der Wahrheit. Zu der gehört auch, dass aus dem Projekt "Powerplay 2026" zu wenig Output erlangt wurde. Ja, es wurde einiges im Nachwuchsbereich angeschoben und verbessert. In der Realität ist vieles am Prestigedenken im Nachwuchsbereich und am Flaschenhals zum Profibereich zerschellt. Ausbildung ja, aber wir sind ein Profiklub und deshalb muss unser Nachwuchsteam in Liga X antreten und nicht unterhalb. Ausbildung ja, aber doch bitte nicht in der Profiliga DEL. Seziert könnten damit Seiten gefüllt werden, deshalb nur ein kurzer Anriss.
Der Jahrgang 2002 war der leistungstechnisch breiteste Jahrgang seit Jahren im Nachwuchs. Schau mal, wo die Jungs abgeblieben sind und welche Rollen sie spielen. Und nein, das ist nicht das Ergebnis mangelnden Könnens oder fehlender Einstellung. Ich hege die leise Hoffnung die Fehler erkannt und mit dem Projekt DEB 2034 auf eine bessere Zukunftsschiene gestellt zu haben.
Prominentes Beispiel im 2004-Jahrgang ist Moritz Elias. Das jemand mit seiner Spielintelligenz, läuferischen und technischem Können in einer Checking-Line verhungert, nur weil er klein ist, ist ein erstens ein Witz und zweitens symptomatisch für das deutsche Eishockey.
Ich bin mir sicher, dass ein Teil der Fans einen Austausch von Henriques-Morales gegen ein Ausländer mit deutschem Pass oder einen Ausländer – wenn es die Regularien hergegeben hätten – aufgeschlossen gegenübergestanden hätten. Genau den Henriques-Morales der bisher ein überzeugende Saison spielt und gefeiert wird. Im Gegensatz zu Spielern, die dank deutschen Papieren, nach dem längst vergangenen Leistungspeak noch Abschiedsrunden in der Liga drehen, weil sie aufgrund ihrer Erfahrung als unverzichtbar angesehen werden. Wie ich dazu stehe, brauche ich nicht weiter ausführen, weil es offensichtlich ist. Es ist nur ein weiteres Puzzleteil in der schwindenden Konkurrenzfähigkeit kleinerer Teams. Fritzmeier mag im Tagesgeschäft in die Falle getappt sein, aber möglicherweise zahlt sich sein Plan kurzfristiger aus, als viele nach dem wenig gelungen Start der Rooster derzeit sehen. Wir werden es am Ende der Saison erkennen.


Augsburg:
Die beschränkten finanziellen Mittel sind ein Hindernis. Keine Frage. Aber die Ideen sind halt auch immer die gleichen. Wenn ich die Top-Ausländer nicht verpflichten kann, nur brauchbare Ausländer und deutsche Talente bekomme, weil die eine Verletzungshistorie hatten oder sie keine andere Perspektive haben, dann sollte ich a. die Standortbedingungen verbessern und b. die vorhandenen Mittel anders einsetzen.
Der erste Punkt fällt mit den Eiszeiten. Während die Topklubs 11 Monate im Jahr auf Eis trainieren, geht die Eiszeit in Augsburg im August los. Für ein Top-Talent, welches seine Fähigkeiten ausbauen will und höhere Ziele hat, ist das indiskutabel. Die machen einen weiten Bogen um Augsburg.
Ja, ich weiß, die Überdachung der zweiten Eisfläche ist in Ewigkeitsthema und der politische Rückhalt nur pro forma. Die fehlende Umsetzung wird über die Jahre diskutiert, betrauert, wieder diskutiert, Absichtserklärung abgegeben und dann wird gewartet. Ein aktiver Schritt der Panther-Organisation, in dem z. B. unterstützend Geld für das Vorhaben auf die hohe Kante gelegt wird, ist mir bisher nicht bekannt. Vielleicht tue ich den Verantwortlichen Unrecht und es ist nur nicht bis zu mir vorgedrungen.
Aber die Problematik betrifft Augsburg ja nicht alleine im deutschen Eishockey. Wie wäre es mit einem koordinierten Stützpunkteistraining der regional ansässigen Spieler über die Sommermonat. Ja, das kostet mehr, wahrscheinlich sogar eine Planstelle für einen ausländischen Profi, aber mittelfristig könnte sich das auf den deutschen Planstellen auszahlen.
In einem Brainstorming hätte ich auch längst die Prüfung von synthetischen Eis mit einem einfachen Wetterschutz (z. B. Planen) über der Eisbahn II einbezogen. Auch das kostet und hat halt im Tagesgeschäft Eishockey keine Priorität. Das sind so Dinge, bei denen mir immer Henry Ford einfällt: "Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist."
Zurück zum Einsatz der vorhandenen Mittel. Wenn ich die Situation im deutschen Sektor verbessere, dann bin ich auch in der Lage, statt zwei durchschnittlichen Ausländern, für das gleich Geld einen Top-Ausländer zu holen. Dein Argument, dass die "weggekauft" werden, hinkt in meinen Augen. Jeder gute Spieler geht irgendwann den nächsten Schritt auf der Karriereleiter. Egal, ob deutsches Talent oder Ausländer. Die Top-Spieler kannst du in Augsburg nicht halten, wenn sich die finanzielle Situation und die sportliche Perspektive nicht ändert. Bildest du mehr Talente aus und förderst sie entsprechend ihrer Begabung, dann steigt die Chance mehr Output für das eigene Team zu erhalten. Hinzu kommen Spieler, die in anderen Vereinen ausgebildet wurden und in Augsburg ihre Chance suchen. Wie heißt es so schön? Es ist ein volatiles System. Der Verweis auf die Vergangenheit, die aktuellen Spielerpool im deutschen Eishockey, die Unmöglichkeiten oder sonstige Gründe dagegen, bringen dir gar nichts. Du willst bessere Bedingungen in einer Welt mit immer schwierigeren Bedingungen? Dann fange an die Zukunft aktiv zu gestalten.

Was sind die Alternativen? Der Erhalt des Status quo hält dich vielleicht noch ein paar Jahre in der DEL, aber ohne Weitblick sicher nicht dauerhaft. Die Konkurrenz schläft nicht.
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DennisMay
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Re: 3. Spieltag 2026/27; Iserlohn Roosters - Augsburger Panther

Beitrag von DennisMay »

:tt1: :thumbup:
Sehr gutes Posting und Ansätze.
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Re: 3. Spieltag 2026/27; Iserlohn Roosters - Augsburger Panther

Beitrag von Halfdan »

Danke! Leider war ich nicht ausgeschlafen genug, um alle Schreib- und Anschlussfehler im Text zu bemerken. Entschuldigung! Seid gewiss, die fügen mir mehr Leid zu als Euch. 😉
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Re: 3. Spieltag 2026/27; Iserlohn Roosters - Augsburger Panther

Beitrag von good luck »

Halfdan hat geschrieben: 26.09.2026 11:56 Danke! Leider war ich nicht ausgeschlafen genug, um alle Schreib- und Anschlussfehler im Text zu bemerken. Entschuldigung! Seid gewiss, die fügen mir mehr Leid zu als Euch. 😉
DennisMay hat geschrieben: 26.09.2026 11:29 :tt1: :thumbup:
Sehr gutes Posting und Ansätze.
Und jetzt sind wir wieder beim Sigl und seinem Dackel. Wenn sich mal einer von denen irgendeinen Gedanken machen würden. Jahr für Jahr wird der Plan vom Vorjahr wieder komplett in die Tonne getreten und nicht ein wenig korrigiert, sondern man rennt genau in die andere Richtung. Erst klein, flink und technisch gut, dann groß, kräftig und mit Charakter und zwar ausschließlich. Man verwaltet anstatt das man gestaltet und solange der Sigl nicht abdankt wird das genau so weitergehen. Diese GmbH geht vor die Hunde weil sie sich echt abschottet wie ein CSU Ortsverband, da wird auch nur mit Familie und ganz engen Freunden aufgefüllt. Und am Ende steht der ABstieg und dann kommt das Märchen vom Standortnachteil. Wenn man darüber nur lachen kann ist man böse und kein Fan. Denen kann die Stadt ein Stadion mit 50 000 Zuschauern hinstellen das ist immer voll und trotzdem ändert sich gar nichts. Platz 10 ist das Ziel. Mein Gott war der Seinsch ein Visionär, der hatte einen Plan und wusste vor allem wann es Zeit zum übergeben ist. Darum ist der FCA lebendig, während die Panther im Wachkoma liegen.
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Re: 3. Spieltag 2026/27; Iserlohn Roosters - Augsburger Panther

Beitrag von DennisMay »

good luck hat geschrieben: 26.09.2026 15:27 Und jetzt sind wir wieder beim Sigl und seinem Dackel. Wenn sich mal einer von denen irgendeinen Gedanken machen würden. Jahr für Jahr wird der Plan vom Vorjahr wieder komplett in die Tonne getreten und nicht ein wenig korrigiert, sondern man rennt genau in die andere Richtung. Erst klein, flink und technisch gut, dann groß, kräftig und mit Charakter und zwar ausschließlich. Man verwaltet anstatt das man gestaltet und solange der Sigl nicht abdankt wird das genau so weitergehen. Diese GmbH geht vor die Hunde weil sie sich echt abschottet wie ein CSU Ortsverband, da wird auch nur mit Familie und ganz engen Freunden aufgefüllt. Und am Ende steht der ABstieg und dann kommt das Märchen vom Standortnachteil. Wenn man darüber nur lachen kann ist man böse und kein Fan. Denen kann die Stadt ein Stadion mit 50 000 Zuschauern hinstellen das ist immer voll und trotzdem ändert sich gar nichts. Platz 10 ist das Ziel. Mein Gott war der Seinsch ein Visionär, der hatte einen Plan und wusste vor allem wann es Zeit zum übergeben ist. Darum ist der FCA lebendig, während die Panther im Wachkoma liegen.
Dafür ist der Larry verantwortlich, so hat er auch die Herangehensweise nach 09/10 auf 10/11 geändert, hast du eigentlich den Schrein noch?

Gehe auf das von Halfdan ein und gut, aber laß den Rest einfach mal stecken, wir haben es oft genug gelesen.
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Re: 3. Spieltag 2026/27; Iserlohn Roosters - Augsburger Panther

Beitrag von good luck »

DennisMay hat geschrieben: 26.09.2026 16:28 Dafür ist der Larry verantwortlich, so hat er auch die Herangehensweise nach 09/10 auf 10/11 geändert, hast du eigentlich den Schrein noch?

Gehe auf das von Halfdan ein und gut, aber laß den Rest einfach mal stecken, wir haben es oft genug gelesen.
Schrein habe ich nicht mehr. Genauso wenig wie die Plan haben und solange das so ist werden wir hier auch darüber reden. Wenn sich das ändert und ich es nicht bemerke, kannst du es mir gerne sagen. Genau dann brauchen wir auch nicht mehr darüber sprechen. Vorher nicht!
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Whiskyman
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Re: 3. Spieltag 2026/27; Iserlohn Roosters - Augsburger Panther

Beitrag von Whiskyman »

@ Halfdan

So stelle ich mir eine Diskussion vor und deshalb bekommst Du auch Antworten. In vielen Dingen liegst Du richtig und mit denen will ich auch gerne anfangen.

Zunächst gebe ich Dir in der Analyse des nordamerikanischen Marktes recht und dass es immer schwieriger wird, gute Spieler von dort zu bekommen. Auf der anderen Seite, das sind dynamische Prozesse, welche sich auch wieder umkehren können. Nur eine Hypothese, die nicht so weit hergeholt ist oder warum sind Hoefenmayer und andere aus der KHL in die DEL gekommen? Die Gehälter ausländischer Leistungsträger aus der KHL kann in der DEL niemand zahlen, auch Mannheim und München nicht. Nur, wenn in wenigen km Entfernung von der Wohnung eine Drohne einschlägt kommt ein Spieler ins Nachdenken, speziell wenn er Familie hat.

100% Zustimmung bei Elias. Das ist eine der wenigen Entscheidungen von Peters, die ich nicht verstehe. Vielleicht ändert sich was, wenn Wright zurückkehrt und wahrscheinlich Scheel weichen muss. Dann wird es zwingend keine Checking Line mehr geben müssen.

Zustimmung auch bei Chico. Nur, da war ich von Anfang an bei der von Dir beschriebenen Minderheit. Da können wir uns die Hand geben. Bringt bloß nichts.

Ich bin auch für ein vernünftiges Nachwuchskonzept. In diesem Forum habe ich mit meinem bescheidenen Wissen mindestens zweimal eine Zielsetzung versucht anzudeuten, 50% der U23-Spieler aus dem eigenen Nachwuchs, und wie man das langfristig angehen könnte. Die Gegenrede derer, die Du als typisch deutsch bezeichnest, war heftig.

Da bin ich bei dem, wo ich Dir nicht zustimme. Zunächst einmal sehe ich das und mich nicht "typisch deutsch". Die Einsicht in die Notwendigkeit von Veränderungen ist vorhanden. Wo ich Dir nicht zustimme, ist die "Problemanalyse", dass es die durchschnittlichen Ausländer sind. Es sind vielmehr die perspektivlosen Deutschen, von denen es in den kleineren Teams zu viele gibt.

Auch dazu Beispiele. Lambert und Toporowski sind die, von Dir beschriebenen gut durchschnittlichen AL. Sie sind trotzdem besser als ein Eisenmenger oder Proske, welche stattdessen auf dem Markt waren. Es geht auch immer gegen den Abstieg. Man ist schneller unten drin als einem lieb ist. Dann freiwillig die Regel nicht ausschöpfen ist naiv. Da dürfen dann auch Erfahrunsgwerte mit einfließen.

Auch wenn der Transfer von Scheel isoliert Sinn macht, er ist so ein Beispiel. Gerne wiederhole ich es, Noah Samanski für ihn, dass hätte was gehabt. Übrigens ich habe Larry mal auf diesen Spieler angesprochen. Er meinte vor einem Jahr wollte er von Deutschland nichts wissen und jetzt will man nicht mehr als vier U23-Spieler, weil sowieso nur maximal drei spielen. Diese Denke haben unsere Verantwortlichen nicht exklusiv, dass zieht sich durch die ganze Liga. Da wird eine Altersgrenze gezogen, die man sonst aus dem Sport nicht kennt. Übrigens auch bei den als stets vorbildlich gepriesenen Nürnbergern. Die haben mit J. Weber und N. Samanski zwei richtig Gute und danach kommt auch kaum noch was. Das war da auch mal anders. Und inzwischen sägt Ustorf an der U23-Regel.

Die Denke muss sich ligaweit ändern, bei den Verantwortlichen aber auch beim Publikum, gerade bei unserem. Wie schnell wird Spielern aus dem Nachwuchs bei schwächeren Leistungen die Tauglichkeit für die Liga abgesprochen - gerade ist Hanke bei einigen der Prügelknabe - und mit wieviel Langmut wurde zugeschaut, wenn ein Oblinger über das Eis schlich und was musste man sich anhören, wenn man die Verteidigungsversuche eines Rogl oder den Aktionsradius eines Reul kritisierte.
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Re: 3. Spieltag 2026/27; Iserlohn Roosters - Augsburger Panther

Beitrag von Birk69 »

good luck hat geschrieben: 26.09.2026 15:27 Und jetzt sind wir wieder beim Sigl und seinem Dackel. Wenn sich mal einer von denen irgendeinen Gedanken machen würden. Jahr für Jahr wird der Plan vom Vorjahr wieder komplett in die Tonne getreten und nicht ein wenig korrigiert, sondern man rennt genau in die andere Richtung. Erst klein, flink und technisch gut, dann groß, kräftig und mit Charakter und zwar ausschließlich. Man verwaltet anstatt das man gestaltet und solange der Sigl nicht abdankt wird das genau so weitergehen. Diese GmbH geht vor die Hunde weil sie sich echt abschottet wie ein CSU Ortsverband, da wird auch nur mit Familie und ganz engen Freunden aufgefüllt. Und am Ende steht der ABstieg und dann kommt das Märchen vom Standortnachteil. Wenn man darüber nur lachen kann ist man böse und kein Fan. Denen kann die Stadt ein Stadion mit 50 000 Zuschauern hinstellen das ist immer voll und trotzdem ändert sich gar nichts. Platz 10 ist das Ziel. Mein Gott war der Seinsch ein Visionär, der hatte einen Plan und wusste vor allem wann es Zeit zum übergeben ist. Darum ist der FCA lebendig, während die Panther im Wachkoma liegen.
Die Vision von Seinsch war, aus dem FCA einen Bundesligisten zu machen, ein neues Stadion zu bauen und sich mit einer Rendite zu verabschieden. Ein Fussball-Bundesligist hat eine ganz andere Strahlkraft als ein DEL-Team, was das Sponsoring angeht. Dazu noch ein üppiger TV-Vertrag. Mit voller Hose lässt sich gut stinken. Wobei der FCA, mit Ausnahme dieser Saison bisher, aus seinen Möglichkeiten seit der Europa League Saison 2015/2016 viel zu wenig gemacht hat und nach jeder Saison froh war, den Klassenerhalt gesichert zu haben.
Soviel zum tollen FCA

Die ersten beiden Punkte haben die Panther schon lange erreicht. Auf die Rendite wird Sigl vermutlich größtenteils verzichten müssen. Das heißt nicht, dass es bei den Panthern kein Verbesserungspotential gibt. Aber dein Vergleich hinkt gewaltig.
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Re: 3. Spieltag 2026/27; Iserlohn Roosters - Augsburger Panther

Beitrag von aevschorsch »

Und Seinsch war finanziell persönlich so ausgestattet dass er sich so einen Plan leisten konnte.
Seinsch war das Red Bull oder VW des FCA.
Nichts anderes als ein Grossinvestor und Kapitalist Par Excellence. Die FCA Ultras schreien da von 1907 ! lächerlich ! Die hatten genauso wie die Panther einen Europaausreisser und sonst? Auch diese Saison ist noch nicht vorbei. Platz 10-15 sind nah.
Die beiden Sportarten / Clubs mit einander zu vergleichen ist Ja komplett hirnlos und dämlich. Das weiß jedes Kleinkind aber natürlich nicht Good Luck !
aevschorsch
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Re: 3. Spieltag 2026/27; Iserlohn Roosters - Augsburger Panther

Beitrag von aevschorsch »

Sorry -
Birk69 hat mein Posting schon vorweggenommen.
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Re: 3. Spieltag 2026/27; Iserlohn Roosters - Augsburger Panther

Beitrag von Halfdan »

@ Whiskyman

Natürlich sehen wir die Dinge nicht zwangsläufig gleich. Die Diskussion wäre auch ziemlich langweilig, kurz und ein Lerneffekt nicht vorhanden.
… Hoefenmayer …
Natürlich kommt ein Spieler aus dem von dir genannten Grund ins Grübeln. Geld, Sicherheit, Familie, Perspektive, was auch immer, es spielt alles bei der Standort-Entscheidung hinein. Warum er in Augsburg unterschrieben hat, wird er dir nur selbst beantworten können. In meinen Augen war er für Spitzenteams nicht interessant genug. Ich habe nach 10 Spielen keine herausragende Fähigkeit entdecken können. Die Beschreibung "Allrounder" von Mitchell kommt ihm am nächsten. Für mich ist das als Nr. 1-Verteidiger zu wenig.
… Elias …
Zu ihm gibt es zwei Meinungen. Eine von den Fans und die vom Trainerstab bzw. Peters. Das es ohne Scheel keine Checking Line mehr geben muss, ist auch eine Meinung, nicht zwingend von Peters. Der Coach ist 61 und wirkt für mich in den Entscheidungen wenig flexibel. Seine Sicht dürfte eher sein: "Ich folge meinem Plan bis dieser nicht mehr aufgeht".
… Chico. …
Nein, bringt nichts. Aber wer erwartet das von einer Diskussion im Internet.
… Gegenrede derer, die Du als typisch deutsch bezeichnest, war heftig. …
Ich kenne das aus zahlreichen Brainstormings. Die "Denkfreiheit", "abwegige Lösungen diskutieren", "andere Sichtweisen einbringen", was auch immer vor den Besprechungen beschworen wurde, der erste Redebeitrag einer anderen Person, war immer irgendwas in die Richtung "das geht auf keinen Fall". Wenn ich die Dinge dann hinterfragt haben, dann landete ich meist bei den "Kosten", "Kürzungen in anderen Bereichen", "haben wir schon immer so gemacht", "Kompetenzverlusten", sprich es stand selten das eigentliche Ziel der Besprechung im Fokus. Etwas besser zu machen und den Ertrag vielleicht erst Jahre später zu ernten. Vielen Leuten fehlte der Weitblick.
… vernünftiges Nachwuchskonzept …
Meine Meinung zum U23/U24-Konzept hat sich mit der Zeit gewandelt. Grundsätzlich halte ich Quoten für kein gutes Konzept. Führe ich sie ein, dann befördere ich in gewisser Weise auch immer Minderleistungen. Dennoch stand ich der Einführung nicht ablehnend gegenüber, eher neugierig. Der Stellenwert deutscher Nachwuchsspieler ist seit Jahrzehnten gering. Einige mögen sagen, auch die Fähigkeiten. Was die Klubs aus der möglichen Chance mehrheitlich gemacht haben, ist den Kader billig und pflichtbewusst aufzufüllen. Potentiale wurden nicht ausgeschöpft. Wie es richtig hätte, funktionieren hätte können, zeigen die Beispiele Geibel in Berlin oder Sennhenn in Köln. Beides keine Spieler aus der ersten Garde des Nachwuchses. Mittlerweile halte ich das Förderkonzept für einen Etikettenschwindel, der weg kann. Die Organisationen erfüllen den Wunsch des Verbandes, haben die Nationalmannschaft nur als notwendigen Werbeträger für den Sport im Blick und lassen ansonsten die Ausländern in Führungspositionen werkeln ohne – so scheint es mir – übergreifendes Konzept.

… Zunächst einmal sehe ich das und mich nicht "typisch deutsch"…
Differenzieren. Das war nicht meine Behauptung. Es ging nur um die Art der Antwort. Den Veränderungswillen habe ich dir nicht abgesprochen und auch so nie wahrgenommen.
… durchschnittlichen Ausländer …. perspektivlosen Deutschen, von denen es in den kleineren Teams zu viele gibt.
Das ist sicher richtig, aber es blendet ein paar Wahrheiten aus. Die DEL war und ist ein Konstrukt, welches die tatsächliche Leistungsstärke des deutschen Eishockeys nie widerspiegelte. Es wurde künstlich nach oben gepuscht, wovon die wirklich guten Spieler und die Nationalmannschaft profitierten. Und jetzt klopfen wir uns alle auf die Schultern. Wir haben den Kern der Spitzenspieler vergrößert, auf Kosten der breiten Basis. Schade, dass wir im deutschen Eishockey noch Deutsche einbringen müssen. Wo liegt der Fehler und wie würde die Liga wohl aussehen, wenn AHL und ECHL in der Zukunft annähernd DEL-Gehälter aufrufen könnten und würden?
… gut durchschnittlichen AL …
Das ist eine Sichtweise. Legitim. Es ist die Frage, ob du das noch genauso beurteilen würdest, wenn du den Kostenfaktor kennen würdest. Bei so manchen Zahlen bin ich ins Grübeln gekommen, ob das so ähnlich ist, wie die Gewinnchance im Lotto. Je mehr Geld ich in Lottoscheine investieren, desto höher ist die Gewinnchance. Das ist natürlich überspitzt, denn die Verpflichtung und Verdienstmöglichkeit hängt von vielen harten Faktoren ab, aber viele der "wohlwollend gelobten" Ausländer in der Liga verdienen zwei Drittel mehr, als der weniger beachtete Deutsche, der annähernd gleiche Leistungen abliefert, aber im Gegensatz zum Ausländern keine Einsatzgarantie hat. Ich bin in dem Fall nicht naiv. Hast du einen "teuren" Vertrag, dann landest du eher nicht auf der Tribüne, denn dann müssten sich Trainer und Manager erklären.
… Dann freiwillig die Regel nicht ausschöpfen ist naiv…
Das kommt auf den Einzelfall und den verfügbaren Spielermarkt an. Es gibt Jahr, da funktioniert es einfach nicht und in anderen würde es keinen Unterschied machen. Die Möglichkeit grundsätzlich als naiv zu bezeichnen, halte ich nicht für zielführend. Trotz ausgeschöpfter Kontingentstellen waren die Panther in den letzten Jahren nur semierfolgreich. Die Panther schöpfen aus. Organisationen mit mehr Geld und Perspektiven schöpfen aus. Im Erfolgsfall ist es ein Nullsummenspiel. Kannst du drehen und wenden, wie du willst. Als Standort Augsburg bist du in jedem Fall unterlegen, wenn du die Dinge nicht anders angehst.
… Die Denke muss sich ligaweit ändern, bei den Verantwortlichen aber auch beim Publikum …
Das Publikum wirst du nicht ändern. Die wollen erfolgreichen Sport sehen, eine gute Zeit haben und sich nicht mit Kleinigkeiten beschäftigen und sehen diese oft auch nicht. Die wollen einen kanadischen Neuzugang lesen und nicht das "Maier" kommt. Die wollen glauben, dass dieser Neuzugang der nächste Ronning wird und nur noch ein wenig Zeit benötigt, um in der Liga anzukommen. Bis dann im nächsten Jahr der nächste "Ronning" kommt und der vorherige vergessen ist. Wäre Geibel gekommen, würden wir über "der ist aber klein", "hat nur in Berlin mit guten Mitspielern funktioniert" und "von einem dreifachen deutschen Meister habe ich mir mehr erwartet" diskutieren. An diesem Punkt könnten wir zur Diskussion "Teambuilding" übergehen.
oskareisele99
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Re: 3. Spieltag 2026/27; Iserlohn Roosters - Augsburger Panther

Beitrag von oskareisele99 »

@ halfdan
Nach deinen ausführlichen Meinungen würde mich deine Meinung zum neuen DEB Nachwuchskonzept interessieren.
Augsburg wird vmtl aus dem oberen Sektor der Nachwuchsarbeit ausscheiden (zumindest bei den U20)
Glaubst du dass der auslösende Punkt für ganz viele Probleme (nämlich einfach zu wenig deutsche Spieler auf DEL NIveau)
damit wirklich gelöst werden kann ?
Deine angesprochenen Beispiele (Elias) ziehen zum Schluss nicht, weil in der DEL nur Eines zählt: Erfolg, Punkte, Gewinnen.
Warten wir das Beispiel Fritzmeier mal ab. Vielleicht ist er nach seinem Trainer selbst bald arbeitslos. Wer weiss ?
Ich wünsche es ihm nicht, aber was Iserlohn macht ist schon sehr mutig.
Der erste Schritt wäre : Abstieg abschaffen ! Womit die nächste Grundsatzdiskussion eröffnet wäre!
Halfdan
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Re: 3. Spieltag 2026/27; Iserlohn Roosters - Augsburger Panther

Beitrag von Halfdan »

@oskareisele99

Das ist ein schwieriges Thema, welches sich nicht in einer Kurzform beantworten lässt. Es enthält sowohl gute Ansatzpunkte, reine Absichtserklärungen und Punkte, die sich vermutlich nicht umsetzen lassen, weil zu viele Faktoren mit reinspielen. Hier mal ein paar meiner Gedanken, ohne Gewähr auf Vollständigkeit und umfassende Detailuntersuchungen.
Nachwuchsförderung: systematische Talententwicklung, ein Gütesiegel bis 2028 und der Aufbau von acht bis zehn Nachwuchsleistungszentren bis 2030.
Es geht los mit einer Schurbelformulierung. Was haben wir bisher gemacht? Jegliche Nachwuchsarbeit funktioniert als soziale Arbeit, Breitensportentwicklung und Spitzensportförderung. Das dies nun systematisch funtionieren soll, bedeutet nur eines: Es wird nach Vorgaben gearbeitet. Sonderwege, möglicherweise erfolgreiche, sind ausgeschlossen. Das mag erfolgversprechend sein, in einigen Fällen sinnvoll, aber es ist ähnlich, wie bei der EU-Steckervorgabe für Handys. Der Gedanke ist nicht schlecht, aber er würgt auch Innovationen ab. Eine Rahmenvorgabe mit gesteckten Zielen und mehr Freiheiten beim Weg würden mir grundsätzlich besser gefallen. Mir ist klar, dass dann aber die Vergleichbarkeit der Qualität der Nachwuchsarbeiten eingeschränkt ist. Den Aufbau von Leistungszentren sehe ich positiv. Das ist unabdingbar, um an der Leistungsspitze besser zu werden und auch für die Breite mehr Spieler zu produzieren. Mit Blick auf Salzburg, Mannheim, Berlin, Köln etc.: Wenige schaffen es in die NHL, einige in die Nationalmannschaft bzw. DEL und andere landen in der Oberliga bzw. Landesligen. Für das gesamte deutsche Eishockey ist das Ergebnis, und sei es am Anfang noch so niedrig, wichtig.
Trainerentwicklung: bis 2034 ausschließlich in Deutschland ausgebildete bzw. entwickelte Cheftrainer in DEL, DEL2 und Oberliga.
Die Trainer, die aus diesem Programm hervorgehen, bereichern früher oder später bzw. teilweise auch den Nachwuchs. Das Ziel sehe ich grundsätzlich als positiv an. Das Problem an der Geschichte: Der Deutsche ist grundsätzlich nicht so umzugsfreudig und mehr auf Sicherheit bedacht, wie z. B. ein Nordamerikaner. Insofern bin ich etwas skeptisch, ob dies ein erreichbares Ziel ist.
die Oberliga als Förderliga, ein gemeinsames Konzept bis 2028.
Die Oberliga ist ein Minenfeld. Die Mischung aus aufstiegswilligen Vereinen, Inventarvereinen und Hinterbänklern ist explosiv. Die Etats pendeln zwischen 350.000 und ein paar Millionen. Wer in die DEL2 aufsteigen will, unterwirft sich keinem Förderkonzept. Andere müssen es aus finanziellen Gründen, aber möglicherweise nicht aus Überzeugung. Das Thema ist so alt, wie die Oberliga als dritte Liga. Bisher ist es niemanden gelungen den gordischen Knoten zu durchschlagen. Die Lage verdeutlicht auch eine Entscheidung der Ligenmitglieder. Der dritte Ausländer sollte nur als vorübergehende Hilfe für ein Jahr bleiben. Wer konnte es ahnen, die Stellen sind immer noch besetzt und über eine Abschaffung wird öffentlich nicht diskutiert. Vermutlich wird mir gleich jemand die Ähnlichkeit zur DEL vorwerfen. Die sehe ich nicht. Hier spielen Vollprofi-Teams gegen Arbeiter und Studenten. Der Spielermarkt und das Umfeld ist nicht annähernd vergleichbar.
Augsburg wird vmtl. Aus dem oberen Sektor der Nachwuchsarbeit ausscheiden
Möglicherweise, aber wird dadurch die Nachwuchsarbeit in Augsburg besser oder schlechter? Einen Bestandsschutz für die Nachwuchsabteilungen von DEL-Vereinen lehne ich grundsätzlich ab.
Glaubst du, …
Was ich glaube oder nicht, ist nicht so relevant. Ich bin in keiner Funktion als Entscheidungsträger. Es ist ein Schritt bzw. ein Versuch die Probleme im deutschen Eishockey zu mittelfristig zu minimieren bzw. langfristig aus der Welt zu schaffen. Das begrüße ich. Ob die Mittel und Wege zielführend sind, wird sich zeigen. Es funktioniert nach dem Try- und Error-Prinzip. Es ist eine Randsportart und große Schritte bzw. Verbesserungen sind nicht kurzfristig zu erreichen. Im Prinzip scheitern alle Versuche bereits daran, das Eishockey in Deutschland kein Volkssport ist und der Fussball alle anderen Sportarten unterbuttert. Hinzu kommt die Abhängigkeit von kommunalen Eishallen in Zeiten klammer Kommunen. Vielleicht reden wir in drei Jahrzehnten nicht mehr über Eishockey, sondern über Inline-Hockey oder Synthetic-Hockey, weil das wesentlich kosteneffizienter zu betreiben ist.
Elias
Mir ist klar, dass Eishockey auch ein Tagesgeschäft ist und der Posten der meist ausländischen Trainer an kurzfristigen Erfolgen hängt. Das ist das Versagen der Organisationen. Trainer sind Angestellte und wenn ich ein übergeordnetes Konzept vorgebe, dann hält sich der Trainer daran oder er ist seinen Job los. Rosenheims Coach Pasanen hat es sinngemäß so formuliert: "Ich habe den Auftrag, um die Meisterschaft mitzuspielen. Wird mir die Nachwuchsförderung vorgegeben, dann setzte ich das um". Das Problem ist also nicht immer der Trainer allein. Die Frage ist, muss ich auf Teufel komm raus bzw. auf Kosten der Nachwuchsförderung vom 12. auf den 10. Platz vorrücken oder verfolge ich doch einmal auf lange Sicht ein erfolgversprechenderes Ziel? Wenn ein Elias für die Panther kein förderwilliger Spieler ist, mit welchen Argumenten will man dann andere Talente nach Augsburg holen? Auch der Abstieg in die DEL2 ist kein Weltuntergang, auch wenn niemand Lust darauf hat. Er kann eine Chance sein sich zu konsilidieren und ein anderes Konzept zu verfolgen. In Krefeld ist die Welt nicht untergegangen und in Düsseldorf wird sie es auch nicht. Dresden wird auch daraus lernen.
Abstieg
Ich bin in Befürworter der Auf- und Abstiegsregel. Sie macht die Saison interessanter. Willst du zurück zu den Zeiten bedeutungsloser Kämpfe in den Tabellenkeller? In Zeiten, in den Spieler vorzeitig aus dem Vertrag entlassen werden, weil es Geld spart? Genau das würden dann auch in Augsburg passieren. Ich bin für eine Schrittweise Annäherung der Bedingungen zwischen DEL und DEL2, d. h. die Zahl der Ausländer muss über die nächsten Jahre/Jahrzehnte abgebaut werden. Wenn wir die Ausbildung verbessern und die Basis verbreitern können, dann sollte das Ziel in spätestens 20 Jahren sechs Ausländer auf dem Spielbericht und neun zu zu vergebende Lizenzen sein.
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