Whiskyman hat geschrieben: Gestern 13:24
Tut er das nicht und man gräbt wirklich einen wie Choupani, Smallwood oder vor einiger Zeit Dove-McFalls dort aus, so ist er günstiger…. Aber, das Risiko, dass er hier funktioniert, ist auch größer.
In der DEL2 werden ordentliche Gehälter gezahlt. Ein Erstreihenspieler verdient dort in der Regel mehr als ein Viertreihenspieler der DEL. Die Spieler und Berater kennen den Markt sehr genau, haben Standortvergleiche und verkaufen sich nicht für einen Apfel und ein Ei. Es werden Rollen versilbert. Ein guter Rechtsverteidiger kann mehr aufrufen als ein Linksverteidiger. Ein Torjäger mit Spielmacherqualitäten mehr als ein Rollenspieler. Möglicherweise macht ein "Wackelkandidat" für den ersten Vertrag Abstriche, um die Chance wahr zu nehmen, aber dann war es das.
Whiskyman hat geschrieben: Gestern 13:24
Die NHL und Don Cherry habe ich nur als Beleg angeführt, dass die Ressentiments gegenüber Nicht-Nordamerikanern unter den nordamerikanischen Coaches nicht mehr existieren. Der Sport ist internationaler geworden.
Die Aussage stimmt für den nordamerikanischen Markt. Der Vergleich mit dem deutschen Markt ist nicht zielführend. Die Voraussetzungen sind einfach nicht deckungsgleich.
Whiskyman hat geschrieben: Gestern 13:24
Jetzt zur Nationalmannschaft. Als DEL-Franchise, vor allem im Low-Budget-Bereich, haben wir keine Verantwortung für die Nationalmannschaft.
Irrtum. Wenn alle DEL-Franchises die Verantwortung für die Nationalmannschaft von sich weisen und mit dem Finger auf den DEB zeigen, was wird dann passieren? In einer Randsportart sitzen wir alle im selben Boot. Von der DEL bis zur Bezirksliga. Einer kann nicht gut ohne den anderen. Die Nationalmannschaft ist das Aushängeschild der Sportart, sorgt im besten Fall für ein gesteigertes Zuschauerinteresse im regionalen Markt und beschert dir in guten Zeiten einen regen Zulauf im Nachwuchsbereich. Ich darf auf eine andere Sportart verweisen: Ohne Becker und Graf war der Tennisboom für Jahre vorbei. Die Sportart hat sich nur langsam davon erholt.
Whiskyman hat geschrieben: Gestern 13:24Deswegen sollten wir die Diskussionen um die Flaggenparade dorthin tun, wo sie hingehört. In die Mottenkiste der Eishockeyvergangenheit. Natürlich ist eine Beschränkung der transferkartenpflichtigen Spieler essenziell, wichtig und richtig. Sonst hast Du eine echte Kirmesliga.
"Flaggenparade", ja oder nein? Hier widersprichst du dir ein wenig. Ich mag kein Kirmesliga, ich mag keine Klubs, die bei der Nachwuchsausbildung mit dem Finger auf andere zeigen und ich mag deutsche Nachwuchsspieler in der Deutschen-Eishockey-Liga sehen.
Augsburger Punker hat geschrieben: Gestern 15:20Ja, werden die meisten der kleineren Clubs machen - hoffentlich mit der Folge, dass die Schere in der DEL nicht noch weiter aufgeht, sondern sich wieder etwas schließt. Denn der Grund für wenige erfahrene statt vielen jungen Spielern ist doch der, dass ich die ersteren eher brauchen kann als U23-Spieler, die die Geld-Clubs übrig gelassen haben.
Ich sage mal so, wenn die Topspieler des jeweiligen Jahrganges von Berlin, Köln, München, Mannheim und den nordamerikanischen Klubs abgegriffen sind, dann nehmen diese Vereine noch Perspektivspieler unter Vertrag, die vermutlich nicht in der DEL landen, sondern nach dem Ende der Förderlizenz in der DEL2, Oberliga oder darunter landen. Egal was Augsburg macht, unter den jetzigen Bedingungen kommst du an diese Talente niemals heran. Es fehlt am ganzjährigen Eistraining, an den Top-Mitspielern, der Strahlkraft und auch ein wenig an der Anziehung für die Scouts. Die Chance bei den Top-Nachwuchsstandorten gleich mehrere Nachwuchstalente zu sichten, ist einfach höher.
Bleiben also die Perspektivspieler als mögliche Kandidaten. Da waren immer gute Spieler dabei, aber mach dir nichts vor, die sind in der Breite nicht besser als die vergangenen bzw. aktuell vorhandenen jungen Spieler. Wirth und van der Linde waren U-Nationalspieler. Wie sie von den Fans bewertet wurden, kannst du hier im Forum lesen. Ob berechtigt oder unberechtigt, das ist die Wertigkeit junger Spieler. Jetzt stelle dir vor, wie ein Manager, dessen Job von einer guten Saison abhängt, den Kader zusammenstellt, wenn er frei entscheiden kann und nicht auf irgendwelche Förderregeln Rücksicht nehmen muss. Das eine bedingt das andere.
Augsburger Punker hat geschrieben: Gestern 15:20Ja Von welchen jungen Deutschen schreibst Du? Seider, Stützle, dazu ein paar wenige aus Fuschl, Mannheim und Berlin, aktuell fällt mir außer Calce keiner ein, der gleich gut oder minimal schlechter ist als ein AL.
Mein Ausgangspunkt war die zeitlich begrenzte Tages- bzw. Wochenleistung, nicht das Potential an für sich. Von Ausnahmetalenten habe ich nicht gesprochen. Ich halte die Trainer der DEL grundsätzlich für wenig risikofreudig, festgefahren in ihrem System und Plan. Warum nicht einmal einen Jungen in ein Powerplay stecken, wenn er gerade ein gutes Spiel abliefert und das PP ohnehin nicht funktioniert?
Augsburger Punker hat geschrieben: Gestern 15:20Ja Das Leihen ist trotzdem einer der wenigen Möglichkeiten für Clubs wie uns an bessere Fölis zu kommen: Wenn die bei ihren Erstclubs auf der Tribüne versauern, dann haben die auch einen Wechselgrund.
"Das Bessere ist der Feind des Guten."
Das mag stimmen, aber wie ich bereits in einem vorherigen Post ausgeführt habe, müssen dazu mehrere Bedingungen stimmen. Vielleicht sind diese Spieler genau die passenden, um das Team zu beleben einen überraschende Teamleistung abzurufen. Meiner Meinung nach gelingt das allerdings nur in Ausnahmejahren. In der Regel hast du vielleicht als Zuschauer mehr Spaß am Spiel, aber das Team kommt der Konkurrenz nicht zwangsläufig näher.
Danke! Denn habe ich glatt vergessen.
Augsburger Punker hat geschrieben: Gestern 15:20der sportliche Wettkampf wird leider von den Groß-Investoren behindert. Und eine Reduzierung der AL hilft ihnen bei dieser "Behinderung".
Bedaure, ich verstehe den Punkt nicht. Ohne Groß-Investoren könnten wir Spiele auf dem Niveau Pfaffenhofen – Waldkraiburg ansehen.
Augsburger Punker hat geschrieben: Gestern 15:20Whiskyman hat von der Verantwortung der Clubs gegenüber ihren "Stakeholdern geschrieben, also Sponsoren, Team, und Fans. Die Nationalmannschaft spielt da nur eine Nebenrolle - zurecht! Wir spielen zweimal pro Woche, die Fans und Sponsoren interessiert zuallererst, dass diese Spiele ansehnlich sind. Die Nati hat ein relevantes Turnier p.a. und alle vier Jahre ein zweites. Kann man sich anschauen, weil der AEV zu dieser Zeit pausiert. Das war's aber auch.
Zu dem Thema habe ich meine Meinung weiter oben kundgetan.