4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Hier könnt ihr eure Tipps und Meinungen zu den Spielen der Panther abgeben und beim Eishockey-Tippspiel mitmachen.
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Mr. Shut-out
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Re: 4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Beitrag von Mr. Shut-out »

Whiskyman hat geschrieben: Gestern 08:51 Sie werden dem vertrauen, der Leistung bringt und ins Team passt. Peters hält beispielsweise sehr viel von Wohlgemuth und auch von Jones. Beides keine gebürtigen Kanadier. Mitchell hat in den letzten Jahren gute Deutsche mit Perspektive verpflichtet. Gerade für Chico hätte es damals auch ein paar ältere Zweiflaggler gegeben.

Ausserdem ist diese Zweiflagglerdiskussion völlig vergangenheitsbezogen. Ich hätte kein Problem, würde Larry einen wie Matt Choupani ausgraben.

Eishockey ist sowieso sehr international. Die NHL hat mit Abstand die meisten Ausländer (da sind es eben die Europäer) aller Ligen im US-Major Sport. Bis in den Nachwuchsbereich spielen Europäer. In der CHL gibt es einen European Draft.

Don Cherry mit seinen rassistischen, antieuropäischen Kommentaren ist in Rente und hält hoffentlich für immer das Maul eines verbitterten alten weißen Mannes.

Fazit: Für kanadische Coaches ist es nicht ungewöhnlich, international zu coachen. Manche von ihnen haben in Europa gespielt. Schon vor über 30 Jahren hat mir Gary Prior als es um die Nationalität eines möglichen Neuzugangs in der Abwehr ging, geantwortet: "Egal, vielleicht eine Schwedische. Haben gute Defenders."
Und jetzt überleg mal, wer mehr kostet. Wohlgemuth oder der vergleichbare Deutsch-Kanadier. Wir reden jetzt von drei mehr zu besetzenden Deutschen stellen und Spielern, die weit mehr kosten als ein U-Spieler. Und gerade Vereine mit kleinem Budget sind dann oftmals die Hände gebunden.

Was bringt hier der NHL-Vergleich? Die haben genügend Spieler, auch wenn dort viele Europäer spielen. Bei uns werden somit noch weniger Spieler für die Nationalmannschaft in Frage kommen.

Und das kann jeder für sich selbst entscheiden ohne mit Rassismus/Diskriminierung etc. anzufangen. Mir ist es lieber so wie jetzt mit Krauß, Wohlgemuth und Co. als mit ner kanadischen 1C Nationalmannschaft a la Iserlohn.
Meister Yoda
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Re: 4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Beitrag von Meister Yoda »

Schade, dass die Diskussion im Köln-Thread zum 4. Spieltag geführt wird - ich hielte die für sehr wertvoll, aber hier geht sie unter
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Re: 4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Beitrag von Rama Lama Ding Dong »

Meister Yoda hat geschrieben: Gestern 10:09 Schade, dass die Diskussion im Köln-Thread zum 4. Spieltag geführt wird - ich hielte die für sehr wertvoll, aber hier geht sie unter
Wollte ich auch gerade schreiben ... Schade das hier keine Moderatoren sind die das bisschen im
Überblick haben ...
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Augsburger Punker
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Re: 4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Beitrag von Augsburger Punker »

Meister Yoda hat geschrieben: Gestern 10:09 Schade, dass die Diskussion im Köln-Thread zum 4. Spieltag geführt wird - ich hielte die für sehr wertvoll, aber hier geht sie unter
Vielleicht kann sie ja von einem Moderator verschoben werden?
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Re: 4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Beitrag von aev-panther »

Augsburger Punker hat geschrieben: Gestern 10:36 Vielleicht kann sie ja von einem Moderator verschoben werden?
Es gibt tatsächlich Moderatoren?
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Whiskyman
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Re: 4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Beitrag von Whiskyman »

Erstens, die Bitte an die Mods. Dringend verschieben in einen neuen Thread und die Grundsatzdiskussion vom 3. Spieltag gleich mit.

Zweitens, die Erwiderung auf Mr Shut-Out.

Auch mit Dir macht die Diskussion Spaß, fast soviel wie mit Halfdan. Leider wirfst Du die Sachen ein wenig durcheinander. Zunächst zum Preisvergleich. Die kosten, wenn sie leistungsmäßig gleich sind, auch ziemlich gleichviel, wenn der Zweiflaggler schon DEL spielt. Tut er das nicht und man gräbt wirklich einen wie Choupani, Smallwood oder vor einiger Zeit Dove-McFalls dort aus, so ist er günstiger. Aber, das Risiko, dass er hier funktioniert ist auch größer. Auch hier mal eine Gegenfrage in Erinnerung an den Planungsthread 23/24. Wen hätten wir damals holen sollen, den alternden Oblinger oder Dove-McFalls? Dann eher mal ins kalkulierbare Risiko. Eine große Einbürgerungswelle unbekannter Spieler wird es nicht mehr geben. Die letzte größere Auswanderungswelle nach Nordamerika war in den 50ern. Die KInder und Enkel dieser Auswanderer sind inzwischen zu alt. Harry Kreis kam beispielsweise als 19-jähriger 1978 nach Deutschland. Ein paar Spieler gibt es schon noch. Aber, ein erfolgreicher Flug wie einst von Herrn Weisenbach wird sich nicht mehr lohnen (außerdem gibt es Internet) und die Bar Schlüsselloch in Essen für die Kriminelleren unter den Eishockeyfunktionären gibt es auch nicht mehr.

Der Sport ist seröser geworden.

Die NHL und Don CHerry habe ich nur als Beleg angeführt, dass die Ressentiments gegenüber NIcht-Nordamerikanern unter den nordamerikanischen Coaches nicht mehr existieren.

Der Sport ist internationaler geworden.

Jetzt zur Nationalmannschaft. Als DEL-Franchise, vor allem im Low-Budget-Bereich, haben wir keine Verantwortung für die Nationalmannschaft. Die Geschäftsführung einer DEL-Franchise hat Verantwortung gegenüber ihren Stakeholdern. Das sind Sponsoren, Mannschaft, Trainerstab, Fans, Zuschauer, Stammverein, Mitarbeiter, regionales Umfeld und vielleicht noch ein paar mehr. Es ist aber nicht die Nationalmannschaft. Da ist der DEB zuständig, gerne mit Unterstützung der Liga und ihrer Franchises.

Deswegen sollten wir die Diskussionen um die Flaggenparade dorthin tun, wo sie hingehört. In die Mottenkiste der Eishockeyvergangenheit.

Natürlich ist eine Beschränkung der transferkartenpflichtigen Spieler essentiell, wichtig und richtig. Sonst hast Du eine echte Kirmesliga. Es ist aber, das muss jedem klar sein, juristisch ein Gentlemen's Agreement. Ob sechs, acht, neun oder hoch auf zehn AL, kann man auch mal diskutieren. Da gibt es für alles Argumente.

Das war es fürs erste. Muss wieder was arbeiten.
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Augsburger Punker
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Re: 4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Beitrag von Augsburger Punker »

Bei den Absätzen, die ich nicht zitiere stimme ich Dir zu, zu denen hier drunter habe ich z.T. eine andere Meinung:
Halfdan hat geschrieben: Gestern 09:09 Unter der Prämisse werden die kleine Klubs einfach Stellen für junge Spieler streichen. Lässt es sich finanziell und qualitativ darstellen, dann werden die Stellen mit erfahren Spielern besetzt oder das Budget wird für die Planstellen der Topreihen freigestellt, d. h. die festen Kader werden verkleinert und pro forma mit Juniorenspielern aufgefüllt. Da ab dem fünften Einsatz in den Reindl-Pool eingezahlt werden muss, werden in den unteren Ligen viele Spieler in den Genuss kommen den Spielbericht zu füllen.
Ja, werden die meisten der kleineren Clubs machen - hoffentlich mit der Folge, dass die Schere in der DEL nicht noch weiter aufgeht, sondern sich wieder etwas schließt. Denn der Grund für wenige erfahrene statt vielen jungen Spielern ist doch der, dass ich die ersteren eher brauchen kann als U23-Spieler, die die Geld-Clubs übrig gelassen haben.
Halfdan hat geschrieben: Gestern 09:09 In der Regel setzen die ausländischen Trainer auf ausländische Spieler, die als "Unterschiedsspieler" verpflichtet wurden und fast durch die Bank teurer sind als junge deutsche Spieler. Das Argument "ist Profisport, da zählt das Leistungsprinzip" ist nur bedingt richtig und im Eishockey eher eine Floskel. Bei gleicher oder minimal besserer Leistung erhält praktisch nie der Förderlizenzspieler den Vorzug vor einem Ausländer.
Von welchen jungen Deutschen schreibst Du? Seider, Stützle, dazu ein paar wenige aus Fuschl, Mannheim und Berlin, aktuell fällt mir außer Calce keiner ein, der gleich gut oder minimal schlechter ist als ein AL.
Halfdan hat geschrieben: Gestern 09:09 Dann stechen die Argumente Erfahrung, Potential und Geld. Ich habe es schon öfter erwähnt: Kein Trainer wird einen Ausländer mit einem Verdienst von 80.000 bis 200.000 Euro wegen schlechter Leistungen zugunsten eines Förderlizenzspielers für längere Zeit auf die Tribüne verbannen, weil dann müssten sie erklären, warum sie die den Spieler für so viel Geld unbedingt wollten. Im besten Fall wird der Vertrag aufgelöst und ein Ersatz geholt. Die Leistung des Förderlizenzspieler höchstens für kurze Zeit belohnt. Das könnt ihr glauben oder nicht. Das Szenario "hey Bill, wir haben hier vier junge Spieler, die 10-14 Minuten spielen sollen … ach ja, fast vergessen, wir wollen 10. werden, aber 8. wäre natürlich besser" wird es nicht geben. Wenn es um die Wurst geht, dann steht der ältere, erfahrenere Spieler auf dem Eis. Ganz egal, wie er performt hat. Schließlich hat der schon einmal bewiesen, dass er den Unterschied ausmachen kann. Irgendwann in seiner Karriere.
Ein AL wird im Normalfall von einem anderen AL "verdrängt" und nicht von einem Föli-Spieler. Man hat ja 11 Lizenzen und kann nur 9 AL einsetzen. Und bis auf die oben genannten großen Ausnahmen geht das nicht mit Fölis, weil sie die Qualität nicht haben. Du hast ja selbst schon über die schwächeren Jahrgänge geschrieben, wer hätte es denn drauf in vorderen Reihen außer Calce?
Halfdan hat geschrieben: Gestern 09:09
Das funktioniert, weil die Bayern nicht den beschränkten Finanzrahmen eines Eishockeyklubs haben, sich die Spieler davon einen Vorteil in der Entwicklung mit anschließendem Stammplatz beim Rekordmeister versprechen und dieses Versprechen oft genug einlösen können. Ich erwähne es extra: Die Trainingsbedingungen in der Fußball-Bundesliga unterscheiden sich von Klub zu Klub nicht fundamental, während im Eishockey die Spitzenklubs 11 Monate auf Eis trainieren, ist das Eistraining in Augsburg drei Monat kürzer. Ich glaube auch nicht, dass Klubs wie München, Mannheim, Köln und Berlin für die Leihspieler Teile des Gehalts übernehmen. Und dann steht die Frage im Raum, ob der Leihspieler ins Augsburger Budget passt, wenn er beim "Heimatklub" für mehr Geld unterschrieben hat. Den möglichen Einwand, "ja aber, er kann dann doch später nach Augsburg kommen", ziehe ich gleich im Vorfeld den Zahn. Die Rolle im Training des "Heimatvereins" fällt dann entsprechend kleiner aus oder weg, weil die Klubs die Kaderplanung entsprechend ausrichten und auch keine 30-40 Spieler im Training haben wollen.
Das Leihen ist trotzdem einer der wenigen Möglichkeiten für Clubs wie uns an bessere Fölis zu kommen: Wenn die bei ihren Erstclubs auf der Tribüne versauern, dann haben die auch einen Wechselgrund.
Halfdan hat geschrieben: Gestern 09:09
Wenn der Spieler will, die Finanzen passen und die Kaderstrukturen eine längere Leihe möglich machen – warum nicht? Es ist allerdings naiv zu glauben, deshalb erhöht sich die Zahl der DEL-tauglichen Förderlizenzspieler und in Augsburg landen zwangsläufig Spieler mit einem höheren Niveau als Elias, Pellizzari und Hanke. Und selbst wenn, dann ist nicht garantiert, dass die Panther-Leihspieler besser sind als die der direkten Konkurrenz.
Zwickl nicht vergessen.
Halfdan hat geschrieben: Gestern 09:09 Der Glaube versetzt Berge. Die Organisationen treten gemeinsam auf und haben zeitweise oder übergreifende gemeinsame Interessen. Im Endeffekt versucht aber jede Organisation soweit möglich ihren eignen Weg zu gehen und gegenüber der Konkurrenz einen Vorteil zu erzielen. Das ist das Wesen des sportlichen Wettkampfes. Die Spieler kommen dabei zuerst als Erfolgsgaranten vor. Was hindert die Vereine schon jetzt ein Entwicklungsmodell umzusetzen? Wenn sie wollten, hätten sie über die Jahre die Zahl der Ausländer reduzieren und den Förderlizenzspielern mehr Eiszeit verschaffen können. Alle Jahre war dies auf der Prioritätenliste nicht weit oben. Warum? Das Niveau sollte so hoch wie möglich gehalten werden. Wegen des Spektakels, voller Hallen und natürlich auch, um die Spitzenspieler für das Aushängeschild Nationalmannschaft auf ein höheres Niveau zu hieven. Das hat sehr lange, sehr gut funktioniert. Warum also etwas ändern?
der sportliche Wettkampf wird leider von den Groß-Investoren behindert. Und eine Reduzierung der AL hilft ihnen bei dieser "Behinderung".
Halfdan hat geschrieben: Gestern 09:09 Jetzt haben sich die Bedingungen und Ergebnisse geändert. Jetzt versucht man einen neuen Weg. Ich denke nicht, dass dies zwangsläufig in einem Leih- und Entwicklungsmodell zwischen den großen und kleinen DEL-Klubs mündet. Im Einzelfall wird oder könnte es so laufen, aber für die Mehrzahl sehe ich eher den klassischen Weg "von einer unteren Liga nach oben kämpfen".
Whiskyman hat von der Verantwortung der Clubs gegenüüber ihren "Stakeholdern geschrieben, also Sponsoren, Team, und Fans. Die Nationalmannschaft spielt da nur eine Nebenrolle - zurecht! Wir spielen zweimal pro Woche, die Fans und Sponsoren interessiert zuallererst, dass diese Spiele ansehnlich sind. Die Nati hat ein relevantes Turnier p.a. und alle vier Jahre ein zweites. Kann man sich anschauen, weil der AEV zu dieser Zeit pausiert. Das war's aber auch.
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Re: 4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Beitrag von Halfdan »

Whiskyman hat geschrieben: Gestern 13:24 Tut er das nicht und man gräbt wirklich einen wie Choupani, Smallwood oder vor einiger Zeit Dove-McFalls dort aus, so ist er günstiger…. Aber, das Risiko, dass er hier funktioniert, ist auch größer.
In der DEL2 werden ordentliche Gehälter gezahlt. Ein Erstreihenspieler verdient dort in der Regel mehr als ein Viertreihenspieler der DEL. Die Spieler und Berater kennen den Markt sehr genau, haben Standortvergleiche und verkaufen sich nicht für einen Apfel und ein Ei. Es werden Rollen versilbert. Ein guter Rechtsverteidiger kann mehr aufrufen als ein Linksverteidiger. Ein Torjäger mit Spielmacherqualitäten mehr als ein Rollenspieler. Möglicherweise macht ein "Wackelkandidat" für den ersten Vertrag Abstriche, um die Chance wahr zu nehmen, aber dann war es das.
Whiskyman hat geschrieben: Gestern 13:24 Die NHL und Don Cherry habe ich nur als Beleg angeführt, dass die Ressentiments gegenüber Nicht-Nordamerikanern unter den nordamerikanischen Coaches nicht mehr existieren. Der Sport ist internationaler geworden.
Die Aussage stimmt für den nordamerikanischen Markt. Der Vergleich mit dem deutschen Markt ist nicht zielführend. Die Voraussetzungen sind einfach nicht deckungsgleich.
Whiskyman hat geschrieben: Gestern 13:24 Jetzt zur Nationalmannschaft. Als DEL-Franchise, vor allem im Low-Budget-Bereich, haben wir keine Verantwortung für die Nationalmannschaft.
Irrtum. Wenn alle DEL-Franchises die Verantwortung für die Nationalmannschaft von sich weisen und mit dem Finger auf den DEB zeigen, was wird dann passieren? In einer Randsportart sitzen wir alle im selben Boot. Von der DEL bis zur Bezirksliga. Einer kann nicht gut ohne den anderen. Die Nationalmannschaft ist das Aushängeschild der Sportart, sorgt im besten Fall für ein gesteigertes Zuschauerinteresse im regionalen Markt und beschert dir in guten Zeiten einen regen Zulauf im Nachwuchsbereich. Ich darf auf eine andere Sportart verweisen: Ohne Becker und Graf war der Tennisboom für Jahre vorbei. Die Sportart hat sich nur langsam davon erholt.
Whiskyman hat geschrieben: Gestern 13:24Deswegen sollten wir die Diskussionen um die Flaggenparade dorthin tun, wo sie hingehört. In die Mottenkiste der Eishockeyvergangenheit. Natürlich ist eine Beschränkung der transferkartenpflichtigen Spieler essenziell, wichtig und richtig. Sonst hast Du eine echte Kirmesliga.
"Flaggenparade", ja oder nein? Hier widersprichst du dir ein wenig. Ich mag kein Kirmesliga, ich mag keine Klubs, die bei der Nachwuchsausbildung mit dem Finger auf andere zeigen und ich mag deutsche Nachwuchsspieler in der Deutschen-Eishockey-Liga sehen.
Augsburger Punker hat geschrieben: Gestern 15:20Ja, werden die meisten der kleineren Clubs machen - hoffentlich mit der Folge, dass die Schere in der DEL nicht noch weiter aufgeht, sondern sich wieder etwas schließt. Denn der Grund für wenige erfahrene statt vielen jungen Spielern ist doch der, dass ich die ersteren eher brauchen kann als U23-Spieler, die die Geld-Clubs übrig gelassen haben.
Ich sage mal so, wenn die Topspieler des jeweiligen Jahrganges von Berlin, Köln, München, Mannheim und den nordamerikanischen Klubs abgegriffen sind, dann nehmen diese Vereine noch Perspektivspieler unter Vertrag, die vermutlich nicht in der DEL landen, sondern nach dem Ende der Förderlizenz in der DEL2, Oberliga oder darunter landen. Egal was Augsburg macht, unter den jetzigen Bedingungen kommst du an diese Talente niemals heran. Es fehlt am ganzjährigen Eistraining, an den Top-Mitspielern, der Strahlkraft und auch ein wenig an der Anziehung für die Scouts. Die Chance bei den Top-Nachwuchsstandorten gleich mehrere Nachwuchstalente zu sichten, ist einfach höher.
Bleiben also die Perspektivspieler als mögliche Kandidaten. Da waren immer gute Spieler dabei, aber mach dir nichts vor, die sind in der Breite nicht besser als die vergangenen bzw. aktuell vorhandenen jungen Spieler. Wirth und van der Linde waren U-Nationalspieler. Wie sie von den Fans bewertet wurden, kannst du hier im Forum lesen. Ob berechtigt oder unberechtigt, das ist die Wertigkeit junger Spieler. Jetzt stelle dir vor, wie ein Manager, dessen Job von einer guten Saison abhängt, den Kader zusammenstellt, wenn er frei entscheiden kann und nicht auf irgendwelche Förderregeln Rücksicht nehmen muss. Das eine bedingt das andere.

Augsburger Punker hat geschrieben: Gestern 15:20Ja Von welchen jungen Deutschen schreibst Du? Seider, Stützle, dazu ein paar wenige aus Fuschl, Mannheim und Berlin, aktuell fällt mir außer Calce keiner ein, der gleich gut oder minimal schlechter ist als ein AL.
Mein Ausgangspunkt war die zeitlich begrenzte Tages- bzw. Wochenleistung, nicht das Potential an für sich. Von Ausnahmetalenten habe ich nicht gesprochen. Ich halte die Trainer der DEL grundsätzlich für wenig risikofreudig, festgefahren in ihrem System und Plan. Warum nicht einmal einen Jungen in ein Powerplay stecken, wenn er gerade ein gutes Spiel abliefert und das PP ohnehin nicht funktioniert?
Augsburger Punker hat geschrieben: Gestern 15:20Ja Das Leihen ist trotzdem einer der wenigen Möglichkeiten für Clubs wie uns an bessere Fölis zu kommen: Wenn die bei ihren Erstclubs auf der Tribüne versauern, dann haben die auch einen Wechselgrund.
"Das Bessere ist der Feind des Guten."
Das mag stimmen, aber wie ich bereits in einem vorherigen Post ausgeführt habe, müssen dazu mehrere Bedingungen stimmen. Vielleicht sind diese Spieler genau die passenden, um das Team zu beleben einen überraschende Teamleistung abzurufen. Meiner Meinung nach gelingt das allerdings nur in Ausnahmejahren. In der Regel hast du vielleicht als Zuschauer mehr Spaß am Spiel, aber das Team kommt der Konkurrenz nicht zwangsläufig näher.
Augsburger Punker hat geschrieben: Gestern 15:20Zwickl nicht vergessen.
Danke! Denn habe ich glatt vergessen.
Augsburger Punker hat geschrieben: Gestern 15:20der sportliche Wettkampf wird leider von den Groß-Investoren behindert. Und eine Reduzierung der AL hilft ihnen bei dieser "Behinderung".
Bedaure, ich verstehe den Punkt nicht. Ohne Groß-Investoren könnten wir Spiele auf dem Niveau Pfaffenhofen – Waldkraiburg ansehen.
Augsburger Punker hat geschrieben: Gestern 15:20Whiskyman hat von der Verantwortung der Clubs gegenüber ihren "Stakeholdern geschrieben, also Sponsoren, Team, und Fans. Die Nationalmannschaft spielt da nur eine Nebenrolle - zurecht! Wir spielen zweimal pro Woche, die Fans und Sponsoren interessiert zuallererst, dass diese Spiele ansehnlich sind. Die Nati hat ein relevantes Turnier p.a. und alle vier Jahre ein zweites. Kann man sich anschauen, weil der AEV zu dieser Zeit pausiert. Das war's aber auch.
Zu dem Thema habe ich meine Meinung weiter oben kundgetan.
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Re: 4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Beitrag von Saku Koivu »

Halfdan hat geschrieben: Gestern 09:09Die Zielsetzungen der Vereine und die Umsetzung der Trainer ist der Maßstab. Wer als Trainer und Manager nicht erfolgreich ist, verliert seinen Job.

Ich habe es schon öfter erwähnt: Kein Trainer wird einen Ausländer mit einem Verdienst von 80.000 bis 200.000 Euro wegen schlechter Leistungen zugunsten eines Förderlizenzspielers für längere Zeit auf die Tribüne verbannen, weil dann müssten sie erklären, warum sie die den Spieler für so viel Geld unbedingt wollten.
Du widersprichst dir da in dem gleichen Absatz. Es zählt normalerweise das Leistungsprinzip. Du schließt das komplett aus und führst deine Aussage das es nur um Erfolg geht ad absurdum.

Bezüglich der U Regel, die würde ich komplett abschaffen. Das Problem ist strukturbedingt. Sonst hätte wir mehr bessere deutsche Eishockeyspieler. Da muss aber der DEB die Führung übernehmen und für die Infrastruktur mit den Clubs und Vereinen ein sinnvolles Konzept ausarbeiten.

Nachtrag: für die DEL würde ich die Ausländerbegrenzung auf 11 spielberechtigte ausweiten. Also 2 Reihen und ein Goalie. Sowie die U Regelung abschaffen. Sollte die Qualität der Liga insgesamt anheben und genug Platz für die deutschen Spieler die von der Leistung da auch mithalten können.
Zuletzt geändert von Saku Koivu am 30.09.2026 19:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Beitrag von Halfdan »

Das eine schließt das andere nicht aus. Es ist eine Frage, was ich als Trainer und Manager langfristig als erfolgsversprechender ansehe. Nicht was in der Realität tatsächlich den Erfolg bringt. Auch Trainer und Manager irren.
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Re: 4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Beitrag von Saku Koivu »

Halfdan hat geschrieben: Gestern 19:31 Das eine schließt das andere nicht aus. Es ist eine Frage, was ich als Trainer und Manager langfristig als erfolgsversprechender ansehe. Nicht was in der Realität tatsächlich den Erfolg bringt. Auch Trainer und Manager irren.
"Langfristig" existiert im Profisport nicht. Hast du doch selbst gesagt. Kein Erfolg -> Abflug.
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Re: 4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Beitrag von Halfdan »

Ja, das stimmt. Das war sicher nicht optimal ausgedrückt und formuliert. Ich hatte dabei nicht Spielzeiten, sondern eine Serie von Spielen im Kopf. Im Eishockey sind ja 3 bis 10 Spiele schon „langfristig“. Mein Fehler.
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Re: 4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Beitrag von Saku Koivu »

Okay das ergibt Sinn. In den POs würde ich dann wohl auch eher auf Erfahrung setzen, zumindest wenn der FL nur spielerisch leicht besser performed.
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Whiskyman
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Re: 4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Beitrag von Whiskyman »

Halfdan hat geschrieben: Gestern 18:00 In der DEL2 werden ordentliche Gehälter gezahlt. Ein Erstreihenspieler verdient dort in der Regel mehr als ein Viertreihenspieler der DEL. Die Spieler und Berater kennen den Markt sehr genau, haben Standortvergleiche und verkaufen sich nicht für einen Apfel und ein Ei. Es werden Rollen versilbert. Ein guter Rechtsverteidiger kann mehr aufrufen als ein Linksverteidiger. Ein Torjäger mit Spielmacherqualitäten mehr als ein Rollenspieler. Möglicherweise macht ein "Wackelkandidat" für den ersten Vertrag Abstriche, um die Chance wahr zu nehmen, aber dann war es das.
Richtig, aber das war nicht der Ausgangspunkt. Am Ende sind wir wieder beieinander, als Du das von den Wackelkandidaten schreibst
Halfdan hat geschrieben: Gestern 18:00 Die Aussage stimmt für den nordamerikanischen Markt. Der Vergleich mit dem deutschen Markt ist nicht zielführend. Die Voraussetzungen sind einfach nicht deckungsgleich.
Auch das stimmt, war aber auch nicht der Ausgangspunkt. Dieser war, dass nordamerikanische Trainer per se die Landsleute bevorzugen. Und das ist mit dieser Absolutheit nicht richtig.

Halfdan hat geschrieben: Gestern 18:00 Irrtum. Wenn alle DEL-Franchises die Verantwortung für die Nationalmannschaft von sich weisen und mit dem Finger auf den DEB zeigen, was wird dann passieren? In einer Randsportart sitzen wir alle im selben Boot. Von der DEL bis zur Bezirksliga. Einer kann nicht gut ohne den anderen. Die Nationalmannschaft ist das Aushängeschild der Sportart, sorgt im besten Fall für ein gesteigertes Zuschauerinteresse im regionalen Markt und beschert dir in guten Zeiten einen regen Zulauf im Nachwuchsbereich. Ich darf auf eine andere Sportart verweisen: Ohne Becker und Graf war der Tennisboom für Jahre vorbei. Die Sportart hat sich nur langsam davon erholt.
Zum Tennis sind wir aber noch weniger deckungsgleich wie zur NHL. Ansonsten ist das schon ein wenig naiv. Selbstverständlich soll und muss man bei der Nationalmannschaft zusammenarbeiten. Aber, die Verantwortung liegt beim DEB und nirgendwo anders. Die Vereine werden auch nicht gefragt, wenn der Verband keine Kraft hat den schwachen Sportdirektor an die Luft zu setzen oder sich irgendwelche halbdurchdachten Konzepte ausdenkt. Schon alleine, weil sie vieles nicht beeinflussen können, sind sie von der Verantwortung freizusprechen.
Halfdan hat geschrieben: Gestern 18:00 "Flaggenparade", ja oder nein? Hier widersprichst du dir ein wenig. Ich mag kein Kirmesliga, ich mag keine Klubs, die bei der Nachwuchsausbildung mit dem Finger auf andere zeigen und ich mag deutsche Nachwuchsspieler in der Deutschen-Eishockey-Liga sehen.
"Kirmesliga" war, als wir keinerlei Beschränkung bei den AL hatten. Diies war völlkig kontraproduktiv, aber die Zeiten sind vorbei. Letztlich diskutieren wir, wieviel Welpenschutz der rare deutsche Nachwuchs braucht, um sich zu entwickeln. Gerade an einem Traditionsstandort wie Augsburg ist es wichtig, eigene Nachwuchsspieler einzubauen und da hoffe ich schon, dass es Elias und Pellizzari langfristig schaffen. Wo die anderen Deutschen geboren sind - ob in Landshut, Niederbayern oder London, Ontario ist zweitrangig, weil diese sicher nicht in Pantherbettwäsche geschlafen haben und sich das erste Mal näher mit Augsburg beschäftigt haben als der Berater ihnen was geflüstert hat. Ganz am Rande, die Identifkationsfiguren der letzten Dekaden waren gebürtige Kanadier, Moeser und Trevekyan.


Halfdan hat geschrieben: Gestern 18:00Mein Ausgangspunkt war die zeitlich begrenzte Tages- bzw. Wochenleistung, nicht das Potential an für sich. Von Ausnahmetalenten habe ich nicht gesprochen. Ich halte die Trainer der DEL grundsätzlich für wenig risikofreudig, festgefahren in ihrem System und Plan. Warum nicht einmal einen Jungen in ein Powerplay stecken, wenn er gerade ein gutes Spiel abliefert und das PP ohnehin nicht funktioniert?
Moritz Elias spielt derzeit im Powerplay. Er müsste noch aus der, für seine Fähiglkeiten, ungeeigneteen Reihe heraus.
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Saku Koivu
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Re: 4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Beitrag von Saku Koivu »

Whiskyman hat geschrieben: Gestern 21:15Selbstverständlich soll und muss man bei der Nationalmannschaft zusammenarbeiten. Aber, die Verantwortung liegt beim DEB und nirgendwo anders. Die Vereine werden auch nicht gefragt, wenn der Verband keine Kraft hat den schwachen Sportdirektor an die Luft zu setzen oder sich irgendwelche halbdurchdachten Konzepte ausdenkt. Schon alleine, weil sie vieles nicht beeinflussen können, sind sie von der Verantwortung freizusprechen.
In der USA hat der Sport an Sich ja schon einen hohen Stellenwert. MLB, NBA, NFL, NHL. Vier Sportarten die auf höchstem Niveau gespielt werden.

Dann kommt noch die Ausbildung hinzu. Über das Sportstipendium kannst du die NCAA durchlaufen und bist einfach gut ausgebildet und stehst nicht unter dem Druck mit 20 schon direkt im Profisport abliefern zu müssen.
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