4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Hier könnt ihr eure Tipps und Meinungen zu den Spielen der Panther abgeben und beim Eishockey-Tippspiel mitmachen.
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Saku Koivu
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Re: 4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Beitrag von Saku Koivu »

Stauderer hat geschrieben: 29.09.2026 13:24 D.h. dann ja, wenn das Bosman-Urteil auf die DEL angewandt wird, dass EU-Ausländer nicht unters AL-Kontingent fallen dürfen.
Genau. Und dazu braucht es nicht mal das Bosman Urteil. Es ist einfach eine Verletzung der Freizügigkeit innerhalb der EU. War da nicht erst was in einer unterklassigen Liga, wo zwei Teams mehr AL verpflichtet haben als in der Liga abgesprochen?
Johannes
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Re: 4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Beitrag von Johannes »

Saku Koivu hat geschrieben: 29.09.2026 17:32 Genau. Und dazu braucht es nicht mal das Bosman Urteil. Es ist einfach eine Verletzung der Freizügigkeit innerhalb der EU. War da nicht erst was in einer unterklassigen Liga, wo zwei Teams mehr AL verpflichtet haben als in der Liga abgesprochen?
ja irgendwo in der Oberliga, irgendetwas habe ich da auch gelesen dass andere Teams deswegen dann Vorbereitungsspiele gegen diese Mannschaften abgesagt haben.
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Saku Koivu
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Re: 4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Beitrag von Saku Koivu »

Das größte Problem bei den U Spielern hat imho der Punker schon angesprochen. Die Qualität des Nachwuchs gibt keine 14 Mannschaften her. Somit konzentrieren sich die DEL tauglichen U Spieler bei den Topclubs und werten somit ihr Lineup auf, für die anderen bleibt nur "untaugliches" Material übrig was diese Teams noch stärker ins Hintertreffen geraten lässt.
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Hockey_Canada
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Re: 4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Beitrag von Hockey_Canada »

Das war in der Bayernliga. Es gibt dort offenbar ein Gentlemen's agreement, sich auf 2 Kontingentspieler zu beschränken. Das haben aber nur 14 von 16 Mannschaften unterschrieben.

https://www.merkur.de/sport/eishockey/t ... 48973.html
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DennisMay
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Re: 4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Beitrag von DennisMay »

In Summe ist es ein Armutszeugnis für die Liga, es in 30 Jahren nicht geschafft zu haben eine konstant ausreichende Zahl an DEL tauglichen Spielern aus den Nachwuchsteams hervor zu bringen. Wie machen das nur die Schweizer, die mit wesentlich weniger Einwohnern, 14 Erstliga Teams bestücken und dabei nur 6 Ausländer auf der Platte haben.
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Mr. Shut-out
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Re: 4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Beitrag von Mr. Shut-out »

Wenn das wirklich kommt, musst du auf 8 AL runtergehen. Und perspektivisch noch weiter.
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Whiskyman
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Re: 4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Beitrag von Whiskyman »

Hockey_Canada hat geschrieben: 29.09.2026 13:39Ich glaube nihct, dass GreenHill hier einen Bonus gemeint hat. Ich könnte mir vorstellen, dass die Geschäftsführung ein riesiges Problem damit hat, wenn ein Sponsor in einem Flyer in ein schlechtes Licht gestellt wird.
Dann sind wir wieder beieinander. Diese Angst besteht sicher, überhaupt dass Sponsoren von diesen Querelen mit den dementsprechenden Schlagzeilen nicht begeistert sind.
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Whiskyman
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Re: 4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Beitrag von Whiskyman »

Halfdan hat geschrieben: 29.09.2026 13:25 Bin ich für oder gegen die Regel? Ich bin für deutsche Spieler mit regelmäßiger Eiszeit. Am Besten in Schlüsselpositionen. Habe ich eine Patentlösung? Sicher nicht. Hat die Förderlizenz den priorisierten Erfolg gehabt? Auch nein. Will ich mehr Ausländer in den Ligen? Nein, im Gegenteil. Ich will weniger, dafür bessere Ausländer in den Ligen, von denen die deutschen Spieler lernen können.
Es ist vernünftig was Du schreibst, aber hier wird unser Dissenz auch deutlich. Ich will nicht unbedingt weniger starke Ausländer, ich will weniger perspektivlose Deutsche, welche den jüngeren Spielern die Plätze wegnehmen. Was bei uns zaghaft umgesetzt wird, nämlich jüngere Deutsche mit Perspektive zu holen sowie gute AL, das würde ich ausbauen. Neun richtig gute AL, und bei den Deutschen tendenziell (den ein oder anderen Routinier wird man brauchen) jüngeres Personal, welches sich an diesen Leistungsträgern hochzieht. Dafür würde ich auf zwei oder drei ältere, perspektivlose Deutsche verzichten. Um es mal plakativ zu haben. Selbst von einem Mayhew können Pilu oder Pellizzari noch was lernen, ihre Vorgänger konnten von Rogl nichts lernen - halt doch eines, wie es nicht geht.

Diese Ausländer dürfen alle ruhig aus einem hohen Regal sein, alleine weil man sich dann überlegt, ob man Spieler wie Reul oder Oblinger im Spätherbst einer Karriere noch übers Eis schleichen lässt, oder ob man dafür sich nach kostengünstigeren, jüngeren Alternativen umschaut. Übrigens, die Flaggenanzahl ist mir da auch herzlich egal. Hätte kein Problem, wenn Larry in Kanada so einen wie Choupani ausgräbt.

Übrigens, in Ansätzen macht das Larry schon. Blank, Wohlgemuth, Krauss, Pilu, Chico etc das ist schon die Richtung dazu mit Mo und Pellizzari zwei aus dem eigenen Nachwuchs, die es schaffen können.
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kottsack
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Re: 4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Beitrag von kottsack »

Ohne jetzt die Superlösung zu haben, wäre doch eine nette Idee, das ganze nicht als Pflicht mit Strafe bei Nichterfüllung zu machen, wie es gerade ist, sondern es in irgend einer Form zu belohnen, wenn jemand Nachwuchsspieler einbindet und sie auch spielen lässt. Man kann auf die Sekunde messen, wie viel ein Spieler auf dem Eis war.

Warum das nicht nutzen und eine Art Vergütung machen?

- für die Vereine, die ihn ausgebildet haben
- für die Vereine, die ihn einsetzen

So kann man sich mit guter Jugendarbeit auch was dazu verdienen - wo es doch schon kaum Ablösen in der Branche gibt.
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Rigo Kaka
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Re: 4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Beitrag von Rigo Kaka »

Den Ansatz von kottsack finde ich gut.
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Augsburger Punker
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Re: 4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Beitrag von Augsburger Punker »

kottsack hat geschrieben: 29.09.2026 19:55 Ohne jetzt die Superlösung zu haben, wäre doch eine nette Idee, das ganze nicht als Pflicht mit Strafe bei Nichterfüllung zu machen, wie es gerade ist, sondern es in irgend einer Form zu belohnen, wenn jemand Nachwuchsspieler einbindet und sie auch spielen lässt. Man kann auf die Sekunde messen, wie viel ein Spieler auf dem Eis war.

Warum das nicht nutzen und eine Art Vergütung machen?

- für die Vereine, die ihn ausgebildet haben
- für die Vereine, die ihn einsetzen

So kann man sich mit guter Jugendarbeit auch was dazu verdienen - wo es doch schon kaum Ablösen in der Branche gibt.
Die "Strafe" besteht darin, dass Du einen (oder mehr...) Spieler weniger aufbieten kannst. Ob es den Spieler nicht gibt, er verletzt ist oder er nur Bankdrücker ohne Eiszeit ist macht keinen Unterschied-

Deshalb ist die Belohnung für Eiszeit ans ausbildende und einsetzende Team eine gute Idee.
Johannes
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Re: 4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Beitrag von Johannes »

DennisMay hat geschrieben: 29.09.2026 18:28 In Summe ist es ein Armutszeugnis für die Liga, es in 30 Jahren nicht geschafft zu haben eine konstant ausreichende Zahl an DEL tauglichen Spielern aus den Nachwuchsteams hervor zu bringen. Wie machen das nur die Schweizer, die mit wesentlich weniger Einwohnern, 14 Erstliga Teams bestücken und dabei nur 6 Ausländer auf der Platte haben.
hier hast du die Antwort auf deine Frage bzgl der Schweiz und ergänzend auch zu anderen Ländern
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Ryan
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Re: 4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Beitrag von Ryan »

Öha, das ist mal deutlich ...

Eishockey konkurriert hierzulande auch mit zu vielen anderen Sportarten, von Fußball sprechen wir da gar nicht erst.
Johannes
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Re: 4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Beitrag von Johannes »

Halfdan hat geschrieben: 29.09.2026 08:54 Die Abschaffung der U-Regelung ist sicher kontrovers. In Anbetracht, wie die "Förderregelung" in den letzten Jahren mit Leben gefüllt wurde und nachfolgender, in der Leistungsdichte und -breite als schwächer analysierte Jahrgänge, macht sie für mich Sinn. Es ist keinem Nachwuchsspieler geholfen, wenn er 0 bis 6 Minuten in der Grindel-Reihe verbringt und beim Kooperationspartner wegen der wenigen Anwesenheit das gleiche Schicksal erleidet. Das fördert weder seine allgemeine Entwicklung, noch die spielertypische Anlagen.

Drei leistungsstärkere Spieler wird nicht eine jede Organisation gegenfinanzieren können. Das bedeutet für mich, dass die Schere zwischen den größeren und kleineren Vereinen wahrscheinlich weiter auseinandergeht. Bei den kleineren Vereinen wird sich nicht so viel ändern. Die Aufstellung kann flexibler gehandhabt werden und statt vier billige Spieler, die sich um drei Plätze im Kader streiten, werden sich halt künftig zwei Spieler um einen Platz streiten. Der Rest wandert in die unteren Ligen ab.

Eine Flut von Doppelflaggen-Spieler sehe ich nicht auf die Ligen zukommen. Es werden mehr werden, aber nicht bei einem jeden Verein. Dazu müssten die Spieleretats steigen und das sehe ich nicht flächendeckend.

Ich stimme dir zu, dass es nun nichtd bringt, wenn die jungen Spieler nur 0–6 Minuten spielen, und mit Sicherheit hast du auch recht, dass Zweiflaggee €teurer sind als junge deutsche Spieler.

Wo ich dir nicht zustimme, ist die Schlussfolgerung, dass dadurch zwangsläufig die Schere zwischen großen und kleinen Clubs weiter auseinandergeht und bei den kleineren Clubs am Ende einfach zwei junge Spieler um einen Spot kämpfen statt wie aktuell vier um 3 Spots.

Man kann das Ganze genauso als Chance sehen. Augsburg könnte beispielsweise sagen: Wir bieten drei oder vier jungen Spielern feste Slots in unserem Kader mit 10-14 Minuten Eiszeit.

Das können eigene Talente sein, die man frühzeitig langfristig bindet und gezielt entwickelt: Wann spielen sie DEL2, wann kommen sie zurück, wann bekommen sie regelmäßig Eiszeit in der DEL?

Noch interessanter finde ich aber ein Modell, wie man es aus dem Fußball kennt. Bayern hat beispielsweise junge Spieler innerhalb der Bundesliga verliehen, damit sie anderswo die Spielzeit bekommen, die sie beim FC Bayern zu diesem Zeitpunkt nicht bekommen hätten, siehe Lahm, Kroos, Alaba etc

Genau so könnte ich mir zunehmend Leihgeschäfte innerhalb der DEL vorstellen. Mannheim hat beispielsweise einen 20- oder 21-Jährigen, der dort nur wenige Minuten bekommen würde. Anstatt zwischen 5 Minuten bei Mannheim und DEL2 zu pendeln wird so ein Spieler dann für eine Saison nach Augsburg verliehen, bekommt dort regelmäßig 10–15 Minuten Eiszeit und entwickelt sich. Anschließend geht er zurück nach Mannheim und nächstes Jahr kommt ein neuer Spieler

Für kleinere Clubs kann das sogar wirtschaftlich interessant sein: Wenn ich drei günstige junge Spieler im Kader habe, die mir gleichzeitig sportlich weiterhelfen, habe ich mehr Budget übrig, um beispielsweise bei den Importspielern höhere Qualität zu verpflichten.

Deshalb glaube ich nicht zwangsläufig, dass die Regelung die Schere weiter öffnet. Sie könnte auch dazu führen, dass sich ein stärkeres Leih- und Entwicklungsmodell zwischen großen und kleineren DEL-Clubs etabliert.
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Stauderer
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Re: 4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Beitrag von Stauderer »

Dann muss man aber auch den Mut aufbringen, standardmäßig Mehrjahresverträge abzuschließen - mit allen! Dann sind nicht nur Leihgebühren sondern auch Ablösesummen möglich.
"Ich kenne weniger als die Hälfte von euch so gut, wie ich es gern möchte und mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern, wie ihr es verdient!" - Bilbo Beutlin
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DennisMay
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Re: 4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Beitrag von DennisMay »

Johannes hat geschrieben: 29.09.2026 21:18 Ich stimme dir zu, dass es nun nichtd bringt, wenn die jungen Spieler nur 0–6 Minuten spielen, und mit Sicherheit hast du auch recht, dass Zweiflaggee €teurer sind als junge deutsche Spieler.

Wo ich dir nicht zustimme, ist die Schlussfolgerung, dass dadurch zwangsläufig die Schere zwischen großen und kleinen Clubs weiter auseinandergeht und bei den kleineren Clubs am Ende einfach zwei junge Spieler um einen Spot kämpfen statt wie aktuell vier um 3 Spots.

Man kann das Ganze genauso als Chance sehen. Augsburg könnte beispielsweise sagen: Wir bieten drei oder vier jungen Spielern feste Slots in unserem Kader mit 10-14 Minuten Eiszeit.

Das können eigene Talente sein, die man frühzeitig langfristig bindet und gezielt entwickelt: Wann spielen sie DEL2, wann kommen sie zurück, wann bekommen sie regelmäßig Eiszeit in der DEL?

Noch interessanter finde ich aber ein Modell, wie man es aus dem Fußball kennt. Bayern hat beispielsweise junge Spieler innerhalb der Bundesliga verliehen, damit sie anderswo die Spielzeit bekommen, die sie beim FC Bayern zu diesem Zeitpunkt nicht bekommen hätten, siehe Lahm, Kroos, Alaba etc

Genau so könnte ich mir zunehmend Leihgeschäfte innerhalb der DEL vorstellen. Mannheim hat beispielsweise einen 20- oder 21-Jährigen, der dort nur wenige Minuten bekommen würde. Anstatt zwischen 5 Minuten bei Mannheim und DEL2 zu pendeln wird so ein Spieler dann für eine Saison nach Augsburg verliehen, bekommt dort regelmäßig 10–15 Minuten Eiszeit und entwickelt sich. Anschließend geht er zurück nach Mannheim und nächstes Jahr kommt ein neuer Spieler

Für kleinere Clubs kann das sogar wirtschaftlich interessant sein: Wenn ich drei günstige junge Spieler im Kader habe, die mir gleichzeitig sportlich weiterhelfen, habe ich mehr Budget übrig, um beispielsweise bei den Importspielern höhere Qualität zu verpflichten.

Deshalb glaube ich nicht zwangsläufig, dass die Regelung die Schere weiter öffnet. Sie könnte auch dazu führen, dass sich ein stärkeres Leih- und Entwicklungsmodell zwischen großen und kleineren DEL-Clubs etabliert.
So lief das doch damals mit Kohl, der pendelte zwischen Heilbronn und Mannheim. Kettemer, Arendt und Björn Barta hat man zwar nicht geliehen, aber auch mit Eiszeit gelockt.
Johannes
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Re: 4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Beitrag von Johannes »

DennisMay hat geschrieben: 29.09.2026 22:41 So lief das doch damals mit Kohl, der pendelte zwischen Heilbronn und Mannheim. Kettemer, Arendt und Björn Barta hat man zwar nicht geliehen, aber auch mit Eiszeit gelockt.
und wenn du dich zurück erinnerst: damals gab es noch keine U23 Regel. wie man an diesen Beispielen sieht, können darauf durchaus Chancen entstehen
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Mr. Shut-out
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Re: 4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Beitrag von Mr. Shut-out »

Wem wird der kanadische Trainer und mit Pech auch kanadische Manager eher vertrauen? Dem Deutschen oder dem Deutsch-Kanadier? Und ich rede jetzt nicht mal von jungen Deutschen, sondern von sag ich mal 25-jährigen. Beim jungen Deutschen heißt es weniger Qualität und beim älteren heißt es zu teuer.
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Whiskyman
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Re: 4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Beitrag von Whiskyman »

Sie werden dem vertrauen, der Leistung bringt und ins Team passt. Peters hält beispielsweise sehr viel von Wohlgemuth und auch von Jones. Beides keine gebürtigen Kanadier. Mitchell hat in den letzten Jahren gute Deutsche mit Perspektive verpflichtet. Gerade für Chico hätte es damals auch ein paar ältere Zweiflaggler gegeben.

Ausserdem ist diese Zweiflagglerdiskussion völlig vergangenheitsbezogen. Ich hätte kein Problem, würde Larry einen wie Matt Choupani ausgraben.

Eishockey ist sowieso sehr international. Die NHL hat mit Abstand die meisten Ausländer (da sind es eben die Europäer) aller Ligen im US-Major Sport. Bis in den Nachwuchsbereich spielen Europäer. In der CHL gibt es einen European Draft.

Don Cherry mit seinen rassistischen, antieuropäischen Kommentaren ist in Rente und hält hoffentlich für immer das Maul eines verbitterten alten weißen Mannes.

Fazit: Für kanadische Coaches ist es nicht ungewöhnlich, international zu coachen. Manche von ihnen haben in Europa gespielt. Schon vor über 30 Jahren hat mir Gary Prior als es um die Nationalität eines möglichen Neuzugangs in der Abwehr ging, geantwortet: "Egal, vielleicht eine Schwedische. Haben gute Defenders."
Halfdan
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Re: 4. Spieltag 2026/27; Augsburger Panther - Kölner Haie

Beitrag von Halfdan »

Johannes hat geschrieben: 29.09.2026 21:18 Wo ich dir nicht zustimme, ist die Schlussfolgerung, dass dadurch zwangsläufig die Schere zwischen großen und kleinen Clubs weiter auseinandergeht und bei den kleineren Clubs am Ende einfach zwei junge Spieler um einen Spot kämpfen statt wie aktuell vier um 3 Spots.
Die Bestrebungen die Förderlizenzstellen zumindest zu minimieren, laufen seit einigen Jahren. Nicht von allen DEL-Mitgliedern im Gleichschritt, aber die Richtung war immer klar. Die "Großklubs" hatten in ihren Möglichkeiten die besten Talente eines jeden Jahrganges immer die Nase vorne. Bessere Trainingsmöglichkeiten, höhere Budgets und mehr Strahlkraft. Berlin, Köln, Mannheim und München hatten keine Probleme 7 oder 8 Förderlizenzspieler unter Vertrag zu nehmen und auf verschiedenen Ebenen zu fördern, während die kleineren mit knapper Not 3 oder 4 Spieler unter Vertrag nehmen konnten, die in der Regel nicht zu den besten Spielern ihres Jahrganges gehörten. Mit Entfall der Förderlizenzen wird eine jede Organisation versuchen ihren Vorteil daraus zu ziehen. Die Schlagworte sind Qualitätssteigerung und/oder Kostenoptimierung. Unter der Prämisse werden die kleine Klubs einfach Stellen für junge Spieler streichen. Lässt es sich finanziell und qualitativ darstellen, dann werden die Stellen mit erfahren Spielern besetzt oder das Budget wird für die Planstellen der Topreihen freigestellt, d. h. die festen Kader werden verkleinert und pro forma mit Juniorenspielern aufgefüllt. Da ab dem fünften Einsatz in den Reindl-Pool eingezahlt werden muss, werden in den unteren Ligen viele Spieler in den Genuss kommen den Spielbericht zu füllen.
Man kann das Ganze genauso als Chance sehen. Augsburg könnte beispielsweise sagen: Wir bieten drei oder vier jungen Spielern feste Slots in unserem Kader mit 10-14 Minuten Eiszeit.
Die Profimannschaften sehen sich nicht als Ausbildungsstätten an. Die Organisationen schmücken sich gerne mit erfolgreichen Nachwuchsabteilungen, aber mit Erreichen der Altersgrenze ist Schluss mit lustig. Die Zielsetzungen der Vereine und die Umsetzung der Trainer ist der Maßstab. Wer als Trainer und Manager nicht erfolgreich ist, verliert seinen Job. In der Regel setzen die ausländischen Trainer auf ausländische Spieler, die als "Unterschiedsspieler" verpflichtet wurden und fast durch die Bank teurer sind als junge deutsche Spieler. Das Argument "ist Profisport, da zählt das Leistungsprinzip" ist nur bedingt richtig und im Eishockey eher eine Floskel. Bei gleicher oder minimal besserer Leistung erhält praktisch nie der Förderlizenzspieler den Vorzug vor einem Ausländer. Dann stechen die Argumente Erfahrung, Potential und Geld. Ich habe es schon öfter erwähnt: Kein Trainer wird einen Ausländer mit einem Verdienst von 80.000 bis 200.000 Euro wegen schlechter Leistungen zugunsten eines Förderlizenzspielers für längere Zeit auf die Tribüne verbannen, weil dann müssten sie erklären, warum sie die den Spieler für so viel Geld unbedingt wollten. Im besten Fall wird der Vertrag aufgelöst und ein Ersatz geholt. Die Leistung des Förderlizenzspieler höchstens für kurze Zeit belohnt. Das könnt ihr glauben oder nicht. Das Szenario "hey Bill, wir haben hier vier junge Spieler, die 10-14 Minuten spielen sollen … ach ja, fast vergessen, wir wollen 10. werden, aber 8. wäre natürlich besser" wird es nicht geben. Wenn es um die Wurst geht, dann steht der ältere, erfahrenere Spieler auf dem Eis. Ganz egal, wie er performt hat. Schließlich hat der schon einmal bewiesen, dass er den Unterschied ausmachen kann. Irgendwann in seiner Karriere.
Das können eigene Talente sein, die man frühzeitig langfristig bindet und gezielt entwickelt: Wann spielen sie DEL2, wann kommen sie zurück, wann bekommen sie regelmäßig Eiszeit in der DEL?
Das ist eine schöne Theorie. In Einzelfällen funktioniert die, aber nicht mehr in der breiten Masse. Die DEL2-Klubs haben Ziele. Eine Handvoll will in die DEL aufsteigen. Die haben ihren Stammkader. In dem sind Spieler die den Talenten in Sachen Erfahrung, Verdienst und Scoring überlegen sind. Die sehen sich ebenfalls als Profiteams und nicht als Ausbildungsstätte für die DEL. Was glaubst du, warum das Thema "Ausbildungsliga Oberliga" nicht abreißt. Das Problem dabei: Auch in der Oberliga gibt es Profiteams, die unbedingt in eine lukrativere Liga aufsteigen wollen und sich nicht als Ausbildungsstätte definieren.
Noch interessanter finde ich aber ein Modell, wie man es aus dem Fußball kennt. Bayern hat beispielsweise junge Spieler innerhalb der Bundesliga verliehen, damit sie anderswo die Spielzeit bekommen, die sie beim FC Bayern zu diesem Zeitpunkt nicht bekommen hätten, siehe Lahm, Kroos, Alaba etc.
Das funktioniert, weil die Bayern nicht den beschränkten Finanzrahmen eines Eishockeyklubs haben, sich die Spieler davon einen Vorteil in der Entwicklung mit anschließendem Stammplatz beim Rekordmeister versprechen und dieses Versprechen oft genug einlösen können. Ich erwähne es extra: Die Trainingsbedingungen in der Fußball-Bundesliga unterscheiden sich von Klub zu Klub nicht fundamental, während im Eishockey die Spitzenklubs 11 Monate auf Eis trainieren, ist das Eistraining in Augsburg drei Monat kürzer. Ich glaube auch nicht, dass Klubs wie München, Mannheim, Köln und Berlin für die Leihspieler Teile des Gehalts übernehmen. Und dann steht die Frage im Raum, ob der Leihspieler ins Augsburger Budget passt, wenn er beim "Heimatklub" für mehr Geld unterschrieben hat. Den möglichen Einwand, "ja aber, er kann dann doch später nach Augsburg kommen", ziehe ich gleich im Vorfeld den Zahn. Die Rolle im Training des "Heimatvereins" fällt dann entsprechend kleiner aus oder weg, weil die Klubs die Kaderplanung entsprechend ausrichten und auch keine 30-40 Spieler im Training haben wollen.
Genau so könnte ich mir zunehmend Leihgeschäfte innerhalb der DEL vorstellen. Mannheim hat beispielsweise einen 20- oder 21-Jährigen, der dort nur wenige Minuten bekommen würde. Anstatt zwischen 5 Minuten bei Mannheim und DEL2 zu pendeln wird so ein Spieler dann für eine Saison nach Augsburg verliehen, bekommt dort regelmäßig 10–15 Minuten Eiszeit und entwickelt sich. Anschließend geht er zurück nach Mannheim und nächstes Jahr kommt ein neuer Spieler
Wenn der Spieler will, die Finanzen passen und die Kaderstrukturen eine längere Leihe möglich machen – warum nicht? Es ist allerdings naiv zu glauben, deshalb erhöht sich die Zahl der DEL-tauglichen Förderlizenzspieler und in Augsburg landen zwangsläufig Spieler mit einem höheren Niveau als Elias, Pellizzari und Hanke. Und selbst wenn, dann ist nicht garantiert, dass die Panther-Leihspieler besser sind als die der direkten Konkurrenz.
Für kleinere Clubs kann das sogar wirtschaftlich interessant sein: Wenn ich drei günstige junge Spieler im Kader habe, die mir gleichzeitig sportlich weiterhelfen, habe ich mehr Budget übrig, um beispielsweise bei den Importspielern höhere Qualität zu verpflichten.
Schöne Theorie. Wenn wir diese Spieler hätten, dann müssten wir nicht über die Förderlizenz diskutieren. Das System würde ohne Änderungen laufen.
Deshalb glaube ich nicht zwangsläufig, dass die Regelung die Schere weiter öffnet. Sie könnte auch dazu führen, dass sich ein stärkeres Leih- und Entwicklungsmodell zwischen großen und kleineren DEL-Clubs etabliert.
Der Glaube versetzt Berge. Die Organisationen treten gemeinsam auf und haben zeitweise oder übergreifende gemeinsame Interessen. Im Endeffekt versucht aber jede Organisation soweit möglich ihren eignen Weg zu gehen und gegenüber der Konkurrenz einen Vorteil zu erzielen. Das ist das Wesen des sportlichen Wettkampfes. Die Spieler kommen dabei zuerst als Erfolgsgaranten vor. Was hindert die Vereine schon jetzt ein Entwicklungsmodell umzusetzen? Wenn sie wollten, hätten sie über die Jahre die Zahl der Ausländer reduzieren und den Förderlizenzspielern mehr Eiszeit verschaffen können. Alle Jahre war dies auf der Prioritätenliste nicht weit oben. Warum? Das Niveau sollte so hoch wie möglich gehalten werden. Wegen des Spektakels, voller Hallen und natürlich auch, um die Spitzenspieler für das Aushängeschild Nationalmannschaft auf ein höheres Niveau zu hieven. Das hat sehr lange, sehr gut funktioniert. Warum also etwas ändern?

Jetzt haben sich die Bedingungen und Ergebnisse geändert. Jetzt versucht man einen neuen Weg. Ich denke nicht, dass dies zwangsläufig in einem Leih- und Entwicklungsmodell zwischen den großen und kleinen DEL-Klubs mündet. Im Einzelfall wird oder könnte es so laufen, aber für die Mehrzahl sehe ich eher den klassischen Weg "von einer unteren Liga nach oben kämpfen".
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